"kinderfreundlich" Restaurants in Burgenland
Ja, die Mittelmeermöwe brütet am See. Nicht nur als Namensgeber, sondern auch als Symbol für mediterrane Einflüsse dient sie im Spitzenlokal. Wermutmousse oder Forellen-Basilikum-Rolle belegen das.
Man könnte sich auf die einzigartige Optik verlassen. Doch mit regionalen Erzeugern (»Saps Kraut«, »Leithaland-Gemüse«) bekommt diese Austro-Küche eine Richtung. Köstliche Ausnahme: Vorarlberger Käse.
Als 2024 das Bio-Landgut Esterházy in Donnerskirchen einen alten Schweinestall zum Restaurant machte, gab es zweierlei anzumerken. Architektonisch war die Übung sehr gut gelungen – man beließ die Zeichen der alten Nutzung wie Futtertränken oder die Schienen einer Mistbahn. Schilfverkleidung und gutes Licht machten aus einer Halle ein stimmiges Lokal. Kulinarisch kam man dagegen ins Stolpern, die Gastronomie schien nicht annähernd so zu Ende gedacht wie die Optik. Drei Jahre später ist alles anders. Man hat eine ordentliche Weinkarte, das Personal wurde aufgestockt. Und vor allem – mit Peter Zinter kam ein renommierter Küchenchef, der das gesamte Potenzial der Esterházy-Güter und Ländereien zu schätzen weiß. Denn abseits von hofeigenen Wanderhühnern oder Angusrindern nennt man gigantische Jagdgründe sein Eigen. Schon in Zinters letzter Wirkungsstätte, dem Wiener Gasthaus »Stern«, konnte man die Resultate seiner Jagdleidenschaft auf der Karte studieren. So kann es passieren, dass als Mundhappen des »Hofmenüs« Pastrami einer vor zwei Monaten geschossenen Krickente aufgetragen wird, zusammen mit geräucherter Welscreme auf Knusperbrot. Bei »Bio-Angus X White Panther« kommen gar nicht so dünne Tranchen roher Tafelspitz mit rohen Gebirgsgarnelen, wobei die markant sauer eingelegten Zwiebeln das Ensemble eher stören als begleiten. Herausragend: roh marinierter Hirsch – zu einer Kugel geformt und in Schnittlauch gewälzt – mit Bio-Dotter und hauseigenem »Bio-Pannonier«-Brot. Hier stammt der Zander nun wirklich aus dem Neusiedler See und wird in hinreißender Sauerkraut-Beurre-blanc serviert. Und ganz wichtig – die Esterházy-Schnitte macht dem Haus keine Schande.
Über zwanzig Jahre sorgt die unverwechselbare Kulinarik direkt am Wasser für leichten Genuss. Wer Fleisch möchte, bekommt es auch, den Kern bilden Fische wie Zander – Salzwassertiere gibt’s auch.
Hier bedeutet ein großes Haus auch viel kulinarische Freude über den Tag verteilt. Porridge und »Ruderbrot«, die hohe Cremeschnitte und ein Cocktail, aber auch Geflügelleber und Bauernente – alles da!
Wonach den Golfern und anderen Gourmets der Sinn steht, Didi Jandrisits hat es meist parat. Ob es Wok oder Steak sein soll, Salat mit Grillkäse oder der Sekt zum »Hole-in-one« – so geht Gastlichkeit!
Lässig und klar international wie seine Weine legt Scheiblhofer die Kulinarik an. Trüffelpizza und Fish and Chips dürfen sein, die Seewinkler Produkte haben dennoch Platz im entspannten Genussreich.
Tatar, Steaks oder Spare Ribs stellen die letzte Stufe der Kreislaufwirtschaft rund um das »Bull Beef« dar. Doch auch ohne Gang durch die Info-Ausstellung schmecken die (zumeist) fleischlichen Genüsse.
Regionaler Pionier der veganen Küche, aber auch Meister der Rindsuppe und der Wildgerichte. Bei Philipp Szemes geht das alles zusammen. Maxime des Kochs und Whisky-Sammlers bleibt: Schmecken muss es!
Vier Fixpunkte tragen die kulinarische Tauber-Welt: Fisch, Steak, Burger und Pizza. Und wem noch Beliebtes fehlen sollte – Schnitzel gibt es immer am Mittwoch, Samstag ist Backhendltag. Mahlzeit!
Die Bestseller im Dorfwirtshaus sind klassisch: Rindsuppe, schulmäßiges Schnitzel und natürlich Somlauer Nockerl. So lieben es die Gäste bei der Familie Gregorits, die auch für Wildbret bekannt ist.
Nicht nur auf der Homepage ist »Mulatság« ein Schlagwort. Denn auch kulinarisch ist am Brennpunkt des Strandbads immer etwas los: Cocktails, Brunch am Sonntag oder einfach ein Schnitzel zwischendurch!
Pizza aus dem Steinofen findet man öfter, gelebte »Italianità« selten. Denn man versteht sich neben Meeresfisch und »frutti di mare« – seltene Disziplin im Binnenland! – auch auf die süße Abteilung.
Mit der Tankstelle und dem ersten Herbert begann es bei den Treibers. Heute kümmert sich der dritte Herbert um den Wein zu den Genüssen: etwa zum »Hausreindl«, der Hühnerleber oder einem Pfeffersteak.
Das Motto stammt aus dem »Dschungelbuch«, das Wirtshaus aus dem Bilderbuch: So warten Schneckenpfandl und Wild neben großartigem Martinigansl (im Herbst) und Maroni-Schnitten nach Omas bewährtem Rezept.
Traditioneller Familienbetrieb. Im Sommer geht es bei Grillabenden mit musikalischer Begleitung hoch her, sehr beliebt sind auch die knusprigen und doch zarten Calamari. Im Herbst locken Wildwochen.
Nicht nur geografisch ein Mittelpunkt des Orts. Bei Paul Braunstein versteht man sich auf Gastlichkeit und den kulinarischen Jahreskalender: von Krautsuppe bis Karfiolsteak, Spargel bis Gansl-Leber.
Kulinarische Ideen gehen Michael »Der Graf« Graf nicht aus – im Foodtruck oder beim Catering kann man das nachvollziehen. Homebase ist aber das Gasthaus, in dem Tomatenrisotto ebenso lockt wie Schnitzel.
Ins 13. Jahr startet Marc Peischl mit seinem Dorfwirtshaus der anderen Art. Die Ideen gehen ihm bei Cordon-Bleu-Freitagen und Grillabenden keineswegs aus. Neu ist zum Beispiel die Uhudler-Vinothek im Haus.
Hungrig geht keiner! Schon zum Frühstück wird aufgetischt, danach hat man die Qual der Wahl beim riesigen Angebot: Prime-Rib-Steaks für Hungrige (450 Gramm), Burger, aber auch Gröstl oder Kasnocken.