Die besten 10 Restaurants für Mittlere Preisklasse in Tirol
Max Stock gelingt es immer wieder famos, heimatliche Akzente in kreative Menüs auf hohem Niveau zu integrieren. In der intim-gemütlichen Stube serviert er etwa Wildfang-Zander und Zillertaler Wagyu.
Vor drei Jahren war hier vom Umzug des »Oniriq« – Innsbrucks bestes Restaurant – in eine neue Lokalität zu lesen. Stammgäste aus der Immobilienbranche schufen für das seinerzeitige Team einen Ort mit Anleihen am Kopenhagener »Geranium«. Mit neuer Mannschaft kam nach Wirrnissen Ruhe ins Geschehen. Und nun erneut eine Rochade: Nach dem Abgang des Küchenchefs rückte Souschef Ben Glowacz nach, seine Zwillingsschwester Nadine – zuvor im Hangar-7 – ist neue Sommelière. Gestartet wird mit einem vielfältigen »Vorspiel« – Tiroler Blattl mit Karotte und Majoran, gebratener Romanasalat mit fermentiertem Knoblauch und das legendäre Leberkassemmerl mit Eigelb-Mayo, gepickeltem Kohlrabi und Senfkörnern – alles richtig gut. Bei der Pilzcreme zum Brot besteht Suchtpotenzial. Das Menü (vier oder sieben Gänge) startet mit dem aufwendigsten Gericht – unten eine Zwetschken-Mischung im Stil von Umeboshi, darauf Alpengarnele mit Mangold, Erdnusscreme, darüber Forellenkaviar und rundum Garnelenschaum von den Karkassen. Am besten vertikal durchmischt ergeben die Schichtungen ein großartig komplexes Ganzes. Dann puristisch: Herzbries – das beste Stück der Thymusdrüse – lange blanchiert und knusprig angebraten, darauf blanchierte Blätter von Kohlsprossen mit Preiselbeere in Kerbelsauce. Rosa Rehrücken kommt mit Steinpilzkrokette und orientalisch gewürztem Spinatstreifen mit Nussbutter-Rehlebercreme. Dazu passt ein Glas vom aufregend gut gereiften Blaufränkisch Bühl 2013 von Preisinger. Je nach Budget sind auch die großen Lagen von Krug, Top-Bordeaux, Loire-Raritäten oder eine Magnum Dom Pérignon P3 Rosé 1988 vorrätig.
In der Alpin Gourmet Stube formt Paul Markovics aus regionalen Zutaten kleine Kunstwerke – präzise, überraschend, voller Tiefe. Sophia Jehle ergänzt sie mit Weinen, die jeden Gang zum Erlebnis machen.
Der Gannerhof ist als Gesamtpaket eine Institution. Die originalgetreuen Villgrater Bauernhöfe bieten einzigartiges Ambiente für eine ambitionierte Küche, die tief in Tradition und Natur verwurzelt ist.
Der 400 Jahre alte Gasthof im Stanglwirt bietet Tradition, die alle glücklich macht. Regionalität gibt den Ton für Tiroler Schmankerl an, die tolle Weinkarte unter Walter Kaltschik ergänzt flüssig.
Bernhard Hochkogler setzt in seiner Küche auf Ausgewