Magaluf auf Mallorca installiert neue Selfie-Route
Der mallorquinische Badeort war bisher vor allem für Partyexzesse und günstige Drinks bekannt. Nun will die Gemeinde ihr Image wandeln und setzt auf neue Wege: Eine Selfie-Route soll die landschaftlichen Highlights des Badeorts stärker in den Fokus rücken.
Was ist wichtiger im Urlaub als das Erlebte per Selfie festzuhalten: der Tag am Strand, das gute Essen im Lokal oder der beeindruckende Sightseeing Spot? In Magaluf auf Mallorca standen bisher eher die günstigen Drinks und die Partynächte im Vordergrund der Reise. Der beliebte Badeort will das nun ändern und seine Landschaft ins Szene setzen: mithilfe einer neue Selfie-Route.
Wenn Urlauber:innen auf der neuen Route wandeln, sollen sie ausgewählte Orte entlang der Küste und im Hinterland kennenlernen. Dort installierte Fotopunkte sind so gestaltet, dass sie ideale Perspektiven bereits vorgeben – für gelungene Aufnahmen ohne improvisierte Verrenkungen, Selfie-Stick oder fremde Hilfe.
Vier Selfie-Spots an Küste und Land
Derzeit umfasst das Projekt vier Stationen, verteilt entlang des Passeig Calvià, im Bereich Cas Saboners sowie an der Promenade von Magaluf. Jeder dieser Haltepunkte inszeniert eine andere Facette des Ortes: weite Blicke über das Meer, urbane Küstenlinien oder landschaftliche Kontraste im Inselinneren. Eine begleitende Karte führt gezielt zu den einzelnen Spots, weitere Stationen sind bereits in Planung.
Mehr als reine Kulisse: Die Installationen sind teilweise mit digitalen Inhalten verknüpft. Über QR-Codes gelangen Nutzer:innen zu einer Web-App, die Hintergrundinformationen, Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und lokale Angebote bündelt – eine Verbindung von Fotospot und Informationsplattform.
Hintergründe zur Installation
Die Initiative verfolgt dabei eine doppelte Strategie. Einerseits sollen stark frequentierte Orte entlastet und riskante Aktionen für das »perfekte Bild« vermieden werden. Andererseits setzt die Gemeinde Calvià, zu der Magaluf gehört, bewusst auf die Dynamik sozialer Medien: Besucher:innen werden zu Multiplikatoren, die ihre Eindrücke direkt in digitale Netzwerke tragen.
Finanziert wird das Projekt über die Touristensteuer und mit Unterstützung der Balearen-Regierung. Es fügt sich ein in eine umfassendere Neupositionierung des Ortes, der sich schrittweise vom reinen Partyimage lösen und ein breiteres, qualitätsorientiertes Publikum ansprechen möchte.