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Bußgelder bis zu 500 Euro: Capri verbietet plumpes Ansprechen von Reisenden

Tourismus
Italien

Capri setzt auf Ruhe für Tourist:innen: Direktes Anwerben auf der Straße ist dank der neuen »Anti-Belästigungs-Verordnung« nicht mehr erlaubt.

»Eine Bootsfahrt gefällig, Signora?« oder »Genießen Sie in unserem Restaurant den besten Fisch!« hören Besucher:innen Capris an vielen Ecken der beliebten Insel. Mit direkten Werbe-Ansprachen und Marktschreier-Aktionen soll künftig Schluss sein, wie eine neue »Anti-Belästigungs-Verordnung« der Kommune vorsieht.

So schön ist Capri! Die Insel im Golf von Neapel zählt zu den bekanntesten und meistbesuchten Urlaubszielen Italiens. Urlauber:innen lieben ihre Villen und die durch Buchten zerklüftete Felsenküste mit der »Blauen Grotte«. Auf Capri leben rund 13.000 Menschen, im Sommer kommen täglich Zehntausende Tagesgäste aus Neapel und der Amalfiküste.

Neue Regelungen gegen aufdringliche Ansprache

Damit das Paradies auch traumhaft bleibt und nicht vom Massentourismus verschluckt wird, hat die Kommune in diesem Jahr bereits mehrere Verordnungen eingeführt, wie Falstaff TRAVEL berichtete. Nun will man auch am Auftreten der Einheimischen feilen. Eine neue Regelung sieht vor: »Es ist gewerblichen Betreiber:innen und Inhaber:innen von Agenturen für touristische Dienstleistungen strikt untersagt, auf öffentlichem oder öffentlich genutztem Grund Kund:innen durch aufdringliche und hartnäckige Methoden anzuwerben.« Das berichtet unter anderem die Tageszeitung La Repubblica.

»Wir verstehen die Notwendigkeit, Werbebotschaften zu vermitteln, aber dies soll mit dem Feingefühl und der Eleganz geschehen, für die Capri steht», erklärt Bürgermeister Paolo Falco der italienischen Zeitung.

Bußgelder bis zu 500 Euro

Wer künftig Tourist:innen auf offener Straße anspricht, um sie in Lokale zu locken oder Ausflüge anzubieten, muss mit Geldstrafen zwischen 25 und 500 Euro rechnen. Besonders im Fokus stehen dabei »aufdringliche und hartnäckige Methoden«, wie es in der Verordnung heißt.

Die Insel reagiert damit auf wachsenden Unmut unter Besucher:innen. Gerade in den stark frequentierten Bereichen rund um Hafen und Altstadt fühlten sich viele Reisende zuletzt durch aggressive Ansprache gestört. Ziel sei es, das Erscheinungsbild des Ortes zu verbessern und den öffentlichen Raum zu entlasten.


Travel-Redaktion
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