Restaurant Donauhof eröffnet in Wien-Leopoldstadt
Das 1902 errichtete »Hotel Donauhof« wurde zuletzt als Holzlager genutzt. Nun eröffnet darin ein Lokal mit österreichischer Küche, feinen Weinen und unkomplizierter Atmosphäre.
Das ehemalige »Hotel Donauhof« wurde 1902 in der Engerthstraße 141, in Nähe des ehemaligen Nordbahnhofs, gebaut und von Architekt Franz von Neumann konzipiert. Damals wurde es vorwiegend von Industriellen auf der Durchreise aufgesucht, der Ballsaal diente als Spielstätte und Casino, daneben befanden sich ein Speisesaal, ein Schankzimmer, ein Café sowie ein Friseursalon. In den letzten Jahrzehnten wurde der Ballsaal als Holzlager der Familie Hödl verwendet.
In den letzten Jahren wurden vom Hilfsverein der Baptisten Österreichs (Mitglied der Diakonie Österreich) umfassende Revitalisierungsmaßnahmen durchgeführt, um die rund 1000 Quadratmeter im Erdgeschoss des historischen Gebäudes wieder zum Leben zu erwecken. Ursprünglich war geplant, dort neben einem Lokal auch eine Eventlocation sowie einen Coworking-Space für soziale, innovative Projekte zu schaffen. Während sich das Konzept für den ehemaligen Ballsaal aktuell in Richtung Artspace mit Atelierplätzen und einem geplanten Artist-in-Residence-Programm entwickelt und der Coworking-Space weiterhin vorgesehen ist, liegt der Fokus nun auf dem Lokal. Dieses öffnet ab 30. April im Rahmen eines Soft Openings erstmals seine Türen.
Im Mittelpunkt stehen Gerichte, die wir selbst gerne essen.
Kulinarisch setzt man bewusst auf eine reduzierte Küche, mit regelmäßig wechselnder Karte. »Neben einer ausgiebigen Snackkarte – für alle, die vor allem zum Weintrinken kommen – gibt es eine kleine Auswahl an Vorspeisen, zwei Zwischengängen und rund vier Hauptspeisen, ergänzt durch saisonale Specials«, so Klimt.
Stilistisch ist die Küche klassisch österreichisch geprägt, mit Einflüssen aus der französischen Küche – ohne sich zu stark festlegen zu wollen: »Im Mittelpunkt stehen Gerichte, die wir selbst gerne essen und die gut mit Wein funktionieren. Man kann klassisch kommen und Vorspeise und Hauptgang bestellen – oder als größere Runde mehrere Gerichte teilen. Beides ist bei uns gleich selbstverständlich.« Sonntags soll es zudem regelmäßig einen Sonntagsbraten geben. »Man munkelt hier öfters einen Schweinsbraten anzutreffen«, so Klimt.