Streetfood-Guide: Die besten asiatischen Adressen in Hannover
»Man muss ein Gericht selbst mögen, bevor man es Gästen auftischen darf« – an dieses chinesische Sprichwort hält sich Mama Edith, wenn sie ihr »Real Hongkong Food« auftischt. Papa Patrick macht den Teeservice. Unbedingt probieren: Rinderbauch und Rinderfaszien mit Zwiebeln und Kohl.
Im Takt wird geschnippelt und gewerkelt. Einer der Aspekte, der das thailändische Essen in Mimi's Thai Kitchen über den Durchschnitt erhebt, ist die Frische der Zutaten. Es gibt lauwarmen Laab, Thai-Omelette, und wenn der ganze Fisch »Pla Rad Prik« zu haben ist, heißt es zugreifen!
Im Chois brodeln Schweinerippen in Hot Pots und schmurgeln Rindersteaks beim koreanischen BBQ am Tisch. Der Geruch hängt zwar noch eine Weile im Lokal, aber es schmeckt hervorragend. Dazu und/oder davor unbedingt das hausgemachte Kimchi und die luftigen Pfannkuchen probieren.
Das Buddha Bowl in Hannovers Altstadt hat durchaus Charme mit seiner warmen Illumination und den rustikalen Holztafeln. Bei der Küche wird über Ländergrenzen hinweg getänzelt, da gibt es Sushi, Bowls oder Currys – die Flying Noodles geistern gerne durch die sozialen Netzwerke.
Pikantes Korean Fried Chicken oder vegane und im Übrigen ganz exzellente Tantanmen-Ramen gehören zum Menü des Lokals in Linden. Die Gerichte sind beherzt zubereitet. Eine Besonderheit den Durst betreffend: Es gibt Gin in Hülle und Fülle, darunter auch asiatische Sorten.
Eine Bowl mit Rinderspitzen, Zwiebeln, Spargel, Erdbeeren, Erdnüssen und Chili-Soja-Dressing begegnet einem so selten wie Hühnerspieße mit Tamarinden-Fisch-Sauce. Im Vietal-Kitchen sind das Tagesangebote. Zum Abschluss lockt ein starker vietnamesischer Kaffee mit Salzschaum.
An den Fenstern läuft gerne mal das Kondenswasser herunter, weswegen oft mal die Tür offen steht. Aber die hausgemachten Biángbiáng-Nudeln mit zartem Biss machen das alles wett. Die Teigstränge werden von Hand gezogen. Stark: das Lamm mit Kreuzkümmel, Chili, Pak Choi, Koriander.
Gute vietnamesische Küche, aber eine Besonderheit ist sicher die Phở Bat Da, die in einer glühend heißen Steinschale an den Tisch gebracht wird. Separat werden Reisbandnudeln, Rindsklöße, gesottenes und rohes Rindfleisch sowie Kräuter gereicht, die man selbst gart – macht Spaß!
Seit fast drei Jahrzehnten gilt das thailändische Essen in der rauen Kneipe als eines der besten der Stadt. Bei einem Betreiberwechsel im Jahr 2020 hat sich das Angebot in Richtung des fleischlosen Genusses verschoben, von Dogmatismus ist man aber weit entfernt.
Auch rare Spezialitäten wie Hühnerfüße, Nudeln mit Dickdarm und Sauergemüse oder Entenblut mit Tofu lassen sich hier ordern. Das Augenmerk sollte aber vor allem auf die guten Dim Sum gelegt werden. Spannend auch die gedämpften Reisnudelrollen mit süßlich frittiertem Brot.
Im Untergeschoss des Hauptbahnhofs wird eine kulinarische Rundreise durch Asien geboten: Sushi, Currys, Nudelboxen oder Phở werden bei noosou frisch zubereitet. Besonders nach Feierabend auf dem Nachhauseweg hat die günstige Bratnudelbox mit Gemüse ihre Fans gefunden.