"kinderfreundlich" Restaurants in Baden-Württemberg
Torsten Michel hält das legendäre Gourmetrestaurant weiter auf Erfolgskurs, seine kreative Küche bewegt sich auf internationalem Weltklasseniveau. Das gilt auch für die umfangreiche Weinkarte.
Wer nach klassischem Hochgenuss strebt, ist bei Martin Herrmanns Spitzenküche seit Jahrzehnten an der richtigen Stelle. Die Weinbegleitung von Sommelier Christophe Meyer steht der Küche in nichts nach.
Als im Januar 2020 das Stammhaus der »Traube Tonbach« niederbrannte, drohte ein Stück Schwarzwälder Gastronomiegeschichte in Schutt und Asche zu versinken. Doch der Wiederaufbau gelang in beeindruckender Manier – und markierte den Auftakt eines der eindrucksvollsten Comebacks der deutschen Spitzengastronomie. Ein Beleg dafür ist das »1789«, benannt nach dem Gründungsjahr des Traditionsbetriebs. Küchenchef Florian Stolte, zuvor verantwortlich für die ebenfalls besternte »Köhlerstube«, hat hier seinen Stil konsequent weiterentwickelt. 15 Reisen nach Südostasien prägen seine Handschrift, die klassisch französische Techniken mit thailändischen, japanischen und vietnamesischen Aromen verknüpft. Den Auftakt bildet ein verspieltes Streetfood-Erlebnis mit Fine-Dining-Attitüde: Wer Glück hat, bekommt Sommerrollen, Papayasalat mit Ponzu-Hollandaise und Satay-Spieße direkt am Pass serviert – ein Gruß in der Küche, der sofort Fernweh weckt. Der elegant warme Gastraum daneben überlässt Stoltes Kreationen die große Bühne. Etwa die abgeflämmte Gelbschwanzmakrele mit Imperialkaviar oder die beeindruckende Gänseleber, gleich doppelt interpretiert: scharf angebraten, sodass der Kern herrlich cremig bleibt, mit Trüffeljus glasiert und mit Pfifferlingen, daneben als Eis mit Sellerieragout. Auch beim Dessert bleibt die südostasiatische Linie präsent: Kokosparfait mit Erdbeerpfeffer-Eis und Thai-Basilikum-Gel lassen einen kurzen Moment offen, ob man sich noch im Schwarzwald befindet. Der Service ist herzlich, mit einer Bescheidenheit, die kaum nötig wäre.
Markus Waibel und Dominik Holl kochen eine pointierte Crossover-Küche – mittwochs und donnerstags als kleines, freitags und samstags als großes Menü. Rund ums Jahr gibt es zudem besondere Events.
Hans-Harald Reber entlockt regionalen wie mediterranen oder exotischen Produkten aufregende Facetten. Zur raffinierten Landhausküche gesellt sich Fleisch höchster Qualitätsstufe aus dem Reifeschrank.
Sehr gepflegt präsentiert sich das in zweiter Generation geführte Fachwerkhaus mit den blauen Fensterläden. Thomas Wolf kocht hier filigrane Geschmacksbilder, die noch den Geist der Haute Cuisine atmen.
Mit Gasthaus, Kochkursen, Catering oder Delikatessenhandel hat die Familie Widmann ein Älbler Genussimperium geschaffen. Die kreativ-regionale Gourmetküche setzt dem allem die Krone auf. Der Besuch lohnt.
Bei pikant-scharfem Papayasalat und Crispy Chicken Burger »Asia Style« hätte Wilhelm Hauffs »Schatzhauser« wohl einen Schreck bekommen, aber es gibt hier auch Linseneintopf und Maultaschen. Schmeckt klasse.
Die Familie Fehrenbacher schafft in ihrem Adler den feinen Spagat zwischen Bodenständigkeit und Hochküche. Hier wird der Klassik gehuldigt, die sich vortrefflich mit modernen Einflüssen und Aromen verträgt.
Im gemütlichen Ambiente präsentiert Chef Claudio Urru seine passionierte Idee von gehobener Landküche genauso wie seine ausgefeilten Gourmetmenüs zwischen Färöer Kaisergranat und heimischem Rehrücken.
