Mit Karte oder bar? So bezahlen Reisende weltweit – laut »Cashless Travel Index«
Urlaub ohne Bargeld? In vielen Metropolen reicht heute die Karte. Der »Cashless Travel Index« zeigt, wo Reisende problemlos digital zahlen – und wo Scheine und Münzen weiterhin dazugehören.
Kein Abheben am Automaten, kein Geldwechsel: Für viele Reisende gehört bargeldloses Bezahlen inzwischen genauso zum Urlaub wie das Smartphone in der Hosentasche. Doch wie einfach ist Cashless Travel tatsächlich rund um den Globus? Der aktuelle »Cashless Travel Index« des Reiseportals Urlaubstracker zeigt, wo Urlauber:innen problemlos bargeldlos zahlen können – und wo der Geldbeutel weiterhin gefüllt sein sollte.
In diesen Metropolen reicht meist die Karte
Wer in großen Metropolen unterwegs ist, kann das Portemonnaie häufig zuhause lassen. Besonders kartenfreundlich sind asiatische Städte wie Seoul, Singapur, Hongkong oder Shanghai. Aber auch in modernen Metropolen wie New York City, London oder Dubai ist bargeldloses Bezahlen längst Alltag.
Ähnlich unkompliziert funktioniert das Zahlen mit Karte in Skandinavien – etwa in Oslo, Stockholm oder Kopenhagen. Selbst kleine Cafés, Kioske oder öffentliche Verkehrsmittel akzeptieren dort meist kontaktlose Zahlungen.
Bezahlkulturen weltweit
Wie stark die digitale Bezahlkultur verankert ist, zeigen auch die Zahlen: In Südkorea wird im Schnitt rund 811-mal pro Jahr mit Karte bezahlt – mehr als doppelt so häufig wie in Deutschland. In Europa gilt Norwegen als Vorreiter: Hier greifen Menschen durchschnittlich 721-mal jährlich zur Karte oder zum Smartphone.
Für Reisende bedeutet das: In diesen Städten genügt oft ein Smartphone oder eine Kreditkarte – Bargeld ist höchstens eine kleine Sicherheitsreserve.
Wo Bargeld unerlässlich ist
Ganz anders sieht es in vielen klassischen Urlaubsdestinationen aus. In Ländern wie Ägypten oder Marokko sowie in Teilen Südostasiens, etwa in Thailand oder auf Bali, bleibt Bargeld vielerorts unverzichtbar.
Während größere Hotels oder internationale Restaurants Kreditkarten akzeptieren, werden Taxifahrten, Marktbesuche oder kleinere Einkäufe häufig ausschließlich bar bezahlt. Wer hier unterwegs ist, sollte genügend Bargeld – möglichst in kleineren Scheinen – dabeihaben. Wechselgeld ist nicht überall selbstverständlich, und passende Beträge erleichtern den Alltag erheblich.
Die goldene Mitte: Karte plus Bargeld
Zwischen Hightech-Metropolen und Bargeld-Destinationen gibt es zahlreiche Reiseziele, in denen eine Mischung aus Karte und Bargeld am sinnvollsten ist. Dazu zählen Städte wie Istanbul, Tokio, Athen, Prag oder Rom.
Auch in vielen Teilen von Deutschland und Österreich kommt man zwar weit mit Karte, doch für Trinkgeld oder lokale Verkehrsmittel ist Bargeld oft noch hilfreich. In Euroländern wie Italien oder Griechenland ist das unkompliziert – schließlich bleibt die Währung vertraut. In Ländern mit Fremdwährung lohnt sich dagegen etwas Vorbereitung, etwa beim Wechseln oder Abheben vor Ort.
Gut vorbereitet reist es sich entspannter
Der Trend zum bargeldlosen Reisen ist klar – doch weltweit verläuft die Entwicklung unterschiedlich schnell. Während manche Städte schon heute nahezu vollständig digital bezahlen, bleibt Bargeld in vielen Urlaubsländern Teil des Alltags.
Wer sich vor der Reise über die lokalen Gepflogenheiten informiert und eine Kombination aus Karte, Smartphone und etwas Bargeld einplant, reist am Ende meist entspannter – ganz gleich, ob der nächste Trip nach Seoul, Rom oder Bali führt.