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© Glamora

Wallcoverings: Wenn Wände sprechen

Angewandte Kunst
Interior Design

Interior-Experten wie Marcel Wanders und Glamora zaubern immersive Welten an die Wände, die inspirieren. 3D-Wallcoverings verleihen mit hexagonalen Fliesen und plissierten Tapeten Räumen eine poetische Tiefe und erweitern das Wohnerlebnis um eine neue Dimension.   

Wir leben in einer Zeit, in der Inszenierung und immersives Erleben gefragt sind. Die Grenzen des Üblichen zu sprengen wird auch bei der Wandgestaltung wichtig. Deshalb greifen immer mehr Interior-Designer:innen zu innovativen 3D-Oberflächen, die den Raum optisch tiefer und Wände zum atmosphärischen Hintergrund machen. Mit botanischen, geometrischen oder artsy Motiven spielen 3D-Wallcoverings mit Licht und Schatten, Haptik und Tiefe. Fliesenmosaike mit 3D-Effekt bedecken kurvige Wandverkleidungen und Bodenbeläge bis hin zu Möbeln. 3D-Tapeten verwandeln Wände in Erlebnis­flächen und öffnen Blicke auf ferne Landschaften oder optische Illusionen. Funktionelle Vorteile gibt es auch: Fliesen sind pflegeleicht und kaschieren Unebenheiten, Tapeten sind leicht austauschbar, wasserabweisend, luftreinigend und können Akustik und
Schalldämpfung verbessern.

Tiefenwirkung mit Zen

»Das Interesse an botanischen, großformatigen Motiven bleibt in der Innenarchitektur unge­brochen und entwickelt sich zunehmend weiter: Gefragt sind Kompositionen mit einer klaren materiellen und künstlerischen Tiefe«, sagt Marketingexpertin Martina Winkler von Glamora Wandverkleidungen. »Heute eignen sich 3D-Motive für große wie kleine Räume und werden mittels präziser Anpassung an die jeweiligen Wandproportionen individuell kalibriert.« Auch materialbetonte Oberflächen, die Geschichten erzählen, sind gefragt. So wurde etwa die »Eden«-Kollektion by Appiani vom Fußboden des Jugendstiltheaters Eden in Treviso inspiriert: Studio Appiani transferierte das hexagonale Mosaik des Theaters in Fliesen um und setzte es für einen Showroom ganzheitlich ein.

Als Gesamtkunstwerk ausgezeichnet wurde wiederum das Shkrub House des Kiewer Designstudios Makhno. Gründer und Architekt Serhii Makhno integrierte dort die Fliese »3D-Tetrapod« als Wandelement harmonisch zu den Erdfarben im Stiegenhaus. »Die ›Ginger-Tetrapod-Fliese‹ verströmt zenartige Ruhe. Sie eignet sich für vielfältige Designs an Wänden, Böden und anderen Oberflächen«, so Serhii Makhno.

Ruhe mit der Zen-Fliese. Die »Tetrapod«-Fliese von Makhno Studio wurde von Red Dot Design mit dem
»Best of the Best«-Award ausgezeichnet.

makhnostudio.com/project/shkrub-house-interior/

© Sergiy Kadulin

Bühne frei für Mosaik. »Eden« von Appiani bietet netzverklebte Mosaikfliesen – die Serie der Feinsteinzeugkollektion gibt es in 18 Farben, in glänzender und matter Ausführung.

en.gruppobardelli.com

© Gruppo Bardelli

Biophil und bühnenreif

Auch Designer Marcel Wanders setzte für ein Privathaus in Amsterdam auf Biophiles: Seine farbenfrohen Blumenmotive aus Bisazza-Glasmosaiken verleihen den Räumen einen künstlerischen Touch. Alle Tulpen-Motive der »Flora Kollektion« werden von Hand gefertigt und passgenau zugeschnitten.

In die Botanik taucht auch die Vinylwandverkleidung »Karuba«, Teil der »Creative Collection Chapter XVI« von Glamora, ein. Die Textur des Designs wird durch einen Canvas-Effekt verstärkt. »Diese Serie erforscht die Materialität von Pflanzenabdrücken anhand der künstlerischen Technik des Monotypie-Drucks«, so Martina Winkler.

Tropische Pflanzenwelten. Das Design »Karuba« der »Creative Collection Chapter XVI« kann als durchgehende Tapeten-Komposition bis zu neun Metern Breite ohne visuelle Wiederholung hergestellt werden.

glamora.it/de

© Glamora

In Tulpen tauchen. Marcel Wanders Glasmosaik- Fliesenkollektion für Bisazza kann an jede Oberfläche angepasst werden.

bisazza.com

© Bisazza

Erschienen in
Falstaff LIVING Nr. 3/2026

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Florentina Welley
Autor
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