"Sonntags geöffnet" Bars in Wien
Ungewöhnlichste Cocktails entdecken und nebenbei Musik-Bingo spielen? Bei Kan Zuo ist das kein Widerspruch. Die Atmosphäre darf laut sein, die Karte muss witzig sein und an exquisiten Kreationen herrscht kein Mangel, seit diese Wunderwelt vor bald 20 Jahren ihre Tore geöffnet hat. Bob Dylan würde sagen: »Forever young«!
Das Leitthema, um nicht zu sagen der Leit-Index, ist unter dem neuen Barteam geblieben: Finanzthemen werden kreativ in saisonale Cocktailkarten übersetzt – zuletzt etwa mit den fünf Investorentypen. »Innovation«, »Independance« und »Opportunities« werden nicht nur als Cocktailnamen großgeschrieben. Tolles Barfood!
Die Cocktails sind mindestens so beeindruckend wie das glamouröse Ambiente der »D« alias »Discovery« Bar. Die hochwertige Qualität und die professionellen Barkeeper inszenieren jeden Signature Drink zur perfekten Guest Experience. Eines der Geschmackshighlight: »Isla Verde« mit Rum, Avocado, Kokos, Wasabi und Molke.
Die Mixologen sind wahre Meister ihres Fachs und gehören zu den renommiertesten der Stadt. Mit Kreativität und Präzision experimentieren sie mit Zutaten, Aromen und Techniken, um Einzigartiges zu erschaffen. Auch Klassiker gelingen fehlerlos; der Negroni, um ein Beispiel zu nennen, überzeugt mit perfekter Balance.
Hoch über der Stadt sorgen die Sonnenuntergänge hinter der Rooftop Bar des The Ritz-Carlton, Vienna für Wow-Momente. Mit einem Glas »Perrier-Jouët« ist der ideale Sundowner zur Hand. Das Angebot ist vielfältig und dem Hause entsprechend immer extravagant, luxuriös und von höchster Qualität. Der Service »auf dem Dach« ist ebenfalls top!
Legende mit einhüllender Atmosphäre fern des Alltags. So präsentiert sich der Nukleus des Wiener Barwunders heute. Bei Rum- und Whisk(e)y-Drinks hat man hier Endgegner und Elysium in einem vor sich. Die reich bestückte Raritätenecke beschreibt man am besten mit einem Song des Säulenheiligen Dean Martin: »That's Amore«!
Diese Bar gehört auf jede Bucketlist für Fans gehobener Getränkekultur. Exklusive Baratmosphäre, elegantes Auftreten und Qualität in Perfektion. Die Karte beeindruckt mit edlen Spirituosen und raffinierten Kreationen. Wer es klassisch mag, ist mit einem »Kir Royal« bestens beraten – zeitlos und passend zum Ambiente.
Dem Feuerwerker Stuwer verdankt das Viertel, in dem der »Truth&Dare«-Ableger residiert, seinen Namen. Anders als beim Paten, den der Regen oft austrickste, liebt man hier aber Flüssiges: vom perfekt gekühlten Bier bis zu den Feinheiten aus der Botanik, mit denen Mike van Bruggen und Lukas Werle ihre Cocktails am liebsten aromatisieren.
Man will sich wohlfühlen in seiner Lieblingsbar, vielleicht auch mal etwas besprechen, auch Romantisches. All das ist möglich in dieser entspannten Umgebung. Beflügelt werden die Gespräche von kleinen Gerichten, vor allem aber flüssigen »conversation pieces« wie dem »O' 75« – in der Regel leicht-spritzigen Highballs.
O, che bello! Ums Barfood braucht man sich im italienischen Herzen des Hotels keine Sorgen machen. Focaccia, Arancino oder Calamari warten. Für ebenso authentische Getränke sorgt Roberto Cozzolino. Ein Traum à la Amalfi ist sein »Agrumi Ipnotico«, dazu kommt der »Garibaldi« mit Ananas oder ein schulmäßiger »Bellini«.
