Die besten Cafés in Stockholm
Joanna Alm begann 2009 mit einem Ein-Kilo-Röster und baute daraus eines der angesehensten Unternehmen für Spezialitätenkaffee in Europa auf. Sie hat bereits dreimal die schwedische Röstmeisterschaft gewonnen. In ihrem ruhigen, minimalistischen Café in der Nähe des Mariatorget wird der Kaffee mit Gebäck aus der nahe gelegenen Svedjan Bageri kombiniert.
Als Ester Nordhammar 1928 diese Konditorei eröffnete, hatten die schwedischen Frauen gerade einmal ein Jahrzehnt lang das Wahlrecht, und weibliche Geschäftsinhaber waren rar. Sie beschäftigte nur Frauen und führte das Geschäft bis zu ihrem Tod im Jahr 1961. Kristalllampen, Samtstühle und Prinzessinnenkuchen tragen ihr Erbe weiter.
Die ehemalige Mellqvist Kaffeebar ist eine Institution in Södermalm, die in Stieg Larssons Millennium-Romanen als Mikael Blomkvists Stammlokal auftaucht und auch dem Autor selbst als Stammcafé diente. Es serviert David Haugaards mikrogerösteten Kaffee und Valhallabageriet-Gebäck und hat eine sonnige Terrasse.
Diese Spezialitätenrösterei auf Kungsholmen bezieht ihre Bohnen direkt von süd- und mittelamerikanischen Bauern. Die Baristas zupfen den Espresso mit Sorgfalt und bieten Degustationskarten an, auf denen die Herkunft und die Höhenlage angegeben sind. Empanadas und Medialunas bringen Buenos Aires in den Norden; neugierige Gäste probieren den Espresso Tonic.
Was wäre, wenn Ernährungseinschränkungen keine Kompromisse bedeuten würden? In dieser glutenfreien Bäckerei ist alles hafer- und laktosefrei, und es gibt viele vegane Optionen. Einschränkungen fördern hier die Kreativität: Der Choux-Semla-Hybrid verbindet französische Gebäcktechnik mit schwedischer Tradition.
Das älteste in Betrieb befindliche Café in Uppsala wurde 1878 vom Konditor Erik Ofvandahl gegründet und befindet sich seit über einem Jahrhundert in der Sysslomansgatan in der Nähe des Doms. Der Filterkaffee wird kostenlos nachgefüllt, eine Tradition, die påtår genannt wird. Eine Spezialität ist der Linnébakelse: ein Marzipangebäck mit dem Profil des Botanikers Carl von Linné.
Dieses Bio-Café mit Tischen unter Apfelbäumen serviert vegetarische Gerichte, die von Grund auf neu zubereitet werden, sowie hausgemachtes Brot und saisonales Gebäck. Die Küche verwendet Produkte aus dem eigenen Gewächshaus und den eigenen Gartenparzellen. Alfred Nobels Dynamitfabrik aus den 1860er Jahren und eine Badestelle liegen nur wenige Schritte entfernt.
Der Name bedeutet "kleiner Bruder", denn Gründer Stefan Berg ist der jüngere Bruder eines anderen Bäckers. Der Raum ist ebenso klein (nur eine Holztheke, an der die Bäcker in Sichtweite arbeiten), aber die Tosca-Brötchen mit karamellisierten Nüssen sind die Warteschlange wert. Die 27-lagigen Croissants erinnern die Gäste an Paris.