Warum wir im Urlaub anders essen gehen
Im Urlaub wird spontaner entschieden – auch beim Essen. Statt lange nach Geheimtipps oder Schnäppchen zu suchen, reservieren Reisende kurzfristig und setzen lieber auf bekannte Restaurants mit guten Bewertungen. Das zeigt eine aktuelle Studie.
Im Urlaub gelten offenbar andere Regeln – auch bei der Restaurantwahl. Statt lange nach versteckten Geheimtipps zu suchen oder gezielt nach Rabatten Ausschau zu halten, setzen Reisende zunehmend auf spontane Entscheidungen und etablierte Adressen. Das zeigt die aktuelle »TheFork Tourism Analysis 2025« des gleichnamigen Online-Portals für Restaurantreservierungen.
Gerade im Urlaub, wenn Zeit knapp ist und jeder Restaurantbesuch gelingen soll, scheint für viele die Devise zu gelten: lieber bewährt als riskant. Während Einheimische häufiger kleinere oder weniger bekannte Lokale besuchen, greifen Tourist:innen bevorzugt zu Restaurants, die bereits eine hohe Nachfrage genießen. Bekannte Namen, gute Bewertungen und gut frequentierte Adressen vermitteln auf Reisen offenbar Sicherheit – Experimentierfreude tritt dafür etwas in den Hintergrund.
Im Urlaub spendabler
Auch Sonderangebote verlieren im Urlaub deutlich an Bedeutung. Während Einheimische häufig gezielt Restaurants mit Rabattaktionen buchen, spielt der Preis für Reisende eine wesentlich geringere Rolle. Besonders deutlich zeigt sich dieser Unterschied in Österreich: Dort wurden lediglich 21 Prozent der Reservierungen internationaler Gäste über ein Sonderangebot vorgenommen, bei Einheimischen waren es dagegen 51 Prozent. Auch in der Schweiz fällt die Differenz mit 41 gegenüber 57 Prozent deutlich aus. In Deutschland ist der Abstand zwar geringer, dennoch orientieren sich Urlauber:innen auch hier stärker an der Attraktivität eines Restaurants als an möglichen Preisvorteilen.
Spontaneität gefragt
Nicht nur die Auswahl verändert sich – auch der Zeitpunkt der Reservierung. Während Restaurantbesuche im Alltag häufig einige Tage oder zumindest viele Stunden im Voraus geplant werden, fällt die Entscheidung im Urlaub deutlich spontaner.
In Österreich erfolgen Reservierungen während der Sommermonate durchschnittlich nur noch rund 13 Stunden vor dem Restaurantbesuch, im Jahresdurchschnitt sind es etwa 21 Stunden. Auch in Deutschland verkürzt sich der Vorlauf von durchschnittlich 26 auf 21 Stunden. Gleichzeitig steigt die Zahl jener Buchungen, die erst innerhalb der letzten Stunde vor dem Essen erfolgen. Langfristige Reservierungen werden dagegen seltener.