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Die 10 Selfcare Trends des Jahres

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Kryptotherapie, Adaptogene und KI: Moderne Spa-Angebote fördern Wohlbefinden und Resilienz, stärken die Gesundheit und bringen Körper und Geist in Einklang – und sind dabei vielfältiger denn je. Diese zehn Trends setzen Maßstäbe in Sachen Selfcare.

Noch vor wenigen Jahren bedeutete Wellness im Hotel Blütenbad, Dampfsauna, Crememaske. Angenehm, ja – aber so was von gestern. Heute geht es nicht mehr nur ums Durchknetenlassen und Abschalten, sondern um Mental Health statt Massage, Socialising statt Auszeit allein – und um tiefgreifende Veränderungen auf dem Weg zu einem gesünderen Ich. Von Biohacking bis Pilates Pro, vom Biorhythmus-Check bis zum Pilz-Abo: Wellness ist heute ganzheitlicher, smarter, strategischer.

Wellness Next Level 

Auch die Resorts haben aufgerüstet – sie bieten Longevity-­Programme, holistische Konzepte, Medical- und Gender-Wellness. Der Fokus liegt auf personalisierten Lösungen, die passen wie ein maßgeschneiderter Anzug – nur eben für Körper, Geist und Lebensstil. Wer keinen Arzt im Schlepptau hat, steht erst einmal vor der Herausforderung, sich im Dschungel aus Treatments, Retreats und Spa-Menüs zurechtzufinden. Schließlich will man nicht nur das Beste aus dem Aufenthalt herausholen, ­sondern am liebsten gleich ein paar Bonusjahre auf der Lang­lebigkeitsskala gutmachen.

Die zehn Selfcare Trends des Jahres

Die Frage bleibt: Was wirkt wirklich – und welche Treatments sind nur hübsch verpackte Zeitverschwendung? Hier kommt sie: die aktuelle Crème de la Crème der Selfcare-Trends für den Urlaub. 

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1. Kryotherapie

Cristiano Ronaldo macht es schon länger, und Jennifer Aniston auch: Die Rede ist von Kryotherapie oder auch Kryosauna, also einer Anwendung, bei der man sich in einer Kabine eisigen Temperaturen aussetzt. Was einst Profisportlern oder Schauspielern vorbehalten war, ist jetzt auch im Hotel angekommen. Warum man sich die bis zu minus 140 Grad Celsius antun sollte? Ganz einfach, weil die durch den eisigen Schock gesteigerte Durchblutung so viele belegte Benefits mit sich bringt, dass man es einfach probieren muss! Dazu gehören zum Beispiel eine schnellere Regeneration nach dem Training, schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte, aber auch die Verbesserung des Immunsystems oder des Hautbilds. Zusätzlich kann das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden – schon direkt nach dem Verlassen der Kammer spüren viele einen regelrechten Energiekick, ausgelöst durch die erhöhte Ausschüttung von körper­eigenen Glückshormonen. Buchbar ist die Kryokabine nach einer ausführlichen Beratung, zum Beispiel im Spa »Ninfea« des »Seeleiten Lake Spa Hotel« am Kalterer See in Südtirol. 

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2. Hyperbare Sauerstoff-Therapie

Was haben Dirk Nowitzki, Novak Ðjoković und LeBron James gemeinsam? Sie gehören zu den erfolgreichsten Athleten der Welt, die auch im hohen Alter noch Höchstleistungen vollbringen bzw. vollbrachten. Und: Alle drei sind Fans der hyperbaren Sauerstofftherapie, kurz HBOT. Wie man sich die vorstellen kann? Im Prinzip atmet man dabei Sauerstoff ein, allerdings hundertprozentig reinen Sauerstoff; in einer ganz speziellen Druckkammer, die den Druck eines Tauchgangs in bis zu zehn Meter Tiefe simuliert. Dadurch gelangt etwa 14-mal mehr Sauerstoff in die Zellen des Körpers als bei der normalen Atmung. Im medizinischen Zentrum des »Grand Resort Bad Ragaz« gibt es eine solche HBOT-Anwendung. Dafür begibt man sich 60 bis 90 Minuten in die U-Boot-ähnliche Kabine, setzt eine Atemmaske auf und kann ansonsten liegend oder sitzend relaxen, lesen oder sogar arbeiten. Der Effekt ist bei Spitzensportlern wie Laien gleichermaßen gegeben: Ent­zündungen und Infektionen können reduziert, die Wundheilung gesteigert, Schwellungen gemindert und das Energielevel gehoben werden. Gleichzeitig wird HBOT eine verjüngende Wirkung auf die (Haut-)Zellen zugeschrieben

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3. Rotlicht-Therapie

Licht ist Hoffnung, Licht schafft Wohlgefühl: Das gilt auch für Lichtanwendungen auf der Haut. Sie sind gerade eine der gefragtesten Methoden zur Verjüngung und Verbesserung der Hautgesundheit – und die sanfteste Behandlung, denn Messer und Spritzen sind nicht nötig. Während Masken mit kleinen Lichtdioden auf das Gesicht aufgelegt werden, bettet man sich bei Ganzkörper-Lichtanwendungen in kleine Röhren, die wie ein Solarium aussehen und den Körper mit wärmendem Licht umhüllen. Das von allen Seiten strahlende Rotlicht einer speziellen Wellenlänge bewirkt Anti-Aging-Mechanismen in jeder Hautzelle des Körpers und soll gleichzeitig Muskel­verspannungen lösen, die Wundheilung unterstützen, Schmerzen mildern und sogar bei Schlafproblemen helfen. Die Red Light Therapy ist also ein wahrer Allrounder für Seele und Körper. Zurzeit sind die Anwendungen insbesondere bei Dermatologen und in Longevity-­Kliniken verfügbar, aber auch schon in ausgewählten Spa-Hotels; zum Beispiel im »Krallerhof« in Leogang. 

