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Deutsche Bahn streicht Pommes aus Bordbistro

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Pommes frites

Currywurst ohne Pommes? Im Bordbistro der Deutschen Bahn fällt der Klassiker künftig der EU-Klimapolitik zum Opfer.

Im Bordbistro der »Deutschen Bahn« zeichnet sich eine kleine kulinarische Zäsur ab. Der Grund liegt nicht in der Nachfrage, sondern in der Kühltechnik – und in einer EU-Verordnung, die tief in die Lebensmittelkette eingreift.

Auslöser ist die sogenannte EU-F-Gase-Verordnung. Sie zielt darauf ab, fluorierte Treibhausgase schrittweise zu reduzieren und langfristig ganz vom Markt zu drängen. Diese Stoffe kommen unter anderem in älteren Kühlsystemen zum Einsatz – auch in den Gefrierschränken der Bordgastronomie.

Dort wurden bislang Tiefkühlprodukte wie Pommes gelagert. Genau diese Technik wird nun zum Problem: Die bestehenden Anlagen dürfen in ihrer bisherigen Form nicht mehr weiter betrieben oder erneuert werden. Eine Umrüstung ist wirtschaftlich und technisch aufwendig – die Bahn zieht daher Konsequenzen.

Mehr als ein Bahn-Problem

Statt in neue Kühlketten zu investieren, verzichtet die Bahn also künftig auf bestimmte Tiefkühlprodukte. Fans des Klassikers aus der Schnellgastronomie Currywurst mit Pommes wird der Wegfall besonders hart treffen. Auch bei anderen Produkten könnte sich das Angebot verändern. Alles, was auf komplexe Tiefkühl- und Lagerlogistik angewiesen ist, gerät unter Druck. Selbst scheinbar Nebensächliches wie Eiswürfel im Getränk könnte künftig nicht mehr selbstverständlich sein.

Die Regelung betrifft nicht nur die Bahn. Auch der Lebensmitteleinzelhandel steht vor einer umfassenden Umstellung. Große Supermärkte investieren bereits in neue Kühlsysteme mit alternativen Kältemitteln, während kleinere Betriebe noch nachrüsten müssen.

Die EU setzt dabei auf einen klaren Zeithorizont: Schon seit 2024 gelten strengere Vorgaben für neue Geräte, bis 2050 sollen die klimaschädlichen Kältemittel vollständig verschwinden.


Redaktion
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