Restaurant-Reservierung: Wie viel zu spät darf ich sein?
Wer zu spät kommt, riskiert Ärger – oder doch nicht? Alain Weissgerber und Barbara Eselböck vom »Taubenkobel« verraten, wie viel Toleranz Restaurants bei Verspätungen wirklich haben.
Man kennt das: Man hat einen Tisch reserviert, hetzt durch die Straßen, und auf einmal ist man fünf Minuten zu spät. Zehn. Vielleicht sogar fünfzehn. Doch wie viel Toleranz gibt es wirklich in Restaurants?
Alain Weissgerber und Barbara Eselböck, die gemeinsam das 2-Sterne-Restaurant »Taubenkobel« im Burgenland führen, kennen die Herausforderung aus eigener Erfahrung: »Wir planen unsere Abläufe sehr präzise, daher hilft es uns enorm, wenn Gäste pünktlich kommen. Eine Verspätung von bis zu 15 Minuten ist in der Regel unproblematisch – danach bitten wir um einen kurzen Anruf, damit wir entsprechend disponieren können.«
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben?
Ihre Worte machen deutlich: Restaurants jonglieren ständig mit Personal, Küchenzeiten und Tischbelegungen. Selbst eine kleine Verzögerung kann den Ablauf durcheinanderbringen, besonders zu Stoßzeiten. Ein Anruf im Falle einer Verspätung ist nicht nur höflich, sondern auch hilfreich – für beide Seiten.
Doch was bedeutet das für uns Gäste? Kurz gesagt: Wer zu spät kommt, sollte nicht einfach hoffen, dass alles schon arrangiert ist. Lieber eine schnelle Nachricht, und man zeigt Respekt für die Arbeit hinter den Kulissen. Wer die 15-Minuten-Marke überschreitet, riskiert, dass der Tisch bereits weitergegeben oder das Essen verzögert wird. Pünktlichkeit bleibt die beste Lösung, aber ein kurzer Anruf ersetzt nicht nur ein schlechtes Gewissen, sondern kann auch peinliche Situationen vermeiden.