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(c) Dorotheum

MODERN & ZEITGENÖSSISCH: HERBSTAUKTIONEN IM DOROTHEUM

Advertorial
Kunst
Schmuck

Kunstfreunde werden begeistert sein: Das Dorotheum lädt zu den Auktionen der »Contemporary Week« im Dorotheum vom 28. November (Moderne) bis zum 29. und 30.November 2023 (Zeitgenössische Kunst). Auch Juwelen und Uhren laden zum Anlegen ins Schöne ein.

Kunst ist mehr als attraktives Investment. Wie unterschiedlich die künstlerischen Positionen der Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts sein können, belegt einmal mehr das vielfältige Angebot der Dorotheum-Auktionen.

Zeitgenössische Kunst

Revolutionäre Kunst muss abstrakt sein, lautete das Credo des italienischen Künstlers Emilio Vedova. Mit Verve und vollem Körpereinsatz bezeugen seine rohen brutalen Pinselstriche und Gesten die Realität einer von Unruhen erschütterten Welt. Wie auch das in der Auktion angebotene, in Schwarz und Rot gehaltene Bild »Per la Spagna«.

»Kunst und Revolution« lautete, ganz 1968, die als Vortrag ausgewiesene Veranstaltung der Wiener Aktionisten im Hörsaal 1 der Universität Wien, die in die Annalen der Kunstgeschichte als »Uni-Skandal« einging. Günter Brus war einer der Akteure. Angeboten wird eine unbetitelte, 1962 entstandene gestische Arbeit des Jahre später Rehabilitierten. Radikal ging auch Arnulf Rainer mit seinen Serien von Übermalungen vor. Ein Werk aus 1964 zeigt die fast völlige Auslöschung des ursprünglichen Motives durch schwarze Farbe.

Aufruhr und Kampf ist bei Maria Lassnigs Werken stets stellvertretend auf die eigene Person bezogen. In ihren Körperzustandsbildern hebt die in der letzten Dekade weltweit gerühmte Künstlerin auf einzigartige Weise innere Befindlichkeiten ins menschlich Allgemeine. Und benennt sie mitunter: „Der rote Zorn“ ist ein hervorragendes Beispiel für ihre vielfach ausgezeichnete Kunst, ihre „Körpergefühlsfarben“. Eine seltene frühe, im Jahr 1948 entstandene Zeichnung, ein Porträt ihrer Eltern, lässt Späteres erahnen.

Licht spielt die Hauptrolle in den Werken von Heinz Mack. Mit Adolf Luther und Günther Uecker als Teil der Gruppe Zero, wollte er nach den Weltkriegen symbolisch wieder bei Null beginnen und die Kunst revolutionieren. Eine vierteilige Serie »Quartett« thematisiert die Gestaltbarkeit von Licht als Medium und Material, indem die Spektralfarben in Abfolge dargestellt werden.

Von Daniel Richter, ehemaligen Besetzerszene-Kunst-Punk und derzeitigem Malerei-Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste Wien, steuert die Auktion eines seiner expressiven abstrakten Werke aus den 1990er Jahren bei, »TTS (Totus Tuus Sum)«.

Franz West passt zu den Revolutionären, er stellte sich mit seiner Kunst gegen die Autoritäten seiner Zeit.  »blosse verwendung als raumverzierer entspricht den intentionen nicht«, schrieb er. Seine Texte und Titel sind voller Sprachwitz, so auch bei »Die Werdung des Seienden«, eine Arbeit in fünf Abfolgen, in der er sich, charakteristisch für ihn, u. a. mit menschlicher Physiognomie auseinandersetzt.

In Italien wollten Künstler vor allem mittels neuer Raum-Konzepte à la Fontanas »Concetto spaziale« das Bild nach dem letzten Bild erforschen und erweitern. Eine dreidimensionale »Superficie Bianca« von Enrico Castellani, ein quadratisches Großformat von 1983, gibt bestes Zeugnis dieser für die Entwicklung der Zeitgenössischen Kunst des 20. Jahrhunderts wesentlichen künstlerischen Bemühungen

Respektlos und selbstironisch, mit einem Übermaß an Farbigkeit kommt William Nelson Copleys eigenwilliger Popsurrealismus daher. Sein 1969 entstandenes Gemälde »Bathing Beauties« vereint bestens des Amerikaners Markenzeichen: Sexy und augenzwinkernd, in der Darstellung bar jedes Moralismus.

Ebenfalls bei der Auktion erworben werden können u. a Werke von Stephan Balkenhol, Oscar Murillo, Giuseppe Capogrossi, Arnaldo Pomodoro, Carla Accardi, Jannis Kounellis, Victor Vasarely sowie Hermann Nitsch, Wolfgang Hollegha, Martha Jungwirth oder Brigitte Kowanz.

