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Athens Comeback: Die Trendmetropole erlebt eine Renaissance

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Athen ist zurück. Nachdem die griechische Hauptstadt jahrelang kaum als Trendziel galt, knüpft sie heute wieder an ihre glanzvollen Zeiten an – mit stilvollen Hotels, Riviera-Flair, Retro-Charme und einer aufregenden Gastronomieszene.

Lange galt Athen als unterschätzte Metropole, die ihren einstigen Glanz eingebüßt hatte. Doch die griechische Hauptstadt erlebt ein beeindruckendes Comeback: Mit neuem Riviera-Flair, nostalgischem Retro-Charme und einer jungen Generation exquisiter Spitzenrestaurants erfindet sie sich gerade neu.

Die Athener ­Riviera, der Küstenstreifen, der sich von Piräus bis zum Kap Sounion zieht, galt in den 1950er- und 1960er-­Jahren als »Goldküste« Griechenlands. Damals ­segelten Aristoteles Onassis und Maria Callas hier ein, Grace Kelly und Brigitte Bardot flanierten die Strände entlang oder stiegen zum Feiern an Bord von Yachten… Bilder, die es regelmäßig in die Boulevard- und ­Society-Seiten schafften und den Ruf der Riviera als Glamour-Hotspot festigten. In Glyfada, wo Aristoteles Onassis eine Villa besaß, gehörte es zum guten Ton, ­gesehen zu werden.

Athen im Wandel

Ab den 1980er-Jahren verlagerte sich die touristische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit zunehmend auf andere Ziele wie Mykonos, Saint-Tropez oder Capri. Befeuert von günstigeren Flugreisen und leichter ­erreichbaren exotischen Destinationen zog es den Jetset zunehmend in die Ferne. Ohne das ­zahlungskräfti­­ge Klientel fehlten vielen Hotels an der Riviera die ­Einnahmen, und der einstige Glanz verblasste.

Poolbereich im Four Seasons Astir Palace
© Four Seasons Astir Palace
Poolbereich im Four Seasons Astir Palace

Das jetzige Comeback begann mit massiven ­Investitionen: Rund 100 Millionen Euro steckte die Four-Seasons-Gruppe in die Wiedereröffnung des ­»Astir Palace« in Vouliagmeni. Im November 2023 folgte das »One&Only Aesthesis« auf dem Gelände des früheren Asteria-Resorts, einer Ikone der 1960er-Jahre mit Bungalows im Mid-Century-Stil und eigenem Privatstrand. Das »Mandarin Oriental, Athens« ist bereits im Bau. Und mit dem 8-Milliarden-­Euro-Projekt »Ellinikon« entsteht auf dem Gelände des alten Flughafens eine komplett neue Küstengegend, inklusive Park, Hotels, Apartments und Yachthafen.

Nicht nur ein Zwischenstopp

»Früher war Athen nur ein Zwischenstopp für ­Reisende auf dem Weg zu den griechischen Inseln oder kurz­zeitige Basis während des Akropolis-Besuchs«, sagt Gerald Krischek, General Manager des »One&Only Aesthesis«. »Heute buchen sich Gäste ganze zwei ­Wochen bei uns ein. Das hätte ich mir vor einigen ­Jahren nicht erträumt.« Der gebürtige Österreicher kennt Athen seit 2003, als er kurz vor den ­Olympischen Spielen zum ersten Mal hier lebte. Damals war die Stadt im Aufbruch – die Spiele brachten Investitionen und Glanz, danach folgten wirtschaftlich schwierige Jahre. Heute, sagt er, sei Athen kaum ­wiederzuerkennen.

Zeitlose Destination

Die gebürtige Athenerin Maria Tsoukala lebt an der ­Riviera, leitet als Editor-in-Chief das digitale Lifestyle-­Magazin »More Trends« und ist als Reise-Influencerin viel unterwegs. Für sie steht Athen längst auf Augenhöhe mit Hotspots wie Mykonos oder Saint-Tropez – mit dem Vorteil, dass das Leben hier nicht auf­ eine Saison begrenzt ist. »Athen ist eine Ganzjahreshauptstadt am Meer: Man hat die Kultur einer Metropole, eine ernstzunehmende zeitgenössische Food- und Bar-Szene und die Küste, also die ­Riviera, liegt nur Minuten ­entfernt«, so Tsoukala.

Das malerische Stadtviertel Anafiotika
© Alexandr Spatari/Getty Images
Das malerische Stadtviertel Anafiotika

Tipps für einen Athen-Aufenthalt

Wer nur für einen Kurztrip nach Athen reist, sollte gleich am ersten Morgen die Akropolis einplanen und sich vorab ein Zeitfenster-Ticket ­organisieren, um Touristenmassen zu umgehen. Das ­Akropolis-Museum sollte man keinesfalls auslassen, am besten mit einem Guide. Später bietet sich ein Spaziergang durch Plaka und das historische Zentrum an: enge Gassen, kleine Galerien, Handwerksläden und eine Kaffeepause im Schatten einer Bougainvillea.

Von dort aus geht es ­weiter zum City Link, einem historischen ­Gebäudekomplex zwischen dem berühmten Syntagma-­Platz und der Panepistimiou-­Straße mit Boutiquen, Cafés und dem Pallas-Theater. ­Daran grenzt die Voukourestiou, Athens Luxus-Shoppingstraße, auf der inter­nationale Brands wie Cartier und Dior neben griechischen Labels wie »Zeus+­Dione« ­liegen.

Der Erechtheiontempel auf der Akropolis
© Nicola Micheletti/Getty Images
Der Erechtheiontempel auf der Akropolis

Kleinere, erschwinglichere Boutiquen und Gourmet-Shops ­befinden sich in ­Monastiraki oder im hippen Viertel Pangrati, einem zentralen Stadtteil mit baumgesäumten Plätzen und lebhaften Cafés, der lange Heimat der Athener ­Intellektuellen war und inzwischen auch Kreative und junge Unternehmer anzieht.

Entdeckungstour an der Riviera

Ein Bad in Vouliagmeni gehört für Maria Tsoukala zu jedem Sommer dazu. Zu Mittag empfiehlt sie das ­klassische griechische Fischrestaurant »Papaioannou« in Kavouri: »Es liegt direkt am Wasser und serviert fangfrischen Fisch ohne viel Chichi.« Später geht’s auf einen Spaziergang entlang der Halbinsel Lemos, ­während das Licht weicher wird und das Meer fast still liegt. In der »Avra Bar« im Four Seasons »Astir ­Palace« lässt man schließlich den Abend ausklingen – mit Cocktails aus regionalen Zutaten und einem traumhaften Blick aufs Meer.

»Das ist das Schöne an Athen«, sagt Tsoukala. »Man kann morgens ins Meer springen, mittags eine Insel erkunden und abends von einer Rooftop-Bar die ­Akropolis bestaunen – und das alles, ohne sich je ­gehetzt zu fühlen.«

Hotels

Eine halbe Stunde vom historischen Zentrum entfernt. Gediegener Luxus direkt am Meer.
40 Apollonos, Vouliagmeni
16671 Athen
Griechenland
Dinner mit Blick auf die Akropolis gefällig? Hier ist zeitlose Eleganz im Fokus.
1 Vasileos Georgiou A
10564 Athen
Griechenland
Akropolis-Blicke von den Zimmern und aus dem Pool, charmantes und elegantes Design, Restaurant auf dem Rooftop.
Mitropoleos 49
105 56 Athen
Griechenland

Restaurants

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Griechenland
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Griechenland
Katharina Kotrba
Travel-Redaktion
Autor
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