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Plus 50 Prozent: Mallorca erhöht Bustarife für Tourist:innen

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Mallorca-Urlauber:innen müssen für Fahrten im öffentlichen Nahverkehr ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Während Einheimische gratis fahren, kosten Tickets rund 50 Prozent mehr.

Wer künftig die Baleareninsel mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden möchte, sollte ab 2026 etwas mehr Budget einplanen. Mallorca führt ein neues Tarifsystem ein, das vor allem eines bedeutet: Für Feriengäste steigen die Ticketpreise kräftig, Einheimische fahren gratis.

Bis zu 50 Prozent mehr für Einzelfahrten

Künftig kostet eine einfache Fahrt im städtischen Nahverkehr 3 Euro – bisher waren es 2 Euro. Während Tourist:innen und Touristen die Erhöhung vollständig tragen müssen, bleibt für Mallorquiner:innen alles beim Alten: Wer auf der Insel gemeldet ist, fährt weiterhin kostenlos.

Mit dieser klaren Trennung sollen Einheimische entlastet werden, die den öffentlichen Nahverkehr für den Alltag benötigen. Besucher:innen der Insel gelten dagegen als Teil jener Gruppe, die das System maßgeblich mitfinanziert.

Warum wird es teurer?

Die städtische Verkehrsgesellschaft EMT, Betreiberin der Buslinien in Palma und Umgebung, begründet die Anhebung in der Mallorca Zeitung mit steigenden Ausgaben in den vergangenen Jahren – unter anderem durch höhere Energiepreise, Investitionen in moderne Fahrzeuge und die Einführung einer neuen, einheitlichen ÖPNV-Karte.

Hinzu kommt: Der Ticketpreis für Einzelfahrten wurde seit 2020 nicht mehr angepasst. Gleichzeitig steigen die Fahrgastzahlen stetig. 2024 nutzten mehr als 60 Millionen Menschen die insgesamt 40 Buslinien der EMT – ein Rekord, der die Kapazitäten stark beansprucht.

Ein System, das sich nicht selbst trägt

Die Verantwortlichen sprechen offen davon, dass der Nahverkehr der Insel seit Jahren ein Zuschussgeschäft sei. Das Modell sei »strukturell defizitär« und könne ohne regelmäßige Nachfinanzierung nicht bestehen. Die Preiserhöhung soll dazu beitragen, das Angebot langfristig zu sichern und gleichzeitig den kostenlosen Zugang für Einheimische zu gewährleisten.

Was bedeutet das für Reisende?

Für Urlauber:innen, die Bus und Bahn regelmäßig nutzen, könnte der Inselaufenthalt etwas teurer werden – besonders für Familien. Wer häufiger fährt, sollte prüfen, ob Mehrfahrtenkarten oder touristische Angebote der Region kostengünstigere Alternativen bieten.

Eine gute Nachricht bleibt dennoch: Die Verkehrsgesellschaft investiert weiter in moderne, klimafreundliche Busse und den Ausbau der Linien. Wer sich also auf Mallorca nachhaltig fortbewegen möchte, bekommt auch in Zukunft ein dichtes und gut erreichbares Netz – nur eben zu leicht erhöhten Preisen.


Travel-Redaktion
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