Beim herrlichen Blick über die Stadt kann man schon mal den Inhalt der Gläser vergessen – das wäre hier aber ein Fehler, reicht das Angebot doch von Klassikern über Mules und »Lifestyle«-Sprizz-Varianten bis zur großen Auswahl kreativer Signature Cocktails wie den »Netflix and Chill« mit seinem Karamell-Popcorn-Aroma.
Es kann nur eine geben! Seit 1908 steht die »Loos« für eine urwienerische Genusskultur. Und daher darf Marianne Kohn auch darauf bauen, dass ihre Stammgäste einen Drink wie den »De Rigueur« fehlerfrei bestellen können. Wobei die Gastgeberin selbst auch gern »verlängerten« Champagner empfiehlt. Stilvoll halt, Oida!
Einst war die »Reiss« quasi Gründungsmitglied der neueren Wiener Barszene, nach einer Berg- und Talfahrt in der jüngeren Vergangenheit erlebt das ikonische Lokal nun eine Renaissance – dank äußerst kundiger Mixologie: Mit »Basil Smash« wie aus dem Lehrbuch und einer »Bitter Sweet Symphonie«, die dem Namen alle Ehre macht.
Hier wirken keine Barkeeper, sondern echte Mixologen – Meister ihres Fachs, die Sensoriker, Komponisten und Performancekünstler zugleich sind. Inspiriert vom Barpaten Theophil Hansen übersetzen sie Eleganz ins Glas. Beeindruckende Architektur, einzigartiges Ambiente und viel Raum für Inszenierung. Top: die »Paloma«!
Von der Kaffee-Tagesbar geht man nachmittags zum lässig beschallten After-Work-Hotspot über. Dann wird ganz im Sinne des weltumsegelnden Namensgebers einmal um den Erdball gemixt: Von einem »Trieste« mit Ramazotti, Traube und Lavendel bis in das ferne »Tahiti« mit Guave und hausgemachtem Cordial geht die Trinkreise.
Ein Stück Wiener Barkultur lebt mit dem alten Mobiliar der legendären Mounier Bar weiter und wird modern in Szene gesetzt. Das Aquarium ist zweifelsohne der Blickfang und Jahrzehnte schon Markenzeichen. Bei den regelmäßigen Jazzabenden sind die Plätze an der Bar heiß begehrt. Die Cocktailkarte bietet alle Klassiker.
American Bar im Kolonialstil, die einen ins goldene Zeitalter der 1920er-Jahre versetzt. Beim Ambiente kommt Nostalgie auf. Man nimmt Platz auf einer der Ledergarnituren, Cocktail in der Hand, und genießt die Klänge von Dean Martin und Co. Neuester It-Drink: »Gin Gimlet Cucumber« mit hausgemachtem, mazeriertem Gurken-Gin.
Längst nicht nur Touristen lieben den Traumblick über Riesenrad und Prater hinaus. Doch vor lauter Weitsicht (sommers auch mit chilligem Livesound) und gewohnt feiner Sharing-Küche vergisst man beinah, dass auch die Bar echt was kann: Gemixt wird kreativ und gern mal exotisch (Passionsfrucht!), aber nie übertrieben.
Nach dem Fine Dining noch einen fancy Cocktail in luftiger Höhe und dabei die Aussicht zu genießen, gehört im Hotel einfach dazu. Großartiges entsteht an der Bar – dank echter Profis am Shaker. Der »Espresso Martini« von Stefan Wasserl ist ein echtes Trinkerlebnis. Für »Walk-ins« empfiehlt es sich, unbedingt zu reservieren.
Der Short-Trip in die Karibik erfolgt im Hoxton auf höchstem Niveau: Passionsfrucht-Mojito und Piña Colada versprühen sommerliche Tropical Vibes auf dem Dach. Zwar fehlt der Meerblick, doch der majestätische Ausblick über Wien und das stylishe, farbenfrohe Interieur suchen ihresgleichen. Reservieren nicht vergessen!