Die Kollektionsmarken wachsen: Hier das luxuriöse »Lucknam Park Hotel & Spa« der »Emblem Collection«.
© Accor
Mehr als 65 % Wachstum geplant: »Accor« forciert Kollektionsmarken
Unabhängige Hotels suchen verstärkt nach Reichweite und Systemanschluss – ohne ihre Identität aufzugeben. Genau hier setzt Accor mit dem Ausbau seiner Kollektionsmarken an.
von Brigitte Radl
14. April 2026
»Accor« treibt den Ausbau seiner Kollektionsmarken deutlich voran und plant ein Wachstum von mehr als 65 Prozent in den kommenden Jahren. Aktuell umfasst das Portfolio über 180 Hotels, mehr als 125 weitere Projekte befinden sich in Entwicklung.
Im Zentrum der Strategie steht ein klarer Trend: Immer mehr unabhängige Hoteleigentümer suchen Unterstützung bei Vertrieb, Marketing und Distribution, möchten gleichzeitig aber ihre individuelle Handschrift bewahren. Kollektionsmarken fungieren dabei als Brücke zwischen Eigenständigkeit und Systemintegration.
Luxus, Lifestyle und effiziente Modelle
Das Wachstum verteilt sich über mehrere Segmente. Im Luxusbereich soll die »Emblems Collection« bis 2032 auf rund 60 Standorte anwachsen. Parallel baut Accor die »MGallery Collection« weiter aus, die seit 2022 bereits um rund 30 Prozent gewachsen ist.
Besonders dynamisch entwickelt sich die »Handwritten Collection«, die auf ein schlankes Konversionsmodell setzt. Dieses ermöglicht es, bestehende Hotels vergleichsweise schnell in die Markenwelt zu integrieren. Ergänzt wird das Portfolio durch Lifestyle-Konzepte der Tochter »Ennismore«, etwa »Morgans Originals« oder die »Paris Society Hotel Collection«.
Strategische Rolle im Gesamtportfolio
Noch machen die Kollektionsmarken nur einen kleinen Teil des Gesamtportfolios aus – rund drei Prozent der Hotels. Ihr Anteil an der Entwicklungspipeline liegt jedoch bereits bei acht Prozent.
Damit gewinnen sie innerhalb der Expansionsstrategie von »Accor« deutlich an Bedeutung. Auch wirtschaftlich sind sie relevant: Laut Unternehmen generieren die hoteleigenen Vertriebskanäle im Schnitt rund 80 Prozent der Umsätze dieser Häuser – ein Hinweis auf die wachsende Rolle integrierter Plattformen im Wettbewerb um Sichtbarkeit und Buchungen.
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