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Picknick-Verbot an Italiens Stränden sorgt für Streit

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Weil immer mehr Gäste ihr Mittagessen selbst mitbringen, wollen Strandbäder in Apulien strengere Regeln durchsetzen.

Ein belegtes Brot, Obst und eine Flasche Wasser gehören für viele Familien zu einem Tag am Meer. In der süditalienischen Region Apulien sorgt genau dieser Proviant nun für Streit: Mehrere Betreiber:innen privater Strandbäder wollen ihren Gästen untersagen, eigene Speisen und Getränke mitzubringen.

Als Gründe nennen die Betreiber zusätzlichen Müll, Hygieneprobleme und wirtschaftliche Einbußen. Wer sein Mittagessen selbst einpacke, konsumiere schließlich weniger in den Restaurants und Bars der Anlagen. Einige Badegäste sollen Sandwiches und Getränke deshalb bereits unter Handtüchern in ihren Strandtaschen verstecken.

Es regt sich Widerstand

Verbraucherschützer:innen und Politiker:innen stellen sich jedoch gegen die Einschränkung. Apuliens Regionalpräsident Antonio Decaro verwies auf die ohnehin hohen Kosten für Liegen und Sonnenschirme und betonte, das Meer dürfe nicht zum Luxus werden. Zudem ist das generelle Verbot rechtlich fragwürdig: Nach den seit 2019 geltenden regionalen Vorschriften dürfen Speisen und Getränke auch in konzessionierte Strandbäder mitgebracht werden. Vorgeschrieben sind lediglich umweltfreundliches Geschirr und Besteck; ausufernde Picknicks mit Tischen, Stühlen oder Griller können die Betreiber:innen weiterhin untersagen.


Redaktion
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