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Erster ProWein Sparkling Report: Weltweite Schaumwein-Nachfrage steigt

Schaumwein
Weinhandel

Der globale Schaumweinmarkt gehört zu den dynamischsten Segmenten der Weinwirtschaft. Für 2025 wird das weltweite Marktvolumen auf rund 48 Milliarden Euro geschätzt. Zudem entstehen neue Konsumanlässe, neue Zielgruppen und innovative Produktkategorien.

Die ProWein präsentiert seinen ersten Sparkling Report für die internationale Wein- und Spirituosenbranche. Darin wird die Entwicklung der wichtigsten internationalen Schaumweinherkünfte analysiert. Zudem wird gezeigt, welche Regionen aktuell wachsen und wo künftig besonderes Marktpotenzial liegt. Im Fokus stehen etablierte Kategorien wie Prosecco, Champagner, Crémant, Cava, deutscher und österreichischer Sekt, Franciacorta und Lambrusco ebenso wie aufstrebende Herkunftsländer und Regionen wie Großbritannien, Ungarn, Kalifornien und Tasmanien.

Trotz veränderter Konsumgewohnheiten, wirtschaftlicher Unsicherheiten und eines rückläufigen Weinkonsums zeigt sich der globale Schaumweinmarkt deutlich widerstandsfähiger als viele andere Weinsegmente: Für das Jahr 2025 wird das weltweite Marktvolumen auf insgesamt 54,7 Milliarden US-Dollar (48 Milliarden Euro) geschätzt.

Vor allem das Premiumsegment bei Schaumwein wächst weiter: Während klassische Kategorien mit einer schwächeren Nachfrage zu kämpfen haben, legen andere deutlich zu: Crémant erreicht Rekordabsätze, Prosecco baut seine internationale Spitzenposition weiter aus und neue Herkunftsregionen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig steigt weltweit das Interesse an hochwertigen, terroirgeprägten Schaumweinen sowie an alkoholfreien Alternativen.

Der Schaumweinmarkt befindet sich weltweit in einem spannenden Wandel. Neben etablierten Herkunftsregionen entstehen neue Märkte, neue Stilistiken und neue Konsumanlässe. Mit dem Sparkling Report möchten wir der Branche Orientierung bieten und aktuelle Entwicklungen kompakt und fundiert 

– Frank Schindler, Director der ProWein Düsseldorf

Österreich konsumiert österreichischen Sekt

In Österreich wurden 2025 rund 25 Millionen Liter Schaumwein produziert, also etwa zehn Prozent der gesamten Traubenernte. Der Großteil des österreichischen Sektes wird im eigenen Land konsumiert. 2024 gingen etwa 675.000 Liter abgefüllter Schaumwein und 2,4 Millionen Liter Perlwein ins Ausland, vor allem nach Deutschland, in die Schweiz und in die USA.

In Deutschland wurden 2025 rund 234,1 Millionen Flaschen Schaumwein verkauft. Das ist ein leichter Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Fast neunzig Prozent des deutschen Sekts wird im eigenen Land getrunken. Die wichtigsten Märkte für die Mitglieder des Verband traditioneller Sektmacher (VDS) sind Österreich, Frankreich und die Tschechische Republik. Das Interesse an deutschem Sekt würde aber auch international wachsen: »Besonders in Märkten mit einer hohen Affinität zu Premium-Schaumweinen – etwa in Skandinavien und Asien – sehen deutsche Hersteller Chancen«, so Dr. Alexander Tacer, Geschäftsführer des VDS.

Ein drittel der Deutschen trinkt halbtrocken

Im Glas darf es für die deutschen Verbraucher:innen auch mal süßer sein: Mehr als die Hälfte der verkauften Sekte (56 Prozent) waren trocken, also mit 17 bis 32 g/l Restzucker, 31 Prozent waren halbtrocken (32 bis 50 g/l Restzucker).

Mit dem Sparkling Report erweitert die ProWein ihr ganzjähriges Informationsangebot für die internationale Weinbranche. Konzipiert und realisiert wurde der Report von A2 Wine & Things unter der Leitung von Alexandra Wrann, Weinjournalistin und DipWSET-Absolventin.


 

Redaktion
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