Die besten Almhütten in Niederösterreich
Rindssuppe mit Kräuterfrittaten, Linsen mit Knödeln, ein herrlicher Schweinsbraten oder doch gleich was Süßes – Buchtel oder Strudel? Wer das Hubertushaus in den Gutensteiner Alpen besucht, könnte vor große Entscheidungen gestellt werden. Zur Ablenkung: das Panorama genießen.
Wer nach der Familienwanderung auf dem Schneeberg die höchstgelegene Schutzhütte Niederösterreichs (2.049 Meter) erreicht, wird sich über Ausblick und Bergsteigerkost gleichermaßen freuen. Die Produkte kommen großteils aus der Umgebung. Tipp für Romantiker: Hüttenhochzeit feiern.
Im Naturfreundehaus, auf einem südlichen Ausläufer des Schneebergs gelegen, lässt man niemanden hungrig weiterwandern. Die Karte ist umfangreich und bietet neben beliebten Klassikern auch Ausgefallenes wie vegane Hüttensuppe, nepalesische Momos oder Marillen-Hühner-Curry.
Nach einem kalten Skitag die wohlige Wärme der mediterranen Küche genießen – italienische Klassiker auf höchstem Niveau, denn serviert wird auf 2400 Meter Seehöhe. Frische Antipasti, cremiges Risotto und perfekt al dente gegarte Pasta. Auch morgens kann man zum Frühstücken einkehren.
Man möchte fast meinen: Alle Wege führen zur Enzianhütte in den Wiener Alpen. Immerhin sind es elf Routen aus drei Bezirken. Und auch die Küche spielt eine große Klaviatur: tolle Frühstücksvariationen, Wildgerichte, selbst gebackene Mehlspeisen und Kräuter aus dem eigenen Garten.
Beliebt bei Wienern und Wienerwäldern: Die Kammersteinerhütte liegt westlich von Perchtoldsdorf und ist nach kurzer Wanderung rasch erreicht. Die Karte bietet eine schöne Auswahl von Rindsuppe über Gulasch bis zu Schafkäse-Rucola-Laibchen und Knödeln. Danach: Palatschinken!
Die gut erreichbare Hütte auf der Rudolfshöhe in den Traisener Vorbergen ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Mountainbiker und Wochenendausflügler. Auf der großen Sonnenterrasse schmecken Traditionsgerichte ebenso wie hausgemachte Mehlspeisen und Weine von der Raritätenkarte.
Inmitten eines herrlichen Wander- und Mountainbikegebiets – und fernab jeder Licht- und Lärmverschmutzung – begeistert die familienfreundliche Hütte in den Türnitzer Alpen mit herrlicher Hüttenkulinarik und saisonal inspirierten Speisen. Immer gut: die hausgemachten Strudel.
Bodenständige, ökologische Schutzhausküche ist das Credo in der holzschindelverkleideten Kaiserkogelhütte im Ökodorf Eschenau über den Dächern von St. Pölten. Bärbel Riegler verwöhnt Wanderer auf 716 Metern mit beliebten Hüttenklassikern und hausgemachten Mehlspeisen.
Die frische Almluft auf 1.230 Metern Höhe, der herrliche Panoramablick ins Tal und die malerische Landschaft des Wechselgebiets sind Kulisse für die bodenständige Küche des Berggasthofs. Vom Almfrühstück über Wildspezialitäten bis zum Grander-Quellwasser ist hier alles besonders.
Wer die Reisalpe – den höchsten Gipfel der Gutensteiner Alpen – erklimmt, wird mit einem einmaligen 360-Grad-Panorama belohnt. Für Belohnung auf dem Teller sorgt Wirtin Helga Zöchling, die auf der großen Terrasse Spezialitäten vom Lilienfelder Voralpenwild sowie Saisonales serviert.
Die älteste Hütte in den niederösterreichischen Voralpen bietet heute wie damals uriges Ambiente und herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Auch die Aussicht in Töpfe und Pfannen macht Freude: Das Angebot ist saisonal ausgerichtet, wobei Klassiker wie Braten gesetzt sind.
Über den Themenweg NATURerleben-Wancurasteig erreicht man die nach einem Skipionier benannte Zdarsky-Hütte in den Türnitzer Alpen. Drumherum begeistern seltene Blumen, auf dem Teller deftige Hüttenklassiker, etwa handgerollte Knödel in vielen Varianten, Braten und Mehlspeisen.
Nach einer kurzen Wanderung vom Parkplatz in Moorbad Harbach erreicht man die idyllisch gelegene Nebelsteinhütte, von deren Terrasse das Waldviertler Land bestaunt werden kann. Karin Hruska verwöhnt mit bodenständig-regionaler Hüttenkost und vegetarischen Schmankerln.
Zu Fuß, mit den Skiern, per Fahrrad oder Auto erreichbar, liegt das Grebenzenhaus mitten im Naturpark auf 1660 Metern Seehöhe und lockt mit großer Sonnenterrasse sowie gemütlichem Zirbenstüberl. Das vielseitige Speisenangebot orientiert sich an saisonalen Zutaten aus der Region.
An der Nordseite des Schneebergmassivs lädt die besonders nachhaltig geführte Hütte zu Fernblicken – bei Schönwetter bis zum Neusiedler See – und ausgesprochen guter Kulinarik ein, die vom knusprigen Schweinsbraten bis zu Veganem reicht. Gemütliche Stuben für kleine, feine Feste.
Rote Geranien am Balkon, grüne Wiesen drumherum und Herzhaft-Überbackenes im Pfanderl: Auf der Pottschacherhütte mit Blick aufs Semmeringgebiet sorgt Wirtin Bianca Krenthaller dafür, dass man gern noch länger sitzen bleibt. Legendär sind die selbst gemachten Grammelknödel.
Die besonders kinderfreundliche Ybbstalerhütte auf 1.343 Metern Höhe im Wildnisgebiet Dürrenstein weiß sowohl Familien als auch Alpinisten mit ehrlicher Hüttenkost zu begeistern. Die Zutaten, etwa das Fleisch für das herrliche Holzofenbratl, kommen fast nur aus der Region.
Die Hütte ist neu renoviert, bietet Schlafzimmer für Wanderer, Räume für Feste und begeistert mit traumhaftem Sternenhimmel in klaren Nächten. Was auch begeistert: die ausgezeichnete »Slow-Food«-Küche von Bernhard Schwarz – von feinen Käsetellern bis zu selbst gemachten Torten.
Mehrere Wander- und Radwege führen auf die Lilienfelder Hütte (956 Meter) auf der Nordseite des Muckenkogels. Gekocht wird täglich frisch, und auch für Vegetarier ist immer etwas dabei: herzhafte Suppen, große Jausenbrote, Gemüselaibchen, Braten und Selbstgebackenes von Sabine.