Moderne Laser und ihre Möglichkeiten
Moderne Technologien machen es möglich: Dort, wo klassische Kosmetik nicht mehr greift, setzen moderne Laser an. Sie sind minimalinvasiv und maximal effektiv. Und die neue Superkraft im Anti-Aging-Bereich.
Wäre es nicht wunderbar, wenn es ein Geheimrezept gegen Akne und Sommersprossen, Fältchen und Pigmentflecken gäbe? Gegen hormonelle Hautunreinheiten und die üblichen Zeichen der Zeit wie schlaffe Haut und Krähenfüße? Das gibt es! Moderne Lasersysteme können diverse Hautveränderungen behandeln und bügeln nicht nur Fehler der Zeit aus, sondern machen uns generell ein Stück hübscher. Natürlich können Laser schon lange das Hautbild verbessern, indem Flecken und Härchen entfernt werden. Tatsächlich werden sie bereits seit den 1960er-Jahren auf diesem Gebiet eingesetzt. Seitdem ist allerdings viel passiert. Unter Lasertechnik versteht man zwar noch immer einen gebündelten, fokussierten und hochenergetischen Lichtstrahl, den man sich auch als Blitz vorstellen darf. Aber statt wie früher mit viel Energie möglichst tief in die Haut einzudringen, geht man heute lieber sanfter und öfter ans Werk. Während klassische Laserbehandlungen bei Dermatolog:innen bisher primär Tattoos oder Haare entfernten – und das durchaus schmerzvoll ausfallen konnte, können moderne Lasersysteme diverse Hautveränderungen behandeln und sind dabei maximal schonend für die Epidermis – und zu unserem Gemüt.
Vier Laser, vier Anwendungsgebiete
Er ist zwar kein Anti-Aging-Allheilmittel, kann aber fast alles reparieren, was der Zahn der Zeit uns zugefügt hat: Der Fractional Laser gilt als State of the Art unter den Strahlenkanonen. Mit ihm werden gezielt mikroskopisch kleine Wundkanäle in das Hautgewebe geschossen. Die dadurch produzierten kleinen Wunden regen die körpereigene Kollagenbildung an. In der Folge entsteht neues Bindegewebe, welches das gesamte Hautbild verfeinert. Der Look ist frisch, ebenmäßig und glatt. Und das Beste daran? Das Ergebnis fügt sich harmonisch in das Erscheinungsbild der Patient:innen ein, da das Verfahren die Selbstheilung der Haut nützt! Allen Enthusiasmus ob dieser neuen Möglichkeiten in Ehren, sollte man seine:n behandelnde:n Ärzt:in mit besonderem Bedacht wählen: Nachdem die Haut die Fähigkeit zur Selbstregulation nur in ihren unten liegenden Schichten hat, ist die richtige Behandlungstiefe für den Erfolg ausschlaggebend. Dementsprechend gilt diese Methode als Königskür und ist kostenintensiver als andere. Selbstredend darf auch nur ein:e hoch qualifizierte:r Ärzt:in mit Erfahrung und Expertise diese Aufgabe durchführen. Hingegen sehr bekannt und jahrelang erprobt ist der IPL-Laser oder die IPL-Methode, genauer gesagt, die »Intense Pulsed Light«-Methode, die zur dauerhaften Haarentfernung angewendet wird und hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt wird. Was weniger bekannt ist: Auch Reibeisenhaut und die unschöne Hautkrankheit Rosacea kann damit für immer verabschiedet werden. Der Nd:YAG-Laser hat nicht nur einen unaussprechlichen Namen, sondern auch eine unaussprechlich gute Wirkung: Er besteht aus einem Kristall, der Laserlicht erzeugt und gepulst abgibt. Dabei wird die genaue Wellenlänge definiert und kann so Gefäßerweiterungen wie Besenreiser und Blutschwämme behandeln. Diese natürlichen Alterserscheinungen treten nicht nur besonders gerne und plakativ auf Nase und Wangen auf, sondern sind auch unvermeidlich. Das bedeutet: So gut wie jede:r macht früher oder später mit diesem Laser Bekanntschaft. Das Gute daran: Er ist so hocheffektiv, dass es für Blutschwämme und Co. meist nur eine Behandlung benötigt, damit sie für immer verschwinden.
Die neueste Lasertechnik nennt sich »SculpSure«, eine moderne Methode der Fettreduktion, die im Prinzip ähnlich wie CoolSculpting funktioniert – und deshalb auch unter dem Namen »WarmSculpting« firmiert. Während bei CoolSculpting die Fettzellen im Körper eingefroren werden, werden bei WarmSculpting – man ahnt es schon – die Fettzellen durch Hitze dauerhaft zerstört. Dabei muss man keine Angst vor der Behandlung haben: Die sogenannten Adipozyten werden zwar auf 45 Grad Celsius erhitzt, aber die Hautoberfläche (wo sich die Nerven befinden) wird durch eine Saphir-Kühlspitze am Laserkopf angenehm gekühlt. Man spürt nichts und es setzen – anders als so manches Mal beim CoolSculpting – keine Nachwehen ein. Aber Achtung – auch hier heißt es: »Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.« »SculpSure« ist aktuell der erste und einzige Body-Contouring-Laser, der mit Wärme arbeitet und in heimischen Gefilden zugelassen ist! Das klingt alles nach Science-Fiction? Stimmt. Und ist dabei doch pure Wissenschaft! Behandlungsmöglichkeiten mit Lasern sind vielseitig und grundsätzlich sind diesen keine Grenzen gesetzt. Sie bieten schonende und effektive Techniken zur Behandlung der Haut und runden so das Konzept ganzheitlicher Therapien ab. Obwohl es bei Lasern heute viel sanfter zugeht als noch vor ein paar Jahren, sind die Techniken besonders effektiv, die Ergebnisse natürlich und die Heilung geht sehr schnell. Zu beachten gilt es dennoch einiges, kein Wundermittel kommt ohne Beipackzettel aus – selbst Superman hatte trotz Omnipotenz und Laseraugen eine Schwachstelle namens Kryptonit. Das Kryptonit von ästhetischen Laserbehandlungen ist die Sonne! Deshalb ist jetzt auch genau die richtige Zeit für eine minimalinvasive Behandlung, denn Winterzeit ist Laserzeit … sofern man nicht einen Urlaub im Hochgebirge oder auf den Malediven gebucht hat. Zwar sollte man auch bei Botox und Fillern die Sonne meiden, aber gerade bei Laserbehandlungen ist dies für ein paar Tage unerlässlich! Die behandelte Haut ist gegenüber UV-Licht vollkommen schutzlos und darf auch nicht mit Sonnencreme belästigt werden. Ihr Heilungsprozess ist mit einer Absonderung von Feuchtigkeit und Schorf verbunden. Diese sollten in den ersten Tagen einzig mit einer beruhigenden, antiseptischen Creme in Berührung kommen. Aber keine Sorge, auch hier machen sich das Wunder Laser und Mutter Natur schnell wieder bemerkbar: Sobald sich der Schorf von selbst löst, kommt neue, rosafarbene Haut zu Vorschein. Schön und frisch.