Cold Play: Die trendigsten Wintersportarten
Diesen Winter lockt uns das Schneeparadies nicht nur auf die Skier, sondern auch in die Laufschuhe und Steigeisen. Sportarten abseits des Skizirkus versprechen nicht nur neue Abenteuer im Schnee, sie bringen auch unsere Muskulatur in Fahrt.
Auf Skiern oder Snowboard alpine Pisten hinabzuwedeln, ist für viele wohl der Inbegriff des Wintersports. Dabei spielt sich dieser längst nicht mehr nur auf den beiden Brettern ab – auch abseits der Carvingkante warten zahlreiche Abenteuer, die uns hinaus in die Kälte führen und zugleich fit machen.
Nervenkitzel zwischen Eis und Schnee
Wer im Sommer gern die Laufschuhe schnürt, der findet mit etwas Übung auch im Winter Freude am Ausdauerlauf. Besonders Sportliche wagen sich dabei ans Trailrunning im Schnee: Die verschneiten Wege führen über Stock, Stein und vorbei an Panoramablicken auf Winterwälder und vereiste Bergseen. Da die Routen nun auch für Erfahrene ganz neue Herausforderungen bergen, gilt es, sich gut vorzubereiten. Kurse für Neugierige und Neulinge gibt es dafür allerorts, egal, ob in Seefeld-Leutasch in Österreich oder in St. Moritz im Schweizer Engadin. Dort lernt man, sich richtig auszurüsten – mehr Schichten, Stirnlampen und Schuhe mit gröberem Profil oder Spikes zu tragen – und seinen bisherigen Trailrunning-Stil anzupassen. So verlangt unsere Muskulatur bei kalten Temperaturen nach längeren Aufwärmphasen, wir machen kleinere Schritte im langsameren Tempo. Die Runde durch die einsame, eisige Natur macht also nicht nur stolz, sie hält uns als kraftaufbauendes Ganzkörper-Work-out auch in Form.
Gleiches gilt fürs adrenalingeladene Gletscherklettern. Mit viel Muskelkraft und Geschick erklimmt man gefrorene Wasserfälle, während sich rundum ein Palast aus ewigem Eis erhebt. Diese frostige Welt sollten sowohl Anfänger:innen als auch Kletterprofis nur unter der Leitung erfahrener Guides betreten. Sie kennen die idealen Wetterbedingungen im Gletscher, leiten ihre Gruppen sicher durch die Spaltenzonen und zeigen ihnen die Geh- und Steigtechniken sowie das Hantieren mit Klettergurt, Steigeisen und Eispickel. Die Wintersportart verlangt ein hohes Maß an Ausdauer und Stärke – ist dafür aber ein ganzheitliches Kraft- und Ausdauertraining, das mental stärkt und die Kälteverträglichkeit erhöht. Einsteigerkurse bieten etwa das Hotel »DAS VIER« mit seinen Eisklettercamps im Pitztal oder das »Grand Hotel Belvedere« in Wengen mit Kursen an den eisigen Steilwänden der Engstligenalp.
Auf dem Schneeweg
All jene, die es weniger aufregend mögen, verbringen die sportlichen Stunden stattdessen bei geführten Wanderungen und Touren. Hier stapft man in stiller Eintracht durch das unberührte Weiß, erklimmt winterliche Hügel, spaziert durch Wälder und Täler. Jeder Schritt, der tief in die glitzernde Fläche sinkt, stellt eine kleine Herausforderung für sich dar – denn so wildromantisch die Zeit im Schnee sein mag, so schweißtreibend kann der Weg auch sein. Belohnt wird man dafür mit dem Wissen, dass die 10.000 Schritte im Schnee und an der frischen Luft gut für die Gesundheit sind. Denn: Das aerobe Training wirkt positiv auf Kondition, Herz-Kreislauf, Balance und sogar unser Stresslevel. Tolle Angebote gibt es auf der Seiser Alm mit ihrer weiten Hügellandschaft und in der Region rund um die Jungfrau in der Schweiz.
Wer die schweißtreibenden Stunden im Schnee hinter sich gebracht hat, hat sich die Wellness- oder kulinarische Belohnung danach wahrlich verdient. Die Region Sportgastein lädt an den Vollmondnächten zum einzigartigen Dinner unter freiem Himmel. Hier blickt man bei Haute-Cuisine-Genuss in die Sterne, lässt das Erlebte Revue passieren – und plant bereits das nächste Abenteuer im Schnee.