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Weltfrauentag: 7 Designerinnen, die das moderne Wohnen prägen

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Zum Weltfrauentag 2026 richtet Falstaff LIVING den Blick auf 7 außergewöhnliche Designerinnen, die mit ihren Arbeiten national und international prägende Impulse für Interior und Wohnkultur setzen.

Dass Frauen seit jeher Räume prägen, zeigt sich auch in der Kunstgeschichte. In Louise-Adéone Dröllings Gemälde »Interior with Young Woman Tracing a Flower« (1820–1822) sitzt eine junge Frau am Fenster, vertieft in die Zeichnung eines floralen Motivs – umgeben von Büchern, Stoffen und Objekten. Eine Szene, die daran erinnert, dass Gestaltung oft dort beginnt, wo Beobachtung, Arrangement und Materialgefühl zusammenkommen.

Heute setzen Designerinnen im Interior Design, in der Produktgestaltung und in der Materialkultur wichtige Impulse dafür, wie wir wohnen, arbeiten und Räume wahrnehmen. Ihre Projekte reichen von maßgeschneiderten Interieurs bis hin zu international beachteten Produktkollektionen und zeichnen sich durch ein feines Gespür für Materialien, Farben und Proportionen aus.

Die folgenden Designerinnen stehen exemplarisch für diese Perspektiven und zeigen, wie vielfältig weibliche Positionen im Design heute sein können.

1. Elisabeth Auersperg: Modernes Interior mit klassischer Handschrift

Die in Wien ansässige Interior Designerin Elisabeth Auersperg steht für Interieurs, die klassische Wohnkultur mit zeitgenössischem Design verbindet. Mit ihrem Studio realisiert sie hochwertige Wohnkonzepte für private Residenzen und Stadtwohnungen. Auerspergs Projekte zeichnen sich durch eine ruhige, elegante Gestaltung aus, in der internationale Designklassiker, maßgefertigte Möbel und sorgfältig ausgewählte Materialien miteinander kombiniert werden. Ihre Interieurs wirken harmonisch und zeitlos – geprägt von ausgewogenen Proportionen, hochwertigen Stoffen und einer klaren Raumkomposition.

2. Ramona Portugalov: Luxus-Interiors aus Berlin

Die Interior Designerin Ramona Portugalov ist Gründerin des Berliner Interior Studios MONAPORT. Mit ihrem Unternehmen entwickelt sie maßgeschneiderte Interior-Konzepte für private Residenzen, Luxusvillen sowie internationale Hospitality-Projekte. Portugalovs Arbeit verbindet architektonisches Raumverständnis mit individueller Innenraumgestaltung. Neben ihrem Designstudio betreibt sie mit der MONAPORT Academy eine Ausbildungsplattform für angehende Interior Designer:innen und bietet mit »Call a Designer« auch digitale Beratung an. Zudem teilt sie ihre Ideen regelmäßig auch auf Instagram, wo sie Einblicke in aktuelle Projekte, Materialwelten und Interior-Trends gibt.

3. & 4. POLKA Designstudio: Wiener Design zwischen Alltag und Konzept

Das 2004 von Marie Rahm und Monica Singer gegründete Wiener POLKA Designstudio zählt zu den prägendsten der österreichischen Szene. Mit Arbeiten im Produkt- und Interior Design hat sich POLKA auch international einen Namen gemacht. 2024/2025 feierte das Studio sein 20-jähriges Bestehen mit einer Werkschau im Möbelmuseum Wien. Ihre Entwürfe verbinden klassisches Handwerk mit zeitgenössischer Gestaltung. Bekannt ist das Studio unter anderem für Kooperationen mit Traditionsmanufakturen wie J. & L. Lobmeyr, Wittmann oder Augarten sowie für die Gastronomie-Kollektion für Vöslauer Mineralwasser. Ihre Arbeiten zeigen, wie sich Alltagsobjekte mit konzeptioneller Klarheit und funktionaler Leichtigkeit neu denken lassen.

5. India Mahdavi: Die Kraft der Farbe im Interior

Die iranisch-französische Architektin und Designerin India Mahdavi zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des internationalen Interior Designs. Von ihrem Studio in Paris aus realisiert sie seit vielen Jahren Projekte in Architektur, Interior und Produktdesign. Bekannt wurde Mahdavi vor allem durch ihre ausdrucksstarke Farbgestaltung. Projekte wie das ikonische Restaurant Sketch in London machten sie weltweit bekannt und brachten ihr den Beinamen »Queen of Color« ein. Ihre Arbeiten zeigen, wie stark Farbe Atmosphäre und Raumwirkung beeinflussen.

6. Hella Jongerius: Internationale Stimme des Produktdesigns

Die niederländische Designerin Hella Jongerius zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im internationalen Design. Mit ihrem Studio Jongeriuslab arbeitet sie seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen traditionellem Handwerk, industrieller Fertigung und moderner Technologie. Jongerius lebt und arbeitet seit den frühen 2000er-Jahren in Berlin, wo sie ihr Studio gegründet hat und von wo aus sie internationale Projekte realisiert. Ihre Projekte reichen von Möbeln und Textilien bis zu Keramik und Farbkonzepten für große Designmarken. Ein zentrales Thema ihrer Arbeit ist der differenzierte Umgang mit Farbe und Oberfläche. Hella Jongerius zeigt, wie subtile Nuancen in Materialien unsere Wahrnehmung von Design verändern – und wie handwerkliche Sensibilität auch in der industriellen Produktion ihren Platz findet.

7. Marie-Sophie Wilhelm: Kuratierte Interieurs

Die österreichische Interior Designerin Marie-Sophie Wilhelm gestaltet Räume als sorgfältig komponierte Gesamtbilder aus Möbeln, Kunst und Materialien. Ihre Projekte verbinden zeitgenössisches Design mit ausgewählten Einzelstücken und schaffen Interieurs mit persönlicher Handschrift. Dabei steht nicht der spektakuläre Effekt im Vordergrund, sondern das ausgewogene Zusammenspiel von Farben, Licht und Texturen. Marie-Sophie Wilhelm versteht Interior Design als kuratorischen Prozess, bei dem jedes Objekt Teil einer harmonischen Raumkomposition wird.

Frauen, die Räume prägen

Die Arbeiten dieser Gestalterinnen zeigen, wie vielfältig weibliche Perspektiven im Design heute sind. Interior Design, Produktgestaltung und grafische Gestaltung greifen ineinander und eröffnen neue Blickwinkel auf unsere Wohnräume. Gerade in einer Zeit, in der Atmosphäre, Nachhaltigkeit und Materialbewusstsein an Bedeutung gewinnen, tragen diese Designerinnen entscheidend dazu bei, wie Räume gestaltet und erlebt werden.

Und der Weltfrauentag ist ein schöner Anlass, ihre Ideen und Projekte in den Fokus zu rücken und ihnen für ihre prägenden Impulse im Design zu danken.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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