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© Courtesy of Art Basel

Kunst im Takt der Stadt: Die Art Basel Paris 2025

Kunst
Design
Paris

Mit über 73.000 Besucher:innen, 206 internationalen Galerien und einem spürbaren Hauch von Aufbruch zeigte die Art Basel Paris 2025, dass sie längst mehr ist als ein Satellit der Basler Muttermesse. Zwischen Blue Chips und Neuentdeckungen wurde Paris erneut zum pulsierenden Zentrum der globalen Kunstwelt.

Zum zweiten Mal fand die Art Basel Paris im Grand Palais statt – und das mit überwältigendem Erfolg. »Dieses Jahr fühlte sich an wie Heimkommen«, sagte Clément Delépine, Direktor der Messe. »Das Haus hat seinen Rhythmus gefunden, und die Verbindung zur Stadt war noch nie so stark.« Tatsächlich war die Energie zwischen Kunst und Architektur, Geschichte und Gegenwart deutlich spürbar. Der ikonische Glasbau, einst Symbol französischer Grandezza, wurde zur Kulisse einer Schau der Gegenwart – dynamisch, divers, vielstimmig.

Kunst von Rubens bis Richter

Die diesjährige Ausgabe brachte 206 führende Galerien aus 41 Ländern zusammen – darunter 65 mit Standorten in Frankreich. Das Spektrum reichte von alten Meistern bis zur Avantgarde. In der Hauptsektion Galeries trafen Werke von Peter Paul Rubens, Edgar Degas und Meret Oppenheim auf Zeitgenössisches von Ai Weiwei, Otobong Nkanga, Julie Mehretu und Leiko Ikemura.

Zu den meistdiskutierten Momenten zählten Verkäufe von Gerhard Richter und Amedeo Modigliani, aber auch Neuentdeckungen wie die der französischen Impressionistin Marie Bracquemond und der koreanischen Künstlerin Lee ShinJa, deren Werke bei Sammler:innen für Begeisterung sorgten.

Alex Da Corte; Installation view of Alex Da Corte’s performance Kermit The Frog, Place Vendôme, Paris, 2025.
Presented by Sadie Coles HQ, London.

© Courtesy of the artist and Sadie Coles HQ, London

neugerriemschneider; Ai Wei Wei

© Courtesy of Art Basel

Emerging Voices und neue Perspektiven

Besonders die Sektoren Emergence und Premise machten deutlich, dass Paris längst wieder zu den relevantesten Plattformen für junge Kunst zählt. Namen wie Yu Nishimura, Ash Love oder Monia Ben Hamouda zeigten, wie selbstverständlich Themen wie Identität, Materialität und gesellschaftliche Transformation in der neuen Kunst verhandelt werden.
Auffällig war die gestalterische Bandbreite der Galerien – von intimen, konzeptuellen Präsentationen bis zu opulent inszenierten Räumen, in denen Malerei, Video und Skulptur ineinanderflossen.

Crèvecœur; Yu Nishimura

© Courtesy of Art Basel

Hauser & Wirth; Gerhard Richter

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Ein Publikum mit globalem Blick

Über 240 internationale Museen und Stiftungen waren vertreten – darunter das Centre Pompidou, das Museum of Modern Art in New York, die Fondation Beyeler, die Tate und das M+ Hong Kong.
Auch Emmanuel und Brigitte Macron sowie Kulturministerin Rachida Dati besuchten die Messe – ein politisches Signal für die wachsende Bedeutung der Kunstmetropole Paris.
»Diese Stadt hat eine unvergleichliche Energie«, meinte ein Galerist aus London. »Paris ist wieder dort, wo es hingehört – im Zentrum der europäischen Kunstszene.«

Programm zwischen Glamour und Geist

Das öffentliche Programm erstreckte sich über neun Schauplätze in ganz Paris. Mode und Kunst verbanden sich einmal mehr, etwa durch die Partnerschaft mit Miu Miu, die das Public Program zum zweiten Mal unterstützte. Auch das Format »Oh La La!«, kuratiert von Modejournalist Loïc Prigent, sorgte für Aufsehen: Galerien hängten ihre Stände während der Messe neu – ein spielerischer Bruch mit Konventionen, der den Dialog zwischen Kunst und Publikum neu belebte.

The Pill; Nefeli Papadimouli

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Sprüth Magers

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Ein Blick nach vorn

Zum Abschluss der Messe wurde bekannt, dass Karim Crippa ab November 2025 die Leitung der Art Basel Paris übernehmen wird. Er soll die Position der Messe weiter festigen und die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem französischen Kulturministerium vertiefen.
Nach zwei Jahren im Grand Palais hat die Art Basel Paris ihre Identität gefunden: nicht als Ableger, sondern als eigenständige, charakterstarke Plattform zwischen Geschichte und Gegenwart. Die Kunst hat hier, zwischen klassischer Kulisse und zeitgenössischem Denken, ihr neues Zuhause gefunden. Und Paris, so scheint es, hat wieder einmal bewiesen, dass es mehr als eine Weltstadt, nämlich ein Gefühl, das sich in Kunst verwandelt.

Yares Art

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Redaktion
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