Thomas Merkle weiß, wie man genussvoll überrascht: entweder mit einem Überraschungsmenü oder mit Kreationen wie Seidentofu mit Biotomaten und Roggen-Sojasauce oder Wachtel mit Entenleber und Trüffel.
Regionale Produkte, schnörkellos zubereitet, sind die kulinarische Basis der Küche des beliebten Restaurants. Gerd Windhösel zaubert daraus erstklassige Gerichte – ein Meister seines Fachs!
Sot-l'y-laisse vom Schwarzfederhuhn, dazu Jakobsmuscheltatar, Haselnüsse und Curry: Mit raffinierten Gerichten weiß sich Küchenchef Nicolai Biedermann in dieser kulinarischen Hochburg zu behaupten.
Schwungvolle, saisonale Genussküche im Kunsthotel nahe der Grenze zu Straßburg mit größtenteils Produkten beziehungsweise Gerichten aus der Region. Mediterrane Ausflüge sind ausdrücklich erlaubt.
Familie Hupfer steht in dritter Generation für eine feine, nachhaltige Regionalküche. Mit Raffinesse zubereitet, kommen in der gemütlichen Gaststube vor allem bodenständige Klassiker auf den Tisch.
Das Gasthaus blickt bis ins Jahr 1604 und damit auf viel Tradition zurück. Der französische Charme zieht sich durch, besonders beliebt sind die »Bistro du Raben«-Abende mit Meeresfrüchteplatten oder Bouillabaisse.
Bernd Pils interpretiert die französische Küche neu und saisonal. Im Mittelpunkt steht der unverkennbare Geschmack, etwa von hausgemachtem Entenleberparfait oder Heilbuttfilet in Rotweinbuttersauce.
Ein starkes Doppel in der urgemütlichen »Alten Stube« des »Romantik Hotel Spielweg«: Hier trifft Wild aus eigener Schwarzwälder Jagd auf asiatische Zubereitungstechniken. Küchenchefin Viktoria Fuchs startet mit einer knusprigen, aromastarken Wildenten-Frühlingsrolle samt mariniertem Chinakohl und umamireicher Salzpflaumensauce, gefolgt von ihrem Signature Dish: Wildschwein-Dim-Sum mit butterzartem Teig und herzhafter Füllung. Asiatische Aromen sind hier kein Modetrend, sie sorgen beim Wild für eine frische Note. Seit Jahren schon perfektioniert die junge Köchin ihre kreative Schwarzwald-Asia-Fusion und zeigt Fingerspitzengefühl für dominante Kräuter wie Koriander. Wie bei der behutsam auf den Punkt gegarten, weil innen leicht glasigen Lachsforelle mit erfrischendem Thai-Curry in einer leichten Schärfe. Die Produktqualität ist über alle Zweifel erhaben, Regionalität kein Marketing, sondern von der ganzen Familie Fuchs gelebte Realität. Wild aus eigener Jagd, Käse aus der Spielweg-Käserei, Steinpilze sammelt Viktoria Fuchs gerne selbst. Zudem ist es praktisch, wenn das Weinanbaugebiet Markgräflerland gleich um die Ecke beginnt; bis zum Kaiserstuhl oder nach Frankreich ist es auch nicht weit. Die Weinkarte listet entsprechend Highlights aus Baden wie dichte Spätburgunder oder einen erfrischenden Gutedel vom aufstrebenden Weingut Köpfer, dessen Fruchtnoten von weißem Pfirsich kongenial zu Fuchs’ Asia-Aromen passen. Wer gut gereifte, große Gewächse aus Burgund und Bordelais oder Weine aus naturnahem An- und Ausbau bevorzugt, wird ebenso fündig und freut sich über eine faire Kalkulation. Tipp: Im Sommer sitzt man schön auf der ausladenden Terrasse.
Die Enoteca macht sich als Ort des großen kulinarischen Selbstverständnisses für Kulinariker unersetzlich. Einfach richtig gut essen – und das mit italienischer Seele. Sehr gut kuratierte Vinothek.
Michael Grünbachers klassische Küche fußt auf besonderen Spezialitäten aus nah und fern. Seine Bauernente mit Knödel schmeckt ebenso köstlich wie der Adlerfisch mit Bouillabaisse-Sud und Favabohnen.