Rotterdam: Ein kulinarischer Streifzug durch die Hafenstadt
Die niederländische Hafenstadt punktet mit moderner Architektur, charmanten Vierteln und einer aufstrebenden Gastro-Szene. Falstaff hat einige Lokale aufgespürt und gibt Tipps für einen genussvollen Aufenthalt in Rotterdam.
Was man in Rotterdam schnell merkt: Die Holländer lieben Kaffee und Brot! Das zeigt sich nicht nur an den zahlreichen spezialisierten Cafés, Bistros und Bäckereien, sondern eben auch am Frühstücksangebot. Denn warme Frühstücksspeisen wie etwa Egg Benedict, Omelett, pochierte Eier oder Rührei mit Speck werden immer auf getoasteten Brotscheiben serviert.
Besonders beliebt ist das Frühstücksangebot im «Harvest Café & Bakery» im Stadtzentrum. Dort muss man sich am Wochenende schon mal in eine Warteschlange einreihen, um den Kaffee von ausgezeichneten Baristas, feine Croissants, köstliches Sauerteigbrot, Eierspeisen oder vitale Getreidebowls zu geniessen. Da keine Reservierung möglich ist, muss man sein Glück spontan versuchen.
Typisch holländisch: Fritten mit Erdnussbutter
Beim Spaziergang durch die Stadt stellen wir fest, wie hoch die Dichte an asiatischen Take-Aways, Delis und Restaurants ist. Von Indisch, über Thai, bis hin zu Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Vietnamesisch, die Stadt präsentiert sich kulinarisch multi-kulturell. Da wir aber vor allem die holländische Kulinarik besser kennenlernen wollen, fragen wir bei Einheimischen nach. Und erfahren: Die Holländer essen ihre Fritten mit Erdnussbutter. Besonders fein sind sie bei «Bram Ladage», einer holländischen Kette, die gleich mehrere Standorte in Rotterdam betreibt. Eine durchaus interessante Kombi! Wer sich damit nicht anfreunden kann, kann die knusprigen Pommes natürlich auch mit Mayo oder Ketchup bestellen.
Köstlich und regional-saisonal kann man ferner im «De Matroos en Het Meisje» (Der Matrose und das Mädchen) in Katendrecht speisen. Das originelle Lokal mit karierten Tischdecken bietet mittags und abends feine Menüs, die zwischen drei und sechs Gänge umfassen. Da die Speisekarte sich nach der saisonalen Verfügbarkeit richtet, wechselt diese stetig.
Fine-Dining
Ein weiterer Hotspot ist das «Héroine» in einem ehemaligen Industriegebäude am Kipstraat 12. Im hippen Lokal setzt man auf Fine-Dining in ungezwungenem Ambiente, das Menü umfasst bis zu sieben Gänge, wobei wahlweise auch weniger Gerichte serviert werden.
Und 100 Prozent Holland auf dem Teller gibt es im «Tres» am Hafen. Dort servieren Michael van der Kroft und Emy Koster eine exquisite Gourmet-Küche mit ausschliesslich lokalen Zutaten, ein klares Statement für Regionalität und ihre Liebe zur Heimat.
Wenn die Sonne untergeht
Wer nun noch das Rotterdamer Nachtleben kennenlernen möchte, kann die Ausgehmeile «Witte de Withstraat» besuchen. Eben diese Strasse bietet eine Vielzahl an Bars und Restaurants, die am Wochenende oft in Clubs umgewandelt werden. Aber auch am Rathausplatz oder im Hafenviertel gibt es tolle Wein- und Cocktailbars. Feine Cocktails servieren etwa die erfahrenen Bartender Salvo und Rick in der «Bar Break» im Katendrecht-Viertel. Die beiden betreiben die schmucke Bar mit viel Hingabe und halten für jeden Geschmack das richtige (Mix)-Getränk bereit.
Kaas
Und wer nun noch Hollands Käsekultur entdecken möchte, dem sei dieser Tipp ans Herz gelegt: Im Laden «Kaas aan de Maas» kann man sich ein Stück direkt von den grossen Laiben schneiden lassen. Es gibt auch Degustationsmöglichkeiten und eine schöne Auswahl an Käse aus aller Welt.
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