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4. Social Sauna

Saunieren war nie eine einsame Angelegenheit – in Norwegen, wo das Schwitzen in einer speziell gefertigten Holzkammer eine lange Tradition hat, war die Sauna stets ein Ort der Gemeinschaft. Im Jahr 2025 wandelt sie sich nun auch international vom stillen Rückzugsort zum bewusst geteilten Erlebnisraum: Immer mehr Hotels bieten besondere Gruppenrituale an, um genau dieses Bedürfnis nach Verbindung zu bedienen. Dabei wird die Sauna zur multisensorischen Bühne – etwa durch künstlerische Darbietungen, DJ-Sets und andere Formen des »Saunatainments«. Im »Seezeitlodge Hotel & Spa« am Bostalsee etwa wurde ein ganzes keltisches Saunadorf errichtet – mit Ritualplatz und authentischem 360-Grad-Jurtenfeuer. Die Saunameister inszenieren dort Räucherzeremonien, Druiden-­Aufgüsse und Keltenfeuer, bei denen Gäste mit Birken- oder Eichenzweigen sanft abgeklopft werden. Begleitet von Düften aus Weiß­tanne, Moos und heimischer Rinde wird die Verbundenheit zur Natur gestärkt. 

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5. Pilates

Pilates boomt – und das weltweit. Auf Fitnessplattformen wie Classpass erlebte das sanfte, aber hocheffektive Ganzkörpertraining 2024 eine sprunghaft gestiegene Beliebtheit, mit 84 Prozent mehr Kursbuchungen als im Vorjahr. Ein Grund für den Hype ist die – wie man auf Neudeutsch sagt – hohe »Instagrammability« von Pilates. Das Training punktet mit ästhetischer Klarheit: präzise Bewegungen, klare Linien, sichtbare Körperkontrolle. Und: Es ist besonders einsteigerfreundlich, weil gelenkschonend. Vor allem in der Reformer-Variante an dem von Joseph Pilates entwickelten Gerät – ausgestattet mit Federn, Schlitten und Seilen – lassen sich die Übungen mit größter Genauigkeit ausführen. Statt nur auf der Matte zu trainieren, führt das Gerät die Bewegung, gibt Widerstand, unterstützt die Haltung. Das Ergebnis: mehr Kontrolle, tiefere Muskulatur, bessere Ausrichtung – mit Fokus auf Core-Stabilität, Länge und Mobilität. Für Anfänger ist der Reformer eine Leitplanke, für Fortgeschrittene ein Tool zum Feintuning. Ein weiterer Vorteil gegenüber klassischen Fitnessgeräten: Reformer sind platzsparend. Neue, kompakte und klappbare Modelle machen es Hotels möglich, Pilates-Training in Studioqualität auch auf begrenzter Fläche anzubieten. Das ganzheitliche Workout gibt es z. B. im Familienresort »Moar Gut« in Großarl in einer Kooperation mit den angesagten Bondi Studios aus Salzburg – traumhafter Bergblick beim Training inklusive. 

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6. Adaptogene

Wem Ayurveda, die aus Indien stammende Naturheilkunde, ein Begriff ist, der hat vielleicht auch schon von Adaptogenen gehört. Dabei handelt es sich um alte Heilpflanzen und Vitalpilze, die in Hollywood und jetzt auch rund um den Globus ein glamouröses Update erfahren. Bestimmte Pflanzenstoffe wie Ashwagandha, Ginseng, Maca oder Reishi sollen unser Nervensystem stärken, die Regeneration fördern, uns widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Alltags machen und den Hormonhaushalt in Balance bringen. Kurz gesagt: Adaptogene sollen ein wahrer Gesundheitsbooster und Stresskiller sein. Klassischerweise finden die gehypten Naturheilmittel in Ayur­veda- und Detox-Häusern Verwendung, beispielsweise in Form von Superfood-Lattes, Tees oder Nahrungsergänzungsmitteln. Ganz neu sind Spas, die sich der heilversprechenden Wirkung bei ihren Treatments bedienen; so auch im »CBD & Adaptogenic Spa« im »Schloss Zermatt«. Ein Beispiel: Bei der Massage »Just Chill« wird entspannungsförderndes CBD-Öl verwendet, während bei Gesichtsbehandlungen wie »Make Me Glow« antioxidantienreiche Pilzkomplexe der Kult-Brand Herbar zum Einsatz kommen. 