Maria Lassnig (Kappel, Kärnten 1919–2014 Wien)

Maria Lassnig (Kappel, Kärnten 1919–2014 Wien) "Der rote Zorn", 1984, Öl auf Leinwand, 72 x 65 cm, Auktion 29. November 2023, Schätzwert € 180.000–250.000

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Emilio Vedova (Venedig 1919–2006) Per la Spagna, no 10, 1962, auf der Rückseite signiert, betitelt und datiert, Öl auf Leinwand, 145 x 145 cm, Auktion 29. November 2023, Schätzwert € 240.000–360.000

Emilio Vedova (Venedig 1919–2006) Per la Spagna, no 10, 1962, auf der Rückseite signiert, betitelt und datiert, Öl auf Leinwand, 145 x 145 cm, Auktion 29. November 2023, Schätzwert € 240.000–360.000

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William Nelson Copley (New York 1919–1996 Key West/Florida) Bathing Beauties, 1969, Acryl auf Leinwand, 73,5 x 91,5 cm, Auktion 29. November 2023, Schätzwert € 100.000–150.000

William Nelson Copley (New York 1919–1996 Key West/Florida) Bathing Beauties, 1969, Acryl auf Leinwand, 73,5 x 91,5 cm, Auktion 29. November 2023, Schätzwert € 100.000–150.000

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Weißgold 585, Brillanten zus. ca. 5,80 ct, Saphire im Cabochonschliff, Schätzwert 20.000-34.000 Euro

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Moderne

Der spanisch-französische Künstler, Schriftsteller und Provokateur Francis Picabia nannte sich selbst ein »schönes Monster«. Aus seiner figurativen Schaffenszeit Ende der 1930er Jahre bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges stammen zwei unbetitelte Gemälde.

Mit Kurt Schwitters steht ein Picabia ebenbürtiger Wort-Bild-Akrobat mit dadaistischen Tendenzen am Auktionsprogramm. Der Schöpfer der Dada-Ursonate, des Merz-Baues und der absurden Erzählung „Auguste Bolte“ ist mit einer Assemblage aus »c 71 falling paper pieces« vertreten.

Bei der Auktion finden sich eine Reihe der in der Sammlerschaft beliebten Motive von Alfons Walde, darunter »Almen und Gletscher« ebenso wie das in Tempera auf Papier gemalte Schifahrer-Motiv »Der Aufstieg«. Das Ölgemälde „Tiroler Bergdorf“ von 1947 stammt aus der Privatsammlung von Otto Glaser, einem Österreicher, der 1938 mithilfe der Kindertransporte nach Irland ziehen und somit überleben konnte. Eine frühe Klimt-Studie für das Stadttheater in Karlsbad, in Öl auf Papier gebannte »Tafelfreuden«, kommt ebenfalls aus Glasers Sammlung.

Die unheimliche und surreale Seite der Moderne verkörpert Franz Sedlacek mit seinen neusachlich-fantastischen Arbeiten. Auch »Der Zauberer und der Harlekin« verströmt morbide Magie.

Ebenfalls im Auktionsangebot: Werke von Giacomo Balla, Renato Guttoso, Lovis Corinth u. v. m.

Juwelen und Uhren

Highlight der Juwelen-Auktion am 30. November 2023 ist ein Kaschmir-Saphir mit einer beeindruckenden Größe von knapp 14 ct. Der in einem goldenen Armband gefasste Edelstein stammt aus altem europäischem Hochadel.  Das Gutachten des Schweizerischen Gemmologischen Institutes qualifiziert die Farbe des Steines als »Blue of strong saturation« und bescheinigt damit die höchste Farbsättigung. Seine Transparenz entfaltet sich in besonderer Weise auf Grund der Schlichtheit des Schliffes in Cabochon-Form.

Die IWC Il Destriero Scafusia ist eine überaus seltene und feine Armbanduhr mit ewigem Kalendarium und Mondphase, Doppelchronograph, Minutenrepetitionsschlagwerk und Tourbillon in Gold-Gehäuse. Das Aushängeschild der Armbanduhren-Auktion vom 1. Dezember 2023 wurde 1993 anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums von IWC in einer limitierten Auflage von nur 125 Stück hergestellt.

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Alfons Walde (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Alfons Walde (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) "Tiroler Bergdorf" (Auracher Kirchl), 1947, Öl auf Karton, 39 x 29,2 cm, Auktion 28. November 2023, Schätzwert € 130.000–240.000

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Franz Sedlacek, Der Zauberer und der Harlekin, 1927, Öl auf Holz, 78 x 73 cm, Schätzwert € 160.000 – 300.000, Auktion 28. November 2023

Franz Sedlacek, Der Zauberer und der Harlekin, 1927, Öl auf Holz, 78 x 73 cm, Schätzwert € 160.000 – 300.000, Auktion 28. November 2023

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