Die besten Restaurants mit 3 Falstaff-Gabel(n) im Kanton Waadt
Wie japanische Köche begrüsst die «L’Appart»-Brigade jeden neuen Gast. Das Spitzenlokal, das vor zweieinhalb Jahren eröffnet hat, ist praktisch ausgebucht. Das Menu besteht aus sieben Gängen mit zwei Verlängerungsoptionen. Eingestimmt werden wir auf die Küche von Luis Zuzarte mit einem Mille-feuille und Sbrinz und Swiss-Shrimp-Tartelette. Perfekte Kreationen, auf die bereits die erste Vorspeise folgt: Uns wird eine Bouillon aus gesammelten Kräutern mit Beurre noisette eingeschenkt. Aus dem Krug lugt ein Kräuter-Bouquet, ein vielsagendes Detail. Feine Noten, feiner Start. Delikat sind auch die hauchdünnen Zucchetti mit Blüten von der Studentenblume und Bärenklau. Auf dem Blumenkohlmousseline thront Kaviar mit fermentiertem Himbeeren. Perfektioniert wird das Gericht mit Beurre blanc. Nach einem Tomaten-Duo mit mexikanischem Maispilz können wir dem Zusatzgang Agnolottis nicht widerstehen. Die Teigtaschen hätten einige Sekunden länger im Salzwasser kochen sollen, aber sie schmecken dank der Füllung von geräucherter Ricotta, Champagner-Sud und Swiss-Shrimps-Bisque grossartig. Gemüse eine Bühne zu bieten, ist echte Kochkunst. Gelungen ist das bei der Aubergine, die eine noch nie probierte Konsistenz mitbringt. Dank Sous-vide wird sie geschmeidig, und Miso und die ersten Steinpilze verleihen dem Ganzen die Umami-Note. Im Hauptgang folgt 45 Tage gereiftes Rindfleisch, das wuchtig im Geschmack ist und von Ysop-Gurken-Jus und gepickeltem Bärlauch flankiert wird. Die leichten Desserts sind angenehm in der Grösse: ein Aprikosen-Sorbet mit Shiso in einem Kelch serviert, darauf folgen mit Estragon pochierte Kirschen mit frischen Mandeln und rosiertem Joghurt. Das junge Team hat sämtliche Register gezogen. Und das liebevoll, locker und lustvoll.
Stéphane Décotterds schnörkelfreie Gourmetküche rückt Schweizer Zutaten ins Rampenlicht. Er ist ein exzellenter Koch, ein Besuch in seinem Restaurant kommt also sozusagen mit Genussgarantie. Ebenfalls garantiert ist die wunderbare Aussicht über den Lac Léman.
In einem intimen Raum mit flackernder Feuerstelle und Blick auf den Genfersee verzaubert Guy Ravet mit einem vier- bis fünfgängigen Tastingmenü. Küchenkunst, die Erinnerungen weckt – modern, elegant und voller Gefühl. Die Weinbegleitung erzählt kleine Geschichten zu jedem Gang.
«Lernen im Beruf» lautet die Prämisse im Restaurant der Hotelfachschule Lausanne. Von der Umsetzung der sorgfältig zusammengestellten Menüs bis zum perfekten Service – die Eleven dieser Talentschmiede der Schweizer Gastfreundschaft beweisen ihr Können Tag für Tag.
Dieses Restaurant ist ein wunderbares Ausflugsziel für Liebhaber von gutem Essen. In dem schönen historischen Gebäude mit grossem Garten serviert ein engagiertes Team eine Küche, die in der Gegend verwurzelt ist, sich aber auch von fernen Ländern inspirieren lässt.
Im Gerber Wyss entstehen saisonale Menüs, die regionale Produkte wie Neuenburger Krebse oder Zander mit kreativen Ideen verbinden. Fenchel-Kimchi, feine Saucen und präzises Handwerk ergeben kunstvolle Kreationen, die Eleganz und Bodenständigkeit vereinen.
La Table des Suter im Hôtel de la Gare bietet drei sorgfältig komponierte Menüs, die unterschiedliche Geschmäcker ansprechen. Die Küche arbeitet klassisch, jedoch ideenreich, ohne sich aufzudrängen. Im unaufgeregten Speisesaal liegt der Fokus ganz auf dem Teller.
Mitten im historischen Kern von Cossonay liegt La Fleur de Sel, ein stilvoll renoviertes Lokal mit Terrasse am Tempelplatz. Unter Küchenchef Romain Dercile entsteht eine ausbalancierte französische Küche. Der Service ist persönlich, die Weinkarte charmant komponiert.
Ein zeitgemässes Kraftfeld französischer Küche mit Seele: In Cheseaux-Noréaz kocht Maryline Nozahic seit über zehn Jahren mit konstanter Neugier saisonale Klassiker (Ballottine, Lentilles, Bisque). Dazu agiert ihr Mann Loïc als Gastgeber. Wunderbare Terrasse mit Aussicht.
