Restaurant-Red-Flags: Worauf Menschen beim ersten Date wirklich achten
Ein Restaurantbesuch beim ersten Date kann schnell zum Härtetest werden. Vom Umgang mit der Bedienung bis hin zu den Tischmanieren zeigt sich, was Herzen öffnet und welche No-gos laut Umfrage für das Gegenteil sorgen.
Die meisten Menschen haben bestimmt schon einmal ein erstes Date in einem Restaurant verbracht. Mit Erfolg oder ohne – das sei dahingestellt. Nicht ohne Grund ist Essengehen eine beliebte Option, um sich näher kennenzulernen. Dass Liebe durch den Magen geht, kommt nämlich nicht von ungefähr und kann hier auf Herz und Nieren getestet werden. Denn sobald man mit jemandem ein Restaurant betritt, erfährt man ausgesprochen viel über die Person.
Zwischenmenschlichkeit zum Beispiel: Wie verhält sich die Person gegenüber dem Personal? Manieren: Spricht sein Date mit vollem Mund? Oder – um Himmels Willen – schaut der Gegenüber während des zweiten Gangs pausenlos auf sein Handy. Geschmack: Herrscht ein gemeinsames kulinarisches Interesse oder könnten jeweils die Ausprägung der Geschmacksknospen nicht weiter voneinander entfernt sein. All das (und noch vieles mehr) lernt man beim ersten gemeinsamen Besuch im Restaurant.
Liebe auf den ersten (prüfenden) Blick?
Laut einer Umfrage des Reservierungs-Portals »Open Table« gelten für 60 % der Deutschen gemeinsame Essensvorlieben als wichtigster Faktor in einer Beziehung. Wenn man gemeinsam die Karte studiert und auf gleiche kulinarische Interessen stößt, lassen sich somit die ersten Pluspunkte sammeln. Und noch etwas hat die Studie herausgefunden: Die »Green Flags« (positive Signale) und »Red Flags« (absolute No-gos), die beim ersten Besuch im Restaurant besonders großen Einfluss haben.
Ganz oben auf der Liste der absoluten No-gos stehen schlechte Tischmanieren: Für 76 % der Befragten ist es eine klare »Red Flag«, wenn das Gegenüber die Etikette am Tisch völlig außer Acht lässt. Dicht gefolgt wird dieses Fehlverhalten von Unhöflichkeit gegenüber dem Servicepersonal, was 74 % der Deutschen abschreckt. Wer also beim Essen die gute Kinderstube vermissen lässt oder sich ständig über das Ambiente und die Speisekarte beschwert (59 %), hat meist schon verloren. Auch Unpünktlichkeit (55 %) und die plumpe Erwartung, dass der andere die komplette Rechnung übernimmt (45 %), gehören zu den Liebestötern im Restaurant. Da kann Amor noch so gut mit seinem Pfeil zielen.
Doch zum Glück gibt es ebenfalls »Green Flags«, mit denen man nachweislich glänzen kann. Ein großzügiges Trinkgeld ist für 64 % ein echtes Plus – 16 % nutzen dies sogar ganz gezielt, um ihr Date zu beeindrucken. Ebenfalls sympathisch: positive Kommentare über den Service (63 %). Wenn es ans Bezahlen geht, schätzen es 61 % der Deutschen sehr, wenn das Date die gesamte Rechnung übernimmt, wobei auch das Teilen der Zeche (48 %) oder das gemeinsame Probieren verschiedener Speisen (52 %) als charmante Signale gewertet werden.
Fazit
Am Ende zeigt sich: Ein Restaurantbesuch ist weit mehr als nur die bloße Nahrungsaufnahme – er ist ein kleiner Verhaltenstest unter Realbedingungen. Doch egal, ob man nun mit perfekten Manieren punktet oder das Teilen der Vorspeise als Eisbrecher nutzt, es gibt einen Tipp, der jedes Date zu einem guten macht. Nämlich dann, wenn das Essen so hervorragend schmeckt, dass selbst der Gegenüber zweitrangig wird und ein gelungener Abend unabhängig der »Flaggenfarbe« garantiert ist. Deswegen: Immer ein Restaurant mit Genussgarantie wählen.