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7. Sleepmaxxing

Ausreichender und erholsamer Schlaf gehört zu den wichtigsten Bausteinen für ein langes und gesundes Leben – darin sind sich Longevity-­Forscher einig. Die Hotellerie hat früh auf diesen Trend reagiert – mit immer raffinierteren Angeboten rund um Schlafkomfort und Tiefenentspannung: Luxuriöse Matratzen, sogenannte »Kissenmenüs«, Yogasessions und schlaffördernde Aromamassagen gehören inzwischen vielerorts zum Standard. Sleepmaxxing ist der nächste Schritt: Es gilt als neue Stufe im Streben nach Regeneration – mit dem Ziel, das volle Potenzial des Schlafs auszuschöpfen. Angeboten wird das etwa in spezialisierten Häusern wie dem »Althoff Grandhotel Schloss Bensberg« bei Köln mit seinem Privatinstitut von Dr. med. Dirk F. Richter und Dr. med. Maria Wiedner. Im Institut »Uniq ­Aesthetics« erhalten Gäste eine umfassende Diagnostik durch erfahrene Schlafexperten – inklusive Glukose-, Blutdruck- und Schlafmonitoring

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8. Ozontherapie

Zeit für eine Mini-Chemiestunde – für alle, die nicht mehr genau wissen, was Ozon ist: Ozon ist eine besondere Form des Elements Sauerstoff; statt aus zwei Atomen wie der normale Sauerstoff (O₂) besteht es aus drei Atomen (O₃). Bei der sogenannten Ozontherapie wird dieses Gas in kontrollierter Dosierung verabreicht. Es soll im Körper gewisse Reaktionen anregen, die unter anderem die Bildung bestimmter Proteine und roter Blutkörperchen fördern können – was wiederum die Sauerstoffversorgung verbessern könnte. Zudem hat Ozon nachgewiesene antibakterielle und antivirale Eigenschaften, die bei Infektionen, Parasiten, Infekten oder präventiv zum Einsatz kommen. Wie genau? Da gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, die meisten davon werden im »Adler Spa Resort Thermae« in der Toskana oder im »Adler Spa Dolomiti« angeboten: Je nach gewünschtem Ergebnis wird das Gas dort lokal injiziert, in Form von Einläufen oder in einem Gemisch mit Eigenblut dem Körper zugeführt. Auch wenn bereits viele auf Ozontherapie schwören: Die Anwendung ist nicht ohne Risiken und muss immer mit einem qualifizierten Gesundheitsdienstleister besprochen werden.

 

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9. Immersive Spa

Immer häufiger werden klassische Spa- und Wellnessanwendungen durch Virtual Reality, Augmented Reality oder KI ergänzt, um das sensorische Erlebnis ganzheitlicher zu gestalten. Schon 2015 entwarf der Künstler »sha.« mit »Alphasphere Deluxe« eine Installation, die Spa-Gäste mit Farben, Klängen, Vibrationen und Düften in tiefe Entspannung versetzte – unter anderem im »Hotel Lauterbad« in Freudenstadt. Heute ist daraus ein internationaler Trend mit vielen Facetten geworden: Bei der »Augmented Massage« von Gharieni etwa werden passend zu den Bewegungen des Therapeuten Klänge erzeugt, die ein einzigartiges multisensorisches Massageerlebnis schaffen; die »Gharieni MLW Amphibia Welnamis« ist eine computergesteuerte Akustik- und Vibrationstherapie-Liege, die das Gehirn aktiv trainiert, sich zu entspannen, und wird bereits weltweit erfolgreich in Spas und Kliniken eingesetzt. Bei Esqapes Immersive Relaxation wiederum lässt man sich in einer neuartigen Liege mit VR-Brille virtuell an den Strand, in den Dschungel oder in himmlische Sphären »beamen«. 

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10. Sound Baths

Dem Stress entkommen, das Gedankenkarussell anhalten? Dafür eignen sich Sound Baths – Klangbäder, die den Körper mit sanften Vibrationen und Tönen in tiefe Entspannung tragen. Klangschalen aus Metall haben in der Meditation schon eine lange Tradition; ganz neu sind nun auch Sound-Sessions mit weich klingenden Kristallklangschalen. Was beide gemeinsam haben: Soundbäder schaffen bei den meisten Zuhörern einen meditationsgleichen Zustand, ohne dass dafür viel getan werden muss. Man bettet sich bequem und ein­gekuschelt auf Matten, während der »Sound Healer« mit den Instrumenten verschiedene Klänge und Vibrationen erzeugt, die wie eine Welle zu den Zuhörern schwappen. Nach etwa 15 Minuten sorgen die Unvorhersehbarkeit und die Harmonie der Töne dafür, dass sich das Nervensystem beruhigt – ein Zustand tiefer Regeneration, der Stress und Ängste abbauen soll, ist das Ergebnis. Das »Maslina Resort« auf der wunderschönen kroatischen Insel Hvar bietet spezielle Sound-Healing-Konzerte am Strand an, mit denen die Gäste in eine andere Dimension von Ruhe und Entspannung entführt werden. 


Anna Berit Bader
Autor
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