Die besten 10 Restaurants für Mittlere Preisklasse in Niederösterreich
Jedes Gericht ist eine stimmige Komposition in vollendeter Abstimmung: Jakobsmuschel mit Roscoff-Zwiebel, Hühnerhaut und XO-Sauce wird zur Aromenmelodie. Eine der Topadressen Niederösterreichs.
Es passiert nicht allzu oft, dass sich der Einkaufswert eines Weinkellers über Mittag von einem Mittelklassewagen in Richtung Rolls-Royce verändert. So geschehen Mitte Mai in Langenlebarn. Da lud Eigner Johannes Praskac die neue Weinkarte im Restaurant »Das Wolf« hoch. Der 27-jährige Juniorchef des für Pflanzen und Gartengestaltung bekannten Tullner Clans kümmert sich neben Marketing und Planung exklusiver Privatgärten auch um das Lokal, das sein Vater Wolfgang 2011 lieber kaufte, als das Stammwirtshaus der Familie Immobilienentwicklern zu überlassen. Nach einer wirtschaftlich bewegten Geschichte führen die Praskac das Haus nun selbst. Im Mai zunächst eine Küchen-Doppelspitze verkündet, nun kam es noch mal anders. Mit Mark Lukaseder wurde ein Küchenchef mit Bezug zur Region gefunden. Zuvor war er in Toni Mörwalds Stammhaus in Feuersbrunn für die Gourmetküche verantwortlich. Im »Das Wolf« wurde gleich einmal entschieden, den bisherigen »Menüzwang« aufzuheben und auf österreichische Grundprodukte umzustellen. Die paprikageprägte Edelfischsuppe wird über nur unter der Wärmelampe erwärmte rohe Zanderwürfel eingegossen. Eine sommerlich frische Vorspeise: Tagliata von XO Beef mit Rucola, Parmesan in Balsamico-Vinaigrette. Pflicht ist ein Signature Dish Lukaseders: herrlich mürbe, hocharomatische Rindszunge – wieder vom XO Beef – als Rolle mit Rucola und Krenmayonnaise in Kernölemulsion. Stubenküken – aus heimischer Zucht eine Rarität – wird als Brust und knusprig frittiertes Haxerl mit Mais3 serviert – Süßmaiscreme, gepoppter Mais plus Maissegmente. Unprätentiöse Landhausküche mit besten Zutaten. Ins Staunen – siehe oben – kommt man nun in Sachen Wein. Einerseits war die Karte schon bislang außergewöhnlich jahrgangstief – insbesondere bei jenen Winzern, für die Praskac schon mal Gärten gestalten durfte. Siehe Hirtzberger, Tement, Lackner-Tinnacher, Ott und Co. Zu Schloss Gobelsburg besteht eine besondere Beziehung – Johannes Praskac ist mit Weingutstochter Anna Moosbrugger liiert. Und dann kam jener Moment, als im Ziegelkeller – einst die Dorfdisco – die Kollektion eines befreundeten Weinsammlers eingelagert wurde. Bordeaux-Fans dürften sich über Einzelflaschen von Lafite bis Lafleur freuen. Eher ausflippen könnten Burgunder-Connaisseurs – Perrot-Minot, Prieuré Roch, Tino Kuban – you name it. Dazu allerlei von Sine Qua Non, sogar der rare US-Chardonnay Aubert ist vertreten. Und fahren muss auch niemand, zur ÖBB-Haltestelle sind’s dreißig Sekunden.
Wo Kulinarik zur Inszenierung wird und alle Sinne gleichermaßen anspricht: Die Küche zeigt sich produktbezogen, saisonal und weltoffen. In bis zu acht Gängen wird Genuss auf höchstem Niveau zelebriert.
Die Region wird hier kulinarisch in Szene gesetzt: Demeter- und Bioprodukte, Fleisch und Fisch von höchster Qualität. Gewürzt wird mit Kräutern und Aromen aus Garten, Wiese und Wald – pure Naturküche.
Beeindruckend sind Küche und Keller! Großartige Wein- und Champagnerkarte, kreative Küche und ein Gastgeber, der es lokal ohne Dogmen liebt. Zutaten aus einem engen Radius, am liebsten vom »Donaugartl«.
Eine Topadresse im Wienerwald: draußen idyllisch am Teich, drinnen romantisches Scheunenambiente. Exzellente Qualität, vor allem in der Wildküche. Eine Legende: der grandios bestückte Weinkeller.
Küche und Keller auf Augenhöhe: Küchenchef Erwin Windhaber setzt auf beste Produkte und feine Aromatik. Seine Gerichte sind präzise komponiert – die Weinempfehlungen zu den Abendmenüs sind ein Muss!
