"Regelmäßige Live-Musik" Heurige in Wien
Der gebürtige Tiroler Norbert Walter sammelte während acht Saisonen auf unterschiedlichen Almen Erfahrung in Sachen Käse, bevor er sich 2004 in die idyllische Buschenschank am Bisamberg verliebte. Dort keltert er zu Tiroler Spezialitäten – Speck und Käse – edle Burgundersorten.
»Herrgott aus Sta« ist eines der bekanntesten Lieder des legendären Karl Hodina. Er trat hier schon als kleiner Bub auf – und zu seinen Ehren erhielt der Betrieb den Namen. Zu Schweinsbratl oder Stelze (auf Vorbestellung) gibt’s Wein von Leth und Pittnauer.
Im Schatten der steinalten Platane im weitläufigen Betrieb am Fuß des Bisambergs werden unter anderem großzügig zusammengestellte Buffetmenüs aufgetragen. Dazu empfiehlt sich das eine oder andere Flascherl vom überaus präzise gekelterten »Gemischten Satz« des Hauses.
»Freuen Sie sich auf ein Glaser Glück«, lautet das Motto. Was nicht schwerfällt bei diesem Paradebetrieb mit seinem romanischen Garten und den vielen Anekdoten. Stammgast Leopold Figl etwa bereitete sich hier auf die Verhandlungen zum Staatsvertrag vor.
»Am Berg« werden nicht nur kalte Speisen geschmaust – bei Feiern übrigens auch warme – und durch das Prädikat »Landessieger« geadelte Weine ausgeschenkt. Es finden hier auch regelmäßig musikalische Veranstaltungen statt. Hübscher Garten und uriges Presshaus.
Draußen in Hetzendorf wuselt hektisch der Verkehr – drinnen im Hof unter den steinalten Pappeln tischt der bayerische Biopionier Marc Mössmer Fish'n'Chips, Ceviche und Co. auf. Die Ware stammt aus dem Waldviertel, der Steckerlfisch genießt echten Kultfaktor.
Richard Lentner, die dritte Generation des familiengeführten Betriebs am Jedlersdorfer Platz, keltert aus sechs Hektar am Bisamberg die unterschiedlichsten Qualitätsweine. Idyllischer Innenhof, hausgemachte Kulinarik. Interessant auch: der »Gleichgepresste«.
Bei einem der schönsten Heurigen der Stadt schmücken rote Blumenkisterln das traditionelle Haus, daneben laden klassische grüne Bänke zum Verweilen ein. Österreichische und saisonale Spezialitäten. Tipp: hausgemachter Winzersekt (in Kooperation mit Kattus).
»Einen Liter Wein (Riesling oder Veltliner), einen Liter Soda«, bestellen Profis, denn die Schankware gilt als Referenz. Wobei auch die anderen Weine eine Klasse für sich sind. So wie das Buffet. Zwar keine große »Aussicht«, doch toller Innenhof mit alten Bäumen.
Naturnaher und nachhaltiger Riesling der Toplage »Untere Schos« am Nussberg ist die stolze Domäne der Familie Grötzer. Inmitten blühender Weingärten mit Panoramablick über Wien schmeckt er noch viel besser. Stammgäste schwören zudem auf die warmen Buchteln.
Im Schatten alter Kastanienbäume oder im alten Gewölbekeller serviert Wirtin Claudia Maly-Schaber hausgemachte Speisen sowie ausgewählte Weine. Beliebt: Rohscheiben, Maly-Salzstangerln mit Schinken, Käse und Kren, faschierte Laberln, Schweinsbraten und Süßes!
Der Platzhirsch am Platzl vis-à-vis der Grinzinger Pfarrkirche glänzt mit großer Auswahl an Speisen und ausgewählten Weinen. Trumer Bier gibt’s vom Fass, Tafelspitz, Gulasch und Zwiebelrostbraten in heimischer Bio-Qualität und hauseigenen Grappa vom Burgunder.
Weine aus eigenem Anbau, prämiert sind »Roesler« sowie »Wiener Gemischter Satz«. Authentische Schmankerln von nachhaltigen Betrieben, von der herzhaften Blunzen bis zu ausgewählten Käsespezialitäten. Eigener Kinderspielplatz inmitten der Weinreben. Barzahlung!
Nomen est omen. Grandioser Ausblick über die Stadt, aber auch hervorragende Küche (Empfehlung: gegrillter Saibling!). Tipp: Vom Winzer kommentierte Riedenwanderungen, Weinverkostungen und Jause in den besten Rieden des Bisambergs – inklusive Kutschenfahrt!
»Der Dornbacher Pfarrer steckt aus, da bleibt doch ka Weintrinker z'Haus«, heißt es in einem bekannten Heurigenlied. Apropos Wein: die Spezialitäten sind Prälatenwein (Chardonnay) und Grüner Veltliner; daneben Produkte und kalte Speisen aus eigener Erzeugung. Hübscher Innenhof.
Einer der Klassiker am Fuße der Maurer Lange Gasse mit ihren zahlreichen Heurigen. Anrainer und zahlreiche Stammgäste schätzen den Wein, aber auch die üppige Auswahl an warmen und kalten Gerichten. Montags bis freitags gibt es einen Tagesteller. Knuspriger Schweinsbraten!
Die Maurer Lange Gasse gilt als Zentrum der hiesigen Heurigenkultur – entsprechend vielfältig ist auch das Angebot an Weinen. Die Habitués schätzen ferner das »Haus-Cordon«, rustikal interpretiert mit Salami. Und danach: Palatschinken oder Somlauer Nockerln.
Schon von Weitem lockt der traditionelle Familienbetrieb mit seiner leuchtend gelben Fassade. Im Winter ist’s innen besonders romantisch mit Kerzenlicht und den holzbeheizten Kachelöfen. Heurigenbuffet und »à la carte«; windgeschützte Terrasse; super Salate!
Seit über einem Jahrhundert existierte hier ein kulinarischer Betrieb namens Müller. Mit Weinen aus dem nahen Neustift und Salmannsdorf, mit einem reichhaltigen kalt-warmen Buffet. Der Name rührt noch vom Großvater Müller, denn der war ein gelernter Friseur.
Ob in rustikalen Gewölben mit den urigen Stüberln oder dem efeubewachsenen Garten: Auf der üppigen Speisekarte ist für jeden etwas dabei – wie auch beim Wein. Apropos: Der gut bestückte Weinkeller ist einen Besuch wert. Es gibt hier sogar Châteauneuf-du-Pape.