Nach Renovierung: Casa Stradivari wird eröffnet
Die Werkstatt und das Wohnhaus des berühmten italienischen Geigenbauers sind nach vielen Jahren wieder zugänglich. Die »Casa Stradivari« ist ab 4. Juli für Besucher:innen geöffnet.
Das beschauliche, lombardische Städtchen Cremona ist Synonym für die wertvollsten Geigen der Welt. Denn hier lebte im 17. Jahrhundert der wohl berühmteste Geigenbauer: Antonio Stradivari. Seine Instrumente sind bereits seit dem 18. Jahrhundert heiß begehrt und erzielen Rekord-Verkaufserlöse. Beispielsweise wurde die Geige »Lady Blunt«, benannt nach der ersten Besitzerin, einer Enkelin von Lord Byron, 2011 für rund elf Millionen Euro verkauft. Nun eröffnet die »Casa Stradivari« ihre geschichtsträchtigen Pforten.
Geburtsstätte der brühmten Stradivari-Geigen
In dem Wohnhaus mit angeschlossener Werkstatt lebte und arbeitete der Geigenbauer ab 1667 und schuf etliche Instrumente. Die gleichnamige Stiftung ermöglichte die aufwendigen Renovierungsarbeiten. Sie wurde im Februar 2022 vom Geiger Fabrizio von Arx zusammen mit Antonio Gambardella und Stefania Soldi ins Leben gerufen. Der Violonist handelte entschlossen, nachdem er im Jahr 2020 den schlechten Zustand des dreistöckigen Hauses entdeckte. Ab 4. Juli wird das Haus nun nach vielen Jahren wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Eröffnungsdatum ist eine Hommage an den Geigenbauer, der an diesem Tag im Jahr 1667 seine Frau Francesca Ferraboschi ehelichte und das Haus in der Corso Garibaldi bezog.
Die Räume, in denen Stradivari lebte
Das renovierte Gebäude umfasst einen Ausstellungsraum, eine Bibliothek, ein Musikzimmer und einen Konferenzraum. Auch die Terrasse im dritten Stock der »Casa Stradivari« wird für Besucher zugänglich sein, um zu sehen, wo Stradivari einst seine Geigen nach dem Lackieren trocknete.