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Dalarna: Pedale statt Pool

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In Dalarna, dem Miniaturschweden, führt das längste Radwegenetz des Landes durch Wälder, vorbei an Wasserfällen, Kulturdenkmälern und glasklaren Seen. Wer hier unterwegs ist, erfährt Weite, Stille und sportliche Herausforderungen – ganz im Zeichen von »Coolcation«.

Sommerurlaub in Schweden wird immer beliebter. Stichwort »Coolcation«, also Urlaub an Orten fernab südlicher Temperaturen. Statt brütender Hitze bietet das Land ideale Bedingungen für Radurlauber: klare Luft, weite Landschaften und entspannte Temperaturen. Und wenn man doch mal ins Schwitzen kommt, ist der nächste See – glasklar und sauber – bestimmt nicht weit.

Dalarna wird gern als Miniaturschweden bezeichnet: tiefblaue Seen, die wie geschwungene Spiegel in der Landschaft liegen. Rundherum sattgrüne Wälder und zartgrüne Wiesen und vereinzelt, wie Farbtupfer, diese typischen roten Holzhäuser.

Im Rahmen des Projekts »Biking Dalarna« wurde in der Region das längste Radnetz des Landes mit mehr als 2.100 Kilometern geschaffen. Sämtliche Wege sind beschildert und farblich nach Schwierigkeitsgrad klassifiziert: von Grün (für Anfänger und Kinder geeignet) bis Schwarz (mit Hindernissen und starken Steigungen, also nur für Könner). Das Netzwerk informiert auch über Verleihstationen, Verpflegung und geeignete Unterkünfte, an denen das Rad gewartet und gewaschen werden kann.

Säfsen, Idre Fjäll und Orsa Grönklitt gelten als Mountainbike-Hochburgen mit abwechslungsreichen Waldstrecken, Abfahrten und eigens angelegten Trails für jedes Niveau. Auch Fernradler kommen auf ihre Kosten, etwa auf der 150 Kilometer langen Mehrtagestour »Dalarna Ramble«, die über einsame Wege durch Wälder und vorbei an spiegelglatten Seen führt.

© Milosz Maslanka / Shutterstock.com

Rot wie Falun

Im Nationalpark Fulufjället kann man den Njupeskär, den mit 93 Metern höchsten Wasserfall des Landes, besuchen. Außerdem Old Tjikko, eine 9.550 Jahre alte Fichte und der älteste bekannte individuelle Klonbaum. Das bedeutet: Der sichtbare Baum selbst ist zwar nicht so alt, aber er wächst immer wieder aus dem gleichen, uralten Wurzelsystem nach.

Naturwunder gibt es in Dalarna zuhauf. »Die Täler« bedeutet der Name auf Deutsch. Die größte Stadt, Borlänge, hat kaum 42.000 Einwohner. Doch auch Kulturfans kommen auf ihre Kosten: In Sundborn kann man das Wohnhaus des Malerpaars Carl und Karin Larsson besichtigen – ein Gesamtkunstwerk aus Aquarellen, Textil- und Möbeldesign. In Mora lädt ein Museum dazu ein, das Werk von Anders Zorn zu entdecken, einem der bekanntesten schwedischen Künstler. Im Süden liegt das jahrhundertealte Kupferbergwerk von Falun – einst die größte Kupfermine Europas, heute UNESCO-Weltkulturerbe und Museum.

Für Schwedenfans ist der Besuch ein Muss, denn hier wurde, aus Abfallprodukten der Kupfergewinnung, das Falunrot erfunden. Auch bekannt als »Schwedenrot«.
Infos: visitdalarna.se/en/biking/biking-dalarna

Streckenmarkierungen und ein Einstufungssystem sowie weitere Tipps helfen Bikern, die für sie perfekte Strecke zu finden.
© Katjana Lacatena / carolineseidler.com
Streckenmarkierungen und ein Einstufungssystem sowie weitere Tipps helfen Bikern, die für sie perfekte Strecke zu finden.

 

Erschienen in
Falstaff TRAVEL Magazin 03/2025

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Verena Carola Mayer
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