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Michael Kolarik-Leingartner verstärkt ab jetzt den Familienbetrieb und zieht mit Regina, Karl Hans, Johanna, Karl Jan und Lydia Kolarik (v.l.n.r.) an einem Strang.

© Aschauer

Neues Gesicht im Schweizerhaus: Michael Kolarik ergänzt ab 2026 das Leitungsteam

Das Schweizerhaus im Wiener Prater zählt zu den bekanntesten Wirtshäusern des Landes – berühmt für Stelze, Krügerl und den weitläufigen Gastgarten. Nun bekommt das Traditionshaus ein neues Gesicht im Leitungsteam.

von Kristina Mitrovic
24. September 2025

Michael Kolarik-Leingartner, österreichischer Biersommelier-Staatsmeister und zuletzt verantwortlich für Exklusivmarken bei »Del Fabro Kolarik GmbH«, übernimmt ab der kommenden Saison eine Führungsrolle im Familienbetrieb.

Wechsel von der Marke zur Gastronomie

Kolarik bringt reichlich Branchenerfahrung mit: Stationen bei »Budweiser Budvar« und im Getränklehandel haben ihn geprägt. Nun folgt der Schritt auf die andere Seite der Theke – in die Gastronomie. »Es ist keine alltägliche Entscheidung, in einen Familienbetrieb einzusteigen, der seit mehr als hundert Jahren besteht. Aber es ist eine große Chance und Verantwortung zugleich«, sagt er. Seine Aufgaben im Schweizerhaus sind klar umrissen: Er wird für den gesamten Schankbereich, die Bierqualität und die Haustechnik zuständig sein – also genau für jene Bereiche, die das Herzstück des Hauses ausmachen. Auch das Team hinter der Schank fällt in seinen Verantwortungsbereich. Gemeinsam mit der Familie soll er zudem über Sortimentsentscheidungen im Getränkebereich wachen.

Bier wird auch weiterhin im geschützten Schweizerhaus-Krug serviert, versichert Biersommerlier-Staatsmeister Michael Kolarik-Leingartner. | © Aschauer

Neue Trends aufgreifen

Besondere Aufmerksamkeit will Kolarik-Leingartner dem wachsenden Markt für alkoholfreie Biere widmen. »Der Bierkonsum geht insgesamt leicht zurück, aber alkoholfreie Varianten gewinnen an Bedeutung. Darauf muss die Gastronomie reagieren«, erklärt er. Das Schweizerhaus bleibe dennoch bei seinem Kernprodukt: dem Budweiser Original Lager, serviert im eigens geschützten Schweizerhaus-Krug. Für die Gäste soll der Wechsel kaum spürbar sein. »Das Wichtigste ist, dass das Besuchserlebnis bleibt, wie man es kennt«, betont Kolarik-Leingartner. Sichtbar werde höchstens, dass die Familie in einer neuen Generation präsenter wird.

Der Einstieg erfolgt schrittweise: Ab Oktober 2025 wird Kolarik zunächst zwei Tage pro Woche im Betrieb sein, ab Jahresbeginn drei – mit Saisonstart im März 2026 dann in Vollzeit. In den kommenden Jahren stehen zudem technische Modernisierungen an, die allerdings nur in den Winterpausen umgesetzt werden können. Für Kolarik-Leingartner selbst ist es vor allem die Nähe zu den Gästen, auf die er sich freut: »Die vielen glücklichen Gesichter im Gastgarten zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Dieses unmittelbare Feedback ist ein Gefühl, das man in der digitalen Welt selten bekommt.«

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