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Food Market in Shanghai

Food Market in Shanghai
© Shutterstock / Symbolbild

Lieber Pizza als Xiaolongbao? Reisende vermeiden Gerichte, die sie nicht aussprechen können

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Nicht jedes Gericht scheitert am Geschmack – manche tun es bereits an der Aussprache. Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche internationalen Spezialitäten Reisende besonders häufig meiden, weil ihre Namen als sprachliche Herausforderung gelten.

»Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht« – das besagt ein bekanntes deutsches Sprichwort. Und was Reisende nicht aussprechen können, das bestellen sie nicht. Das hat eine aktuelle Umfrage der Reise-App »Omio« ergeben. Falstaff TRAVEL stellt die Speisen vor, deren Namen wahre Zungenbrecher sind, und die daher oftmals nicht im Mund landen.

Reisen eröffnet neue Perspektiven, auch kulinarisch. Doch der Griff zu unbekannten Speisen scheitert mitunter nicht am Geschmack, sondern bereits an ihrem Namen. Laut der aktuellen Umfrage von »Omio« haben 33 Prozent der Befragten schon einmal bewusst auf ein Gericht verzichtet, weil sie nicht wussten, wie man dessen Namen richtig ausspricht.

Scham vor falscher Aussprache

Urlaubende plagt oft die sogenannte »Pronunciation Anxiety«, Angst vor der Aussprache. Statt kulinarischer Neugier bestimmt in solchen Situationen die Sorge, sich zu blamieren oder unangenehm aufzufallen. Das führt dazu, dass manche international bekannten Spezialitäten seltener bestellt werden, als ihre Beliebtheit vermuten lässt.

Top 5 an kulinarischen Zungenbrechern

Besonders häufig bereiten Gerichte aus asiatischen Sprachräumen Schwierigkeiten. An der Spitze der Umfrage steht Xiaolongbao: 47 Prozent der Befragten stuften den Namen der chinesischen Teigtaschen als schwer aussprechbar ein. Die mit Fleisch und heißer Brühe gefüllten Dumplings gelten vor allem in Shanghai als Klassiker und haben längst weltweit Fans gefunden. Das Wort liest sich übrigens schwieriger als es auszusprechen ist. Man sagt: »Schau-long-bau«.

Auf Platz zwei folgt Tteokbokki mit 43 Prozent. Die würzigen Reiskuchen zählen zu den bekanntesten Streetfood-Gerichten Südkoreas und sind auch außerhalb Asiens zunehmend populär. Sprachlich bleiben sie für viele jedoch eine Herausforderung. Richtig muss es heißen: »Ttok-bo-kki«.

Deutlich dahinter rangieren Orecchiette mit 21 Prozent. Die charakteristische Pasta aus Apulien gehört zu den Klassikern der italienischen Küche, ihr Name sorgt jedoch bei rund jeder fünften Person für Unsicherheit. Hier kommt die Aussprachehilfe: »O-rek-kjet-te«.

Auch französische Spezialitäten scheinen Respekt einzuflößen. So nennen 18 Prozent der Befragten Mille-feuille (auszusprechen wie »Mil-föj«), das traditionelle Blätterteig-Dessert mit Cremefüllung, als schwer aussprechbar. Ebenfalls in den Top fünf landet die provenzalische Fischsuppe Bouillabaisse (»Bu-ja-bess«), deren Name für 14 Prozent eine sprachliche Hürde darstellt.

Einmal Orecchiette, bitte
© Shutterstock
Einmal Orecchiette, bitte

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht allein die Bekanntheit eines Gerichts entscheidend ist, sondern auch die Vertrautheit mit der Sprache, aus der sein Name stammt. Je fremder die sprachlichen Strukturen erscheinen, desto größer scheint die Hemmschwelle beim Bestellen zu werden.

Weniger Berührungsängste lösen dagegen Speisen aus, deren Namen bereits international etabliert sind oder als leichter verständlich wahrgenommen werden. Dazu zählen etwa Ceviche (7 Prozent), Gnocchi (5 Prozent), Souvlaki (5 Prozent), Pho (4 Prozent), Bruschetta (3 Prozent), Chorizo (3 Prozent) und Ratatouille (3 Prozent).


Travel-Redaktion
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