Zum Inhalt springen
© Shutterstock / Symbolbild

Bahnfahren bei 55 Grad: »Eurostar« rüstet sich für extreme Temperaturen

Zug
Sommer

Europas Sommer werden heißer – und auch die Bahn muss sich darauf einstellen. Neue Hochgeschwindigkeitszüge sollen künftig selbst extremen Temperaturen standhalten und den Bahnverkehr zuverlässiger machen.

Extrem heiße Sommer stellen den europäischen Bahnverkehr vor neue Herausforderungen. Hochgeschwindigkeitszüge der nächsten Generation sollen künftig auch bei Temperaturen zuverlässig unterwegs sein, die heute noch als Ausnahme gelten.

Die steigenden Temperaturen in Europa verändern auch die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft. Während Hitzewellen immer häufiger auftreten, müssen Bahnunternehmen ihre Technik an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen. Der internationale Zugbetreiber »Eurostar« plant deshalb eine neue Generation von Hochgeschwindigkeitszügen, die selbst bei extremer Hitze zuverlässig eingesetzt werden können.

Neue Züge für extreme Hitze

Bis zu 50 neue Züge, speziell für höhere Temperaturbereiche entwickelt, sollen ab 2031 schrittweise auf den Verbindungen zwischen Großstädten wie London, Paris und Brüssel zum Einsatz kommen. Ursprünglich waren sie für Temperaturen bis 45 Grad ausgelegt. Die neuen Züge sollen mit leistungsfähigeren Klimaanlagen und hitzeresistenter Technik ausgerüstet werden, damit sie den Belastungen heißer Sommer standhalten.

Der Hintergrund: Hohe Temperaturen können den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigen. Bei großer Hitze können sich Gleise ausdehnen, Oberleitungen unter Spannung leiden und technische Anlagen langsamer oder fehleranfälliger arbeiten. In den vergangenen Sommern führten extreme Wetterlagen in mehreren europäischen Ländern bereits zu Einschränkungen im Zugverkehr.

Mit der neuen Zugflotte reagieren Bahnunternehmen auf eine Entwicklung, die zunehmend auch die Infrastruktur betrifft: Die Planung von Verkehrssystemen muss zunehmend Wetterbedingungen berücksichtigen, die noch vor wenigen Jahren außergewöhnlich erschienen. Für Reisende bedeutet das langfristig stabilere Verbindungen – auch während besonders heißer Sommerperioden.


Travel-Redaktion
Autor
Mehr zum Thema
1 / 12