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New York verbietet Handel mit Restaurant-Reservierungen

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Reservierungen für Hunderte Dollar weiterverkaufen? In New York war das lange ein lukratives Geschäft – doch jetzt zieht der Staat die Reißleine.

Reservierungen in den angesagtesten Restaurants New Yorks waren bisher nicht nur eine Frage des Timings, sondern oft auch des Geldbeutels. Auf Drittplattformen konnten Gäste Tische ersteigern, die zuvor von anderen gesichert wurden – mitunter für mehrere hundert oder gar tausend Dollar. Damit ist nun Schluss: Ein neues Gesetz untersagt den Weiterverkauf von Restaurant-Reservierungen ohne Zustimmung der Lokale.

Die Gesetzgeber sehen in der Praxis einen »räuberischen Schwarzmarkt«, der von automatisierten Bots angetrieben wird. Diese sichern begehrte Plätze, nur um sie anschließend zu horrenden Preisen weiterzuverkaufen. Während für manche die steigenden Lebenshaltungskosten zur Belastung werden, gaben andere bis zu 3.000 Dollar für eine Tischreservierung an Silvester aus.

Verbot oder Verlagerung?

Nicht alle sind überzeugt, dass das Gesetz das Problem tatsächlich löst. Jonas Frey, Gründer einer Plattform für Reservierungshandel, argumentiert, dass gezielte Maßnahmen gegen Bots sinnvoller gewesen wären als ein Komplettverbot. Er verweist darauf, dass auch exklusive Kreditkartenprogramme oder autorisierte Dienstleister Reservierungen vergeben – oft zu noch höheren Preisen.

Für Restaurants, die ihre Kapazitäten lieber zahlungskräftigen Stammgästen vorbehalten, gibt es weiterhin Alternativen. Private Dining Clubs mit hohen Aufnahmegebühren boomen, und selbst klassische Reservierungen erfordern zunehmend hohe Kautionen. Große Unternehmen haben das Geschäft längst für sich entdeckt: American Express etwa hat sich mit Plattformen wie Resy und Tock ein bedeutendes Stück des Marktes gesichert.

Folgen für die Gastronomie

Während Restaurant-Partner das neue Gesetz begrüßen, bleibt offen, ob es tatsächlich zu mehr freien Tischen führt oder ob sich der Handel einfach in weniger sichtbare Kanäle verlagert. Kritiker warnen vor einer Zunahme illegaler Geschäfte – denn an der Nachfrage nach exklusiven Restaurantplätzen dürfte sich wenig ändern. Auch in Europa zeichnet sich bereits ein wachsendes Interesse an solchen Reservierungsmodellen ab.


 

Redaktion
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