Weinwirtschaft Burgenland Doskozil - Falstaff PROFI

Präsentierten Details zur Wertschöpfung durch Wein im Burgenland: (v.l.) Weinbaupräsident NR Johannes Schmuckenschlager, Wein Burgenland Obmann Herbert Oschep, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Weinbaupräsident Burgenland Andreas Liegenfeld.

© Landesmedienservice Burgenland/Dorothea Müllner-Frühwirth

Neue Studie Burgenland: Wein als Motor für Gastro, Hotellerie und Tourismus

Wein ist im Burgenland längst mehr als Begleitprodukt auf der Karte. Eine aktuelle Studie zeigt, wie stark Weinwirtschaft, Tourismus und regionale Betriebe miteinander verflochten sind – und warum Gastronomen und Hoteliers davon direkt profitieren.

von Brigitte Radl
04. Februar 2026

Dass Wein im Burgenland eine tragende Rolle spielt, ist bekannt. Wie groß seine Kraft als wirtschaftlicher Hebel tatsächlich ist, belegt nun eine Studie der Economica GmbH im Auftrag der Österreich Wein Marketing (ÖWM). Demnach erwirtschaftet die burgenländische Weinwirtschaft eine Bruttowertschöpfung von 257,71 Millionen Euro. Rund 1.800 Winzerinnen und Winzer bringen je nach Jahr 75 bis 95 Millionen Flaschen auf den Markt, ein Viertel davon geht in den Export – in mehr als 60 Länder. Wichtigste Absatzmärkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Über 6.200 Arbeitsplätze hängen im Burgenland direkt an der Weinwirtschaft, das entspricht mehr als vier Prozent aller Jobs. »Wein ist nicht nur ein Teil unserer Kultur, er ist längst zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden«, so Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil bei der Präsentation der Zahlen.

Wein bringt Gäste & Umsatz

Besonders relevant für Gastronomie und Hotellerie ist der enge Schulterschluss zwischen Wein und Tourismus. Laut Studie geben Urlauber, die weinbezogene Aktivitäten im Burgenland unternehmen, im Schnitt 18 Prozent mehr aus. »Wein Burgenland«-Obmann Herbert Oschep verweist zudem auf konkrete Effekte: 2025 verzeichnete das Burgenland 3,4 Millionen Nächtigungen – ein Rekordwert. Weintouristische Formate wie Martiniloben, der Weinfrühling im Südburgenland oder regionale Weinwanderwege stärken die Auslastung und verlängern Aufenthalte. Für Gastgeber wird Wein damit zum klaren Profilierungsinstrument.

Qualität statt Quantität

Nach den Krisenjahren der 1980er hat sich das Burgenland bewusst für Qualität entschieden und setzt heute auf die smarte Verknüpfung von Wein, Kulinarik und Kultur. Österreichweit zeigt sich ein ähnliches Bild: 3,8 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, 68.000 Arbeitsplätze und 0,9 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung gehen auf das Konto der Weinwirtschaft. Für Gastronomen und Hoteliers im Burgenland heißt das: Wer regionalen Wein sichtbar einsetzt, profitiert wirtschaftlich.

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