Bierfass via Drohne: Südtirol testet Lieferungen für Berghütten
21 Flüge, vier erreichte Schutzhütten und über eine Tonne transportierte Fracht: Soeben hat die Provinz Bozen ein Pilotprojekt vorgestellt, bei dem Lastendrohnen schwer erreichbare Schutzhütten beliefern.
In Südtirol werden erstmals Frachtdrohnen eingesetzt, um schwer erreichbare Almhütten in den Bergen zu versorgen. Das lokale Technologieunternehmen »FlyingBasket« hat gemeinsam mit der Provinz Bozen ein Pilotprojekt abgeschlossen, das Transporte via Drohne im alpinen Gelände erprobt.
Insgesamt wurden 21 Flüge durchgeführt, bei denen über eine Tonne Güter an vier Berghütten – Borletti, Payer, Vedretta Pendente und Vallaga – geliefert wurden. Die Drohnen brachten sowohl frische Lebensmittel wie Brot, Milch, Eier und Apfelsaft als auch schwere Transportgüter wie Bierfässer, Holzbriketts und Feuerlöscher. Beim Rückflug nahmen sie leere Kisten und Fässer wieder mit ins Tal.
Die Vorteile des Drohnen-Transports
Nach Angaben der Landesregierung soll der Drohneneinsatz künftig eine umweltfreundliche Alternative zu Hubschraubern bieten. »Ein herkömmlicher zehnminütiger Helikopterflug kostet rund 950 Euro und verursacht etwa 79 Kilogramm CO₂. Mit Drohnen entfallen diese Emissionen vollständig«, erklärte Landesrat Christian Bianchi gegenüber Südtirolnews.
Das Projekt mit dem Titel »Pilotversorgung von Berghütten – Sommer 2025« soll zeigen, wie moderne Technologien nachhaltige Logistiklösungen für den Alpenraum ermöglichen können. Der Einsatz von Drohnen reduziert Lärm, spart Kosten und vermeidet den Ausbau neuer Zufahrtswege.