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Touristen in der Masse

Touristen in der Masse
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Overtourism: Weshalb und wo?

Reise

Touristenmassen sind die Kehrseite der neuen Reiselust – was steckt hinter Overtourism und welche Destinationen sind besonders betroffen?

Overtourism bezeichnet das Phänomen, wenn zu viele Touristen eine Destination besuchen, was negative Auswirkungen auf die Umwelt, Infrastruktur und die lokalen Gemeinschaften haben kann. Es kann außerdem zu einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten und einer Verdrängung der lokalen Bevölkerung führen. Diese Problematik betrifft eine Vielzahl von Orten weltweit und wird speziell im Sommer an den beliebtesten Destinationen verstärkt.

Venedig in Italien ist ein Paradebeispiel für Overtourism. Die malerische Stadt zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an, was zu einem Anstieg der Mietpreise und einem Verdrängungsdruck auf die Einwohner führt. Darüber hinaus tragen die Kreuzfahrtschiffe, die in der Lagune ankern, zur Verschlechterung des ökologischen Gleichgewichts bei.

Barcelona in Spanien hat ebenfalls mit Overtourism zu kämpfen. Die Stadt hat in den letzten Jahren eine stetig steigende Zahl von Touristen verzeichnet, was zu Überlastungen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Sehenswürdigkeiten führt. Die Einwohner haben sich über den Lärm und die Verdrängung aus Wohngebieten beschwert.

In Thailand ist Maya Bay, bekannt aus dem Film „The Beach“, ein weiteres Beispiel. Die Bucht musste geschlossen werden, um die durch übermäßigen Tourismus verursachten Umweltschäden zu beheben.

Maya Bay, Phuket, Thailand.
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Maya Bay, Phuket, Thailand.

Auch auf der Insel Santorin in Griechenland ist Overtourism ein Problem, da die schmalen Gassen und kleinen Strände die riesigen Besucherzahlen kaum bewältigen können.

In den USA ist das Naturschutzgebiet Zion National Park von dem Phänomen betroffen. Die hohe Anzahl an Besuchern hat einen erheblichen Einfluss auf die Wildtiere und die natürliche Landschaft. Gleiches gilt für den Machu Picchu in Peru, wo Erosion und Abfallmanagement ein großes Problem darstellen.

Nach der Coronapandemie waren viele Destinationen froh, dass das Interesse der Touristen wieder steigt. Doch nun sind es an vielen Orten schon wieder zu viele. Es ist daher für die Zukunft wichtig, ein Gleichgewicht zwischen dem Bedürfnis nach wirtschaftlicher Entwicklung und dem Schutz der Umwelt und lokalen Gemeinschaften zu finden.

Redaktion
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