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(c) Luke Edward Hall

Style-Guide Mustermix: So gelingt der Maxi-Look

Interior Design

Streifen gemeinsam mit floralen Mustern? Leopardenprint gemeinsam mit folkloristischen Leinenaccessoires? Ja! Der Maxi-Mustermix-Trend erlaubt mutige Kombinationen. Dennoch gibt es beim Styling Dos and Dont's, die Sie beachten sollten. LIVING hat einen Expert:innen Styleguide für Sie zusammengestellt.

Verschiedene Leinendrucke gemeinsam arrangiert, bunte Vorhänge und dazu noch der eine oder andere Knallfarben-Teppich: Diesen abenteuerlichen Mustermix kennt man vor allem aus der britischen Decorator-Szene. Doch mittlerweile hat sich auch das mitteleuropäische Design-Auge an den Maxi-Look gewöhnt, bei dem Stile, Epochen, Ornamente und Farben in einer turbulenten Mischung die Wahrnehmung an den Rand der Überforderung führen. Erlaubt ist was gefällt? Beinahe! Beim Styling des Mustermix gibt es einige Dinge zu berücksichtigen, damit die 1A-Stylenote dennoch erhalten bleibt. LIVING hat sich bei internationalen Top-Interior-Stylist:innen umgesehen, die den Maxi-Trend feiern und fühlt dem bunten Treiben auf den Style-Puls.

  • 1. Wahl der Farbpalette

Zu Beginn sollten Sie eine Farbpalette planen. Welcher Farbton dominiert? Welche Farben haben bauliche Elemente wie Fußboden, Wände, Decke und Fenster? Soll dieses Farbschema beibehalten werden oder wollen Sie auch die Architektur beim Styling mit einbeziehen und neu gestalten? Gibt es vorhandenes Mobiliar, das jedenfalls seinen Platz finden soll? Wenn ja, welche Farbe hat dieses? Wollen Sie mehrere Räume mit bunten Farben und im wilden Mustermix ausstatten, ist ein Zusammenspiel - sei es in Form eines harmonischen Übergangs oder kontrastierend - elementar für ein gelungenes Endergebnis. Profis arbeiten vor allem mit Komplementärfarben oder mit Farbabstufungen.

  • 2. Dominierender Stil & Design-Epoche

Weiters ist der Stil der gewünschten oder vorhandenen Einrichtung zu beachten. Jede Design-Epoche und jeder Mobiliar-Stil lassen sich im Maxi-Look stylen. Dennoch sollte Sie sich vorab gedanklich ein Konzept zurechtlegen. Dominiert ein Stil und Sie mischen Signature-Pieces aus anderen Epochen darunter? Oder favorisieren Sie einen all-over Mix? Bei den Accessoires dürfen Sie durchaus mutig in die Styling-Kiste greifen. Empire mit Neon oder Midcentury mit Space Age Teilen sind beispielsweise durchaus ein Do!

  • 3. Farbkombinationen

Interior-Designer und prominenter Verfechter des Maxi-Looks, Luke Edward Hall, beispielsweise arbeitet mit Farbabstufungen und mit Kombination von Komplementärfarben (Titelbild). Aus floralen oder grafischen Mustern der Vorhänge, Teppiche oder des Mobiliars wird ausgewählt und dieses an anderer Stelle wiederholt. Ob Wand oder Accessoires, die Farben finden ihre Wiederholung.

Der Meister des Maxi-Looks, Martin Brudnizki, kennt die Styling-Hacks.

(c) Martin Brudnizki

Wenn Martin Brudnizki viele verschiedene Farben einsetzt, wählt er ergänzend weniger Muster.

(c) Martin Brudnizki
  • 4. Muster mit Muster oder Muster mit Farbe

Interior-Stardesigner Martin Brudnizki ist einer der renommiertesten Vertreter des maximalistischen Einrichtens. Er stylt Räume auf zwei Weisen: Entweder mischt der Star-Designer ein ausladendes Muster mit weiteren Mustern in derselben Farbe, oder er verwendet ein Muster und fügt mehrere Unifarben hinzu (Fotos oben).

  • 5. Verzicht auf Leerstellen und Neutrals 

Beim Maxi-Look werden die Räume gut gefüllt. Mobiliar, Bilder, Vorhänge, Teppiche und Tapeten werden großzügig eingesetzt und in auffälligen Farben und Mustern gemeinsam arrangiert. Leerstellen kommen quasi nicht vor. Auch der großflächige Einsatz von Neutrals entfällt.

Einrichtung und Dekor sind dicht aneinander platziert, Leerstellen entfallen.

(c) House of Hackney

Wilde Stil- und Mustermixe favorisiert auch die schwedische, in London lebende Star-Designerin Beata Heuman.

(c) Beata Heumann
Verena Schweiger
Verena Schweiger
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