"Zigarrenrauchen erlaubt" Bars in Baden-Württemberg
Klar kann man nur ein Glas Bier, Wein oder Champagner bestellen. Wäre aber schon deshalb langweilig, weil sich das Team immer auf die Suche nach neuen »Classic & Twist«-Drinks macht und gern abgefahrene Sirups integriert. Coole Masterclasses und regelmäßige Gastspiele befreundeter Cocktailbars machen die Sache spannend.
Tübingen gilt als coolste Stadt weit und breit und das Bartista als coolste Bar der Gemeinde. Die Begeisterung hat gute Gründe, denn Gaetano Randone lässt Besucher tief eintauchen in die Geschichte der Mixkultur: Nicht nur der »Last Word Cocktail« lässt staunen. Das Gourmetmenü (!) gibt es leider nur auf Vorbestellung!
Gastronom Marc Leuwer hat die Nase im Wind und weiß genau, was die Karlsruher im Hirschhof wollen. Klassische Drinks mit Twist, gern mal fassgelagert, die man am schönsten an der innenarchitektonisch gelungensten Bartheke der Stadt nippt. Wer mehr wissen will: einfach ein Ticket für den nächsten Cocktailkurs buchen.
Nur die besten Wirte schaffen es, einen nach sich selbst benannten Laden ewig am Laufen zu halten. Wilfried Schöllmann indes spricht viele Gästegruppen gleichzeitig an. Die einen schwelgen in Kir-Royal-Nostalgie, die anderen freuen sich übers »Krummgefickte Eichhörnchen« im Glas. Dazu je nach Lust Austern oder Nachos.
Das Wohnzimmer des Knud Scheibelt strahlt jene Gelassenheit aus, welche nur die ganz großen Bars ihr Eigen nennen. Über Maltwhisky weiß in Stuttgart kaum einer besser Bescheid als der Chef. Drinks des 20. oder gar des 19. Jahrhunderts kann man sich aber auch mixen lassen – und der selbst kreierte Wermut ist ein Renner.
Ziemlich wahrscheinlich hätte sich der alte Fiesta-Autor und Stierkampf-Bewunderer wohlgefühlt in der nach ihm benannten Bar im Gewölbekeller des Hotels. Man kann es dem legendären Ernest Hemingway nachmachen und einfach einen Daiquiri bestellen, sich aber auch eingehend zu besonders angesagten Drinks beraten lassen.
Samstags ist Pianomusik angesagt, im Sommer der herrliche Garten, mittwochs für drei Stunden die Happy Hour. Und von Januar bis Dezember gibt es das, was eine gute Bar ausmacht: Drinks der etablierten oder sehr persönlichen Art. Gern spiced, oft »surprisingly« kombiniert. Cocktails to go sind auf Vorbestellung erhältlich.
Qualitätsbewusstsein über alles. Spannende Drinks, feiner Kräuterlikör, hausgemachter Sirup: Mit anderswo üblichen Standards gibt man sich hier niemals zufrieden. Gast-Barkeeper und Rum-Tastings gehören zu den Attraktionen des Hauses und der »Mixology Montag« lockt zu Wochenbeginn Neugierige in Roman Koffers Wohnzimmer.
Eine Bar, die sich bloß »Bar« nennt, muss Selbstbewusstsein ohne Ende haben. Stimmt und das hat seine Gründe. Wo sonst kann man zu den regelmäßigen Sonntagskonzerten ein sogenanntes Gedeck bestellen – die Kombination aus Whisk(e)y und Bier –, Rum-Seminare buchen und zum Cocktail auch noch eine edle Zigarre genießen? Nur hier!
Ein echter Heilbronner kann ohne das Glas Trollinger dann und wann nicht leben. Aber keine Sorge, genau das bekommt er in diesem Mix aus Bar und Sushi-Location. Sky-Flair und Ausblick gibt's gratis. Cosmopolitan oder Moscow Mule mit flambierten Nigiri zu verbinden, ist nicht die dümmste Idee – und Zigarren gibt's auch.
Unter den erfahrensten Bartendern Baden-Württembergs nimmt Max Illich eine führende Rolle ein. An drei Tagen pro Woche – von Donnerstag bis Samstag – fließen klassische Drinks ebenso aus dem Shaker wie eiskalte Hauskreationen. Um alkoholfrei gemixte Cocktails und hungerstillende Snacks kümmert sich der Chef persönlich.
Ein Platz an der Bernstein-Theke ist ähnlich begehrt wie der Eintritt zum Galopprennen von Iffezheim. Die besseren Cocktails gibt's natürlich an der Bar des Casinos Baden-Baden. Classic Drinks, Modernitäten oder ein Glas Champagner? Egal, denn der Resident DJ und seine Kollegen heizen den Besuchern musikalisch ein.