»Augora Fermente«-Chefin Alexandra Liberda mit Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler © BMAW/StudioHorst
»Österreichischer Innovationspreis Tourismus 2024«: Das sind die Sieger
Tourismusstaatssekretärin Kraus-Winkler hat in Velden kulinarische Erfolgsbeispiele im Tourismus ausgezeichnet.
von Alexander Schöpf
23. April 2024
Das »Casino Velden« war am Montag Schauplatz der Verleihung des »6. Österreichischen Innovationspreis Tourismus« (ÖIT). Mit dem Preis werden innovative, kulinarische Initiativen und Erlebnisse ausgezeichnet. Verliehen wurde der von Bund und Bundesländern gemeinsam ausgelobte Award in den Kategorien »Einzelbetriebliche Initiativen« und »Überbetriebliche Kooperationen«.
»Ein nachhaltiger und zukunftsfitter Tourismus lebt von beständiger Innovation. Im Bereich der Kulinarik ist die Innovationskraft ein unverzichtbarer Motor, um unseren Gästen authentische gastronomische Erlebnisse zu bieten. Maßgeblich dafür sind natürlich auch die hochqualitativen Lebensmittel, die erst durch Österreichs Naturlandschaften ihren eigenen Charakter entfalten«, so Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler, die den ÖIT überreichte. »Wie man Innovationskraft und die heimischen Qualitätsprodukte perfekt verbindet, zeigt sich auch bei den Gewinnerinnen und Gewinnern des ›Österreichischen Innovationspreis Tourismus‹ und ebenso bei den Einreichungen insgesamt. Kulinarik ist für unseren Tourismus ein essentieller Bestandteil: Für ein Drittel unserer Gäste ist sie ein entscheidendes Reisemotiv für einen Österreichurlaub. Gleichzeitig spielt Kulinarik eine wichtige Rolle dabei, den Ganzjahrestourismus zu verstärken. Mit dem diesjährigen ÖIT tragen wir dem Rechnung und machen die österreichische Kulinarik bekannter und erlebbarer.«
Über das Sauerkraut hinausgedacht
In der Kategorie »Einzelbetriebliche Initiativen« konnte sich »Augora Fermente – Marktplatz der Fermentation« von »Augora e.U.« (Wien) den ersten Platz und damit ein Preisgeld von 5.000 Euro sichern. Rang zwei, dotiert mit 3.000 Euro, ergatterte die Initiative »Friends and Fools« des »Rote Wand Gourmet Hotels« (Vorarlberg). Der dritte Platz ging mit einem Preisgeld von 2.000 Euro an »Gemüse.Sushi-Fasten« vom »Kurhaus Marienkron« (Burgenland).
»›Augora Fermente‹ schafft in außergewöhnlicher Form Bewusstsein für Lebensmittel und belebt alte, traditionelle Methoden, wie Verschwendung reduziert werden kann. Es ist eine besonders attraktive, innovative Ergänzung des touristischen Angebots der Weltstadt Wien. Fermentieren ist ein uralter Prozess, der gerade neu entdeckt wird. ›Augora Fermente‹ denkt über das Sauerkraut hinaus und interpretiert diese Kulturtechnik neu und modern. Das Projekt hat sehr viele Standbeine, ist wirtschaftlich diversifiziert und betont zudem den Gesundheitsaspekt«, so die Begründung der Jury.
Ausstrahlung auf die Tal-Bevölkerung
Den Sieg in der Kategorie »Überbetriebliche Kooperationen« holte hingegen die Initiative »Genussbotschafter*in Ötztal« von »Ötztal Tourismus«/»Lebensraum Ötztal« gemeinsam mit »Erbe Kulturraum Sölden« und der »Raiffeisenbanken Bezirk Imst« (Tirol). »›Genussbotschafter*in Ötztal‹ ist sehr breit und umfassend aufgestellt, besticht durch seine Professionalität und setzt auf eine Weiterentwicklung der im Tourismus Tätigen. Damit strahlt es auf die Bevölkerung im Tal aus«, so die Jury. »Es stellt eine besondere Herausforderung dar, in einer touristischen Hochburg Österreichs ›back to the roots‹ zu gehen und Kulinarik wieder in einer bodenständigeren und authentischeren Form zu präsentieren. Hervorzuheben ist auch die erfolgreiche Förderung der Zusammenarbeit zwischen Lehrlingen und regionalen Produzentinnen und Produzenten, die starke touristische Vorbildwirkung, die hohe ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie der zielgerichtete Einsatz digitaler Technologien.«

Den zweiten Platz in der Kategorie »Überbetriebliche Kooperationen« erreichten die »Mostviertler Feldversuche« der »Mostviertel Tourismus GmbH« (Niederösterreich). Den dritten Platz – jeweils mit 2.000 Euro dotiert – teilten sich die beiden Initiativen »Slow Food Kärnten – Reisen zu den Wurzeln des guten Geschmacks« von »Gut.Sauber.Fair. – Vereinigung zur Förderung der Ernährungs- und Esskultur in Kärnten« sowie die »Alpine Küche: Eine grenzübergreifende Kulinarik-Initiative« der »SalzburgerLand Tourismus GmbH« (Salzburg).
Sonderpreis für Strahlkraft und Innovationsgeist
Dieses Jahr wurde auch ein Sonderpreis an »Die Edelgreisslerei – Bühne des Genusses mit Bildungsauftrag« von Herwig Ertl (Kärnten) verliehen. Überzeugt haben die Jury die regionalwirtschaftlichen Impulse, die touristische Strahlkraft und der Innovationsgeist dieses Feinkostladens. Anerkennungsurkunden gingen an die »Kochschule & Catering mit nachhaltiger Regionalität« der »Cook Up Kitchen e.U.« von Viktoria Stranzinger (Oberösterreich), »SeeSushi®« von Dominik Edlinger (Salzburg), »Mohrenwirt’s kulinarische Reise durch die vier Jahreszeiten« vom »Hotel zum Mohren« (Tirol), »Brausilvester« der oberösterreichischen Wirtshauskultur »KultiWirte«, »Into the Wold – das Gravelbike-Event im Bregenzerwald« von »Buero Balanka« und Philipp Altenberger.

Kärntens Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig freute sich, die Verleihung des ÖIT in Kärnten zu Gast zu haben und betonte die wachsende Bedeutung der Kulinarik für das Urlaubsland: »Österreich und Kärnten sind ein Urlaubsland der vielfältigen, authentischen und innovativen kulinarischen Erlebnisse. Kulinarik zählt zu den beliebtesten Urlaubsmotiven und sorgt auch für Wertschöpfung im Tourismus. Von der authentischen Wirtshauskultur bis zur Spitzengastronomie, von der Rückkehr des Guide Michelin nach Österreich bis zur Erfolgsgeschichte von Slow Food hat Kärnten seinen Gästen viel zu bieten. Dafür investieren wir Jahr für Jahr mehr, um die Qualität für unsere Gäste weiter zu steigern. Gerade in der Vor- und Nachsaison tragen die vielfältigen kulinarischen Angebote wesentlich zum Gästeerlebnis und zur Wertschöpfung bei. Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in unseren Tourismusbetrieben steckt.«
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