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© Schloss Elmau / Frank Grimm

Kulinarisches Comeback: Thai-Spitzenköchinnen kehren ins »Schloss Elmau« zurück

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Nach sechs Jahren kehren die thailändischen Zwillingsschwestern Vilai und Virat Kanjan ins Schloss Elmau zurück. Im Restaurant »Fidelio« bringen sie ihre vielfach ausgezeichnete Thai-Küche erneut auf den Teller – verfeinert mit Einflüssen aus Myanmar, Indien und der Schweiz.

Sie bekochten Angela Merkel und andere Staatschefs beim G7-Gipfel 2015 und prägten eine ganze Ära im »Schloss Elmau«. Und jetzt sind sie zurück: Die Zwillingsschwestern Vilai und Virat Kanjan übernehmen erneut das kulinarische Zepter im Restaurant »Fidelio«. Sechs Jahre nach ihrem Abschied kehren die thailändischen Spitzenköchinnen mit neuem Visum, geschärftem Profil und frischen Ideen in die bayerischen Alpen zurück.

Bereits zwischen 2015 und 2019 hatten die Schwestern die Küche des »Fidelio« maßgeblich geprägt – mit authentischer Thai-Küche auf Fine-Dining-Niveau, wie sie in Europa nur selten zu finden ist. Ihre erste Amtszeit begann spektakulär: Direkt zu Beginn bewirteten sie beim G7-Gipfel in Elmau hochkarätige Staatsgäste, darunter auch die damalige Bundeskanzlerin.

»Wir haben es damals sehr bedauert, dass ihr Visum auslief«, sagt Schlossherr Dietmar Mueller-Elmau rückblickend. Umso größer sei nun die Freude, die beiden wieder an Bord zu haben. »Sie bringen nicht nur ihr Können, sondern auch neue Inspiration aus Asien und Europa mit.«

Von Bangkok über die Schweiz zurück in die Alpen

Untätig waren Vilai und Virat Kanjan in der Zwischenzeit keineswegs. Nach ihrem Abschied aus Elmau führte ihr Weg unter anderem in das renommierte »Bürgenstock Resort« in der Schweiz, wo sie im »Spices Kitchen & Terrace« die fernöstliche Küche weiterentwickelten. Anfang 2025 verbrachten sie mehrere Monate in Bangkok – dort, wo ihre internationale Karriere 1986 ihren Anfang nahm. Die Rückkehr ins »Schloss Elmau« ist für die beiden nicht nur ein professionelles, sondern auch ein emotionales Wiederankommen.

© Schloss Elmau

Im »Fidelio« wollen sie sich künftig nicht nur auf die klassische Thai-Küche beschränken. Vielmehr soll eine aromatische Fusion entstehen, die sich auch von Myanmar, Indien und modernen globalen Einflüssen inspirieren lässt – ohne dabei ihre kulinarischen Wurzeln zu verleugnen.

Frischer Kurs im gesamten Haus

Das »Fidelio« war seit dem Weggang der Kanjan-Schwestern als Pop-up-Location genutzt worden – mit Gastköch:innen aus Europa und Indien, begleitet von kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerten. Mit der Rückkehr der Schwestern erhält das Restaurant nun wieder ein klares Profil – als feste Adresse für asiatisch inspirierte Fine Cuisine.

Gleichzeitig erfährt auch die gesamte kulinarische Landschaft von »Schloss Elmau« eine gezielte Weiterentwicklung. Executive Chef Philipp Schlosshauer, seit Anfang 2024 im Amt, betont die Handschrift seines Teams: »Wir möchten unsere Gäste nicht nur satt machen – wir wollen sie überraschen, begeistern, manchmal auch herausfordern.« Der gebürtige Berliner hat unter anderem bei Kolja Kleeberg und Tim Raue gelernt und bringt Erfahrung aus dem »Castello del Sole«, dem »Kempinski Hotel Berchtesgaden« und dem »Regent Berlin« mit.

Mediterran, japanisch oder alpenländisch

Das ehemals regional-alpine »Tutto Mondo« richtet seinen Fokus nun auf die mediterrane Küche – mit Einflüssen aus Italien, Spanien und Frankreich. Auch im »Summit« dominieren nun mediterrane Aromen, während der »Summit Pavillon« sich auf Sushi und Sashimi sowie kreative Interpretationen klassischer japanischer Gerichte konzentriert.

Das Familienrestaurant »La Salle« bleibt der bayerischen und österreichischen Küche verpflichtet, ebenso wie die Elmauer Alm, die in 1.200 Metern Höhe urige Schmankerl in beeindruckender Bergkulisse serviert.

Wer es leichter mag, findet im »Ananda im Badehaus« Bistro-Gerichte mit Fokus auf gesunde Ernährung. Für exklusive Veranstaltungen stehen zudem die Kaminstube und das Ganesha zur Verfügung.

Sterneglanz im »Ikigai«

Das kulinarische Flaggschiff bleibt jedoch das »Ikigai«, das vom Zwei-Sterne-Koch Christoph Rainer geleitet wird. Bereits seit 2017 im Haus, entwickelte Rainer das frühere »Luce d'Oro« zu einem Ort für japanisch-französisch inspirierte Kreativküche. Unterstützt wird er von Chef-Sommelière Marie-Helen Krebs, die mit ihrem Gespür für stimmige Weinbegleitungen zum ganzheitlichen Genusserlebnis beiträgt.


 

Redaktion
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