Einst wurde hier Metall verarbeitet. Heute beherbergt das Industriegebäude am Bahnhof ein Restaurant mit Industrial-Chic, das Brasserie- und Gourmetküche vereint. Gaumenfreuden sind bei der marktfrischen Küche garantiert. Die Dessertklassiker sind eine Sünde wert.
Sinnesfreuden sind in dem farbenfrohem Ambiente im Le Café Suisse garantiert. Die Gerichte von Küchenchefin Marie Robert bringen Vielfalt auf die Teller. Marktfrisch und saisonal sind die verwendeten Produkte, die mit einer spielerischen Leichtigkeit zubereitet werden.
Im Restaurant Le 3C kommt Ferienstimmung auf. Das liegt zum einem an dem fantastischen Blick über den Genfersee, zum anderen an der modernen Interpretation internationaler und mediterraner Gerichte, die mit viel Liebe zum Detail handwerklich perfekt zubereitet sind.
Seit 1989 beglückt Denis Velen in dem kleinen Restaurant mitten im Waadtländer Winzerdorf seine Gäste mit kreativen, aromatisch ausgefeilten und überraschenden Gerichten. Längst zum Klassiker geworden ist sein «Wilhelm Tell»-Schneeball aus Wasabi-Mousse in Zuckerwatte.
Zwei kulinarische Welten treffen sich im Njørden. Für Chef Philippe Deslarzes bietet die Natur einen reich gedeckten Tisch. Aus erlesenen Produkten aus Gewässern und von Weiden werden mit saisonalem Gemüse und Kräutern köstliche Gerichte der New Nordic Cuisine.
Im historischen Dorfhaus von Ollon trifft französische Küche auf kreative Finesse. Saisonale Produkte werden zu unerwarteten Kombinationen wie Spargel mit Grapefruit und Pistazien oder Hummer mit Randen und Brombeeren verwandelt. Die Desserts sind kleine Kunstwerke.
Inspiriert von der Vielfalt lokaler Märkte und mit einer Prise Weltoffenheit serviert das charmante Lokal tagsüber kreative Bánh Baos und saisonale Gerichte. Abends wird's gesellig mit «Tapas'siettes» zum Teilen, einer Carte blanche für Neugierige und regionalen Weinen.
Die Auberge de la Croix d'Or ist ein Paradies für Liebhaber der gehobenen Küche. Das Gastgeberpaar arbeitete zuvor in der Maison Wenger. Im Bistro gibt es französische Klassiker, im Gourmetrestaurant kreative Menüs der Extraklasse. Der Service ist äusserst zuvorkommend.
Ein Hotel mit historischem Charme in Seenähe, eine gemütliche Pinte mit Bistro-Ambiente, in der man die Weine der Region degustieren kann und ein elegantes Restaurant mit französisch angehauchter Gourmetküche, all das bietet die Auberge de Rivaz. Was braucht man mehr?
Jacques in Lausanne interpretiert das französische Bistro modern: ausdrucksstarke Küche mit raffinierten Saucen und einer ausgewogenen Auswahl an Fleisch-, Fisch- und vegetarischen Gerichten. Der Service ist lebendig und trägt zum typischen Pariser Bistrogefühl bei.
Ein Besuch in der Brasserie im Hotel «Lausanne Palace» lohnt sich eigentlich immer, vor allem für Liebhaber der klassischen französischen Küche. Er ist auch fast immer möglich, denn das Restaurant ist 7 Tage die Woche durchgehend von mittags bis abends geöffnet. Beim Eintreten macht sich sofort eine nostalgische Stimmung breit, dank der Einrichtung mit viel dunklem Holz, Marmor und weisser Tischwäsche. Dazu passt auch das Speisenangebot mit seinen Klassikern wie Caesar Salad, Oeufs à la florentine und Malakoffs als Vorspeisen und Schnecken, Eglifilets und Blanquette de veau im Hauptgang. Beim Anschauen des Menus merkt man allerdings, dass nicht steif auf das Konzept der traditionellen Küche beharrt wird – es gibt auch leichtere Gerichte und vegetarische Optionen. Wir essen zur Vorspeise eine Auswahl an Meeresfrüchten, die geeist auf einer Platte serviert wird. Austern, Kaisergranat und Crevetten sind frisch und von höchster Qualität, da gibt es nichts zu tadeln. Auch die Königinpastete «Bouchée à la reine», die im nächsten Schritt aufgetischt wird, ist hervorragend: knusprig, luftig, gefüllt mit einem Ragout mit Sôt-l’y-laisse und Kalbsmilke. Den Reis dazu hätten wir nicht unbedingt gebraucht, man kann mit ihm aber wunderbar die feine Sauce aufputzen. Zum Dessert dann noch das Pièce de Resistance: ein grosses Baba à la Williamine mit Birne und Doppelrahm. Es schmeckt hervorragend, wir kämpfen uns durch, schaffen aber nur die Hälfte. Sehr zu loben sind auch der aufmerksame Service und die gute Weinkarte. Seit Anfang Oktober gibt es jeden Tag zudem 30 Chasselas aus der Schweiz im Offenausschank, darunter viele spezielle Tropfen.