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© Jason Alvarez, pexels

Art Basel 2026: Die wichtigsten Highlights vor dem Start

Kunst
Angewandte Kunst
Messe
Schweiz

Vom 18. bis 21. Juni 2026 wird Basel wieder zum Treffpunkt der internationalen Kunstwelt. Diese Arbeiten, Projekte und Ausstellungen sorgen schon jetzt für Aufmerksamkeit.

Vom 18. bis 21. Juni 2026 wird Basel erneut zum Treffpunkt für Galerien, Sammler, Museen und Kurator aus aller Welt. Die Art Basel gilt als wichtiger Seismograf des Kunstmarkts, doch ihr Einfluss reicht längst über die Messehallen hinaus. 2026 stehen besonders jene Projekte im Fokus, die Kunst in den öffentlichen Raum tragen, neue Perspektiven eröffnen und Basel für wenige Tage zum Taktgeber der Gegenwartskunst machen.

1. Ibrahim Mahama auf dem Münsterplatz

Wenn eine Arbeit die Art Basel 2026 prägen könnte, dann jene von Ibrahim Mahama. Der ghanaische Künstler ist für monumentale Installationen bekannt, in denen Stoffe, Fundstücke und Arbeitsmaterialien zu eindrucksvollen räumlichen Erzählungen werden. Für Basel ist »The God of Small Things« auf dem Münsterplatz angekündigt. Die Arbeit greift auf Gummirückstände aus einer Fabrik in Ghana zurück und verwandelt den historischen Platz in ein Gefüge aus Material, Erinnerung und politischer Geschichte.

2. VOLTA Basel 2026

Chong Gallery, Marcos Navarro, Bruja, 2025, Oil on Linen © Billy Hodgins, Art Basel
Chong Gallery, Marcos Navarro, TheOthersWeBecome 2026, Oil onLinen © Billy Hodgins, Art Basel
Rebecca Hossack, Gallery Naomi Hobson, Girlfriends, 2025 © Billy Hodgins, Art Basel
Filafriques Reggie Khumalo, Victories in Vines, 200x300cm, 2024, acrylic and fabric on canvas © Billy Hodgins, Art Basel

Auch abseits der Art Basel lohnt sich der Blick auf die VOLTA Basel. Die Messe findet vom 17. bis 21. Juni 2026 in Halle 4.U des Kongresszentrums statt, nur wenige Gehminuten vom Messeplatz entfernt. Für ihre 21. Ausgabe positioniert sich VOLTA erneut als Plattform für aufstrebende Künstler:innen, internationale Galerien und neue Stimmen im jungen zeitgenössischen Markt. Inhaltlich rückt die kommende Ausgabe Fragen nach Heimat, Nation, kultureller Herkunft und persönlicher Verankerung in den Fokus. Neu angekündigt ist außerdem die Sektion »Frische!«, die experimentelle kuratorische Ansätze und junge Galerien stärker sichtbar machen soll.

3. Haegue Yang auf der Mittleren Brücke

Im Parcours ist Haegue Yang mit einer skulpturalen Intervention auf der Mittleren Brücke angekündigt. Ihre Arbeiten verbinden industrielle Materialien, Licht, Bewegung und Alltagsobjekte mit mythologischen Referenzen. In Basel trifft diese Praxis auf Rhein, Brücke und Stadtraum. Die Arbeit führt Kunst aus dem White Cube heraus und setzt sie in Beziehung zu einem der markantesten Orte der Stadt.

4. Kader Attia im UBS-Atrium

Installation view of Kader Attia
The Hubris of Modernity
Regen Projects, Los Angeles
May 22 – June 21, 2025 @ Regen Projects, Press Release
Installation view of Kader Attia
The Hubris of Modernity
Regen Projects, Los Angeles
May 22 – June 21, 2025 @ Regen Projects, Press Release

Kader Attia zählt zu den wichtigen politischen Stimmen der Gegenwartskunst. Für Parcours 2026, der öffentlichen Kunst Sektion der Art Basel ist seine Installation »Untitled (Rainsticks)« im Atrium der UBS Aeschenvorstadt angekündigt. Mechanisierte Rainsticks erzeugen dort Klänge, die zwischen Wasserbewegung und Gewitter changieren. Die Arbeit verbindet Körper, Klang und Architektur mit Fragen von Verletzung, Reparatur und Erinnerung.

5. Unlimited als Monumentalraum der Messe

Unlimited gehört zu den zentralen Sektionen der Art Basel. Das Format zeigt Arbeiten, die den klassischen Messestand sprengen. 2026 sind 59 großformatige Projekte angekündigt, darunter Installationen, Skulpturen, Filme, Performances und immersive Räume. Genannt werden unter anderem Isa Genzkens Installation mit Flugzeugfenstern und verlassenen Passagiersitzen, Theaster Gates’ monumentale Arbeit mit mehr als 1.000 Sake-Flaschen sowie Tracey Emins Strandhütte auf einer Holzpier-Struktur.

Wenn die Art Basel in die Stadt hinausreicht

Die Art Basel 2026 folgt damit einem Ton, der viele Messen in diesem Jahr prägt: weg vom reinen Hallenformat, hin zu Stadt, Außenraum und besonderen Orten. Brücken, Plätze, Atrien und öffentliche Räume werden zu Schauplätzen einer Kunst, die den Messestand verlässt und stärker mit ihrer Umgebung arbeitet.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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