Die zwei Spitzenköche verwandeln Topzutaten von Gärten und Weiden des Hofs und auch von anderswo in Bodenständiges, aber auch in tolle Menüs. Ein Musterbeispiel für zeitgemäße Landwirtschaft. Gute Weine!
Es wird gekocht, wie es anders kaum einer wagt: Waldviertel trifft Welt, Produkte aus der Region auf Exotik – da kommen oft unkonventionelle Mischungen heraus. Michael Kolm denkt Heimat global.
Zweigleisig fährt Tomaž Fink, der Wanderer mit Klassikern (Top-»Wiener«) erfreut, Gourmets aber sein elaboriertes Chef-Menü – im Takt der Jahreszeiten abgewandelt – serviert. Gekonnt, in beiden Stilen!
Region und Natur sind Mike Nährers Kompass. Er verwandelt heimische Zutaten in moderne, feinsinnige Teller. Gartenkarotte mit Polenta, Misoschaum und Mandel-Quinoa – ein echtes veganes Meisterstück!
Theresia Palmetzhofer zählt zu den besten Köchinnen des Landes – und das zeigt jeder Teller. Teils traditionell, teils sehr unkonventionell, aber optisch wie geschmacklich stets auf höchstem Niveau.
Seit drei Jahrzehnten gelebte Familientradition mit guter Aussicht. Hier im Haslauerhof wird regional gekocht, saisonal gedacht und mit Donaublick serviert. Fleisch, Fisch, vegetarisch – alles top!
Wenn Erwin Schwarz nicht in der Küche oder im Garten steht, feilt er an neuen Ideen für die saisonale Karte. Er liebt bodenständige, regionale österreichische Küche – Schmorgerichte und Ragouts haben Tiefgang.
Unter Österreichs legendärsten Gastwirten nahm Josef »Pepi« Sodoma stets eine Sonderrolle ein. Sein Tullner Gasthaus »Zur Sonne« nannte niemand so, seit Jahrzehnten fuhr man »zum Sodoma«. Gemeint waren er als Gastgeber und die exzellente Küche seiner Frau Gerti. Und wenn Samstagabend der letzte Gast weg war, ging es richtig los – die Sodomas setzten sich ins Auto und brausten zu den besten Weingütern im Süden oder den feinsten Restaurants Europas. Das hatte zwei Auswirkungen: einen vor allem im Kapitel Italien bestbestückten Weinkeller. Und eine Küche, die stets viel mehr bot als Beliebigkeiten. Vor ein paar Jahren haben sich diese beiden Sodomas – nun in den 70-ern – in den ersten Stock des Hauses zurückgezogen. Unten übernahmen fließend die Kinder Susanne als Gastgeberin und Markus als Küchenchef – beide in den 50-ern. Und was ist der Unterschied? Keiner. Der geschmorte Ochsenschlepp in Nussbutter mit Pioppini – »sehr heißer Teller« – ist Soulfood wie eh und je. Die Grammelknödel mit warmem Krautsalat haben Referenzcharakter. Immer wieder taucht Neues auf wie Frühlingsrolle vom Beinfleisch mit Paprikakraut. Als Sommelier und Mann für alles agiert Jan Finz fast wie ein weiteres Familienmitglied. Wer wissen will, was Kontinuität heißt, sollte hier einkehren.
Hier gelingt der Sprung vom urigen Wirtshaus in die Moderne. Die Küche denkt Tradition weiter: Saibling mit Topinambur oder Kalbsbries mit schwarzem Knoblauch zeigen Raffinesse und viel Feingefühl.
Natur und Kulinarik aus dem Waldviertel tragen die klare Handschrift von Norbert Steiner. Er setzt auf regionale Produkte, präzises Handwerk und Aromen mit Tiefe. Grandiose Weinauswahl inklusive!
Gutes aus dem Waldviertel fusioniert mit den Aromen Asiens – mutig und trotzdem bodenständig. Muscheln mit Yuzu, Reh-Frühlingsrollen und Co zeigen: Dieses Wirtshaus hat Geschmack und Weltoffenheit zugleich.
Gehobene Wirtshausküche mit Seele. Vom Supperl bis zum Dessert zeigt sich große Qualität in jedem Detail. Familie Nehr setzt auf Handarbeit – sogar das Schlagobers wird hier noch von Hand geschlagen.
Kaum jemand umsorgt Gäste so wie Silvia und Hermann Haidinger. Auf jeden Wunsch wird eingegangen – ob Fleisch, vegetarisch, Unverträglichkeiten, regional oder international – oder einfach extra Extras.