Elsa Restaurant
Es gibt Gerichte, die schmecken nach Erinnerung. Lucas Kucz und Philipp Naase haben verstanden, dass genau darin die Magie liegt. Im »ELSA« haben sie dieser Magie ein Zuhause gegeben und verfolgen ein Konzept, das so simpel wie anspruchsvoll ist: Kucz und Naase interpretieren Wirtshaus-Klassiker mit der Präzision der Spitzengastronomie. Das »ELSA« hat die Räume der ehemaligen »Brasserie Thi« übernommen, Sommelier David Schaubruch ist geblieben und schafft Kontinuität. Was die Philosophie des »ELSA« auf dem Teller bedeutet, zeigt sich schon beim Amuse: ein Rindertatar, getoppt mit Schnittlauchmayonnaise, Eigelb- und Sardellencreme, geschmortem Knoblauch als Gel, frittierten Kapern, Kartoffelchip und auf Wunsch Ossetra Kaviar. Dazu gibt es Vinschgauer Brot mit Röstzwiebeln, gestrichener Salzbutter und Erdäpfelkas nach Großmutters Rezept. Der Steckerlfisch, im Haus geräuchert und lauwarm serviert, kommt mit einem Makrelensud aus den Karkassen, mit saurem Gurkerl, Senfsaat und geflämmter Perlzwiebel, garniert mit Eislauch, Radiescherl und geräuchertem Schmand. Dazu gibt es eine selbstgebackene Breze. Das Signature-Gericht ist ein Kaspressknödel, außen knusprig, innen luftig, auf Speck-Beurre-Blanc mit geschmorten Tomaten. Der Seeteufel mit Kalbsmaske als Terrine zeigt, dass hier auf Top-Niveau gekocht werden könnte, aber bewusst auf ein bodenständigeres Konzept gesetzt wird. Die Weinkarte umfasst über 70 Positionen von Bernhard Huber bis Egon Müller, von Hirtzberger bis Knoll. Das junge Team arbeitet herzlich und schafft mit dem »ELSA« einen Ort, an dem Handwerk zugänglich wird: präzise, ehrlich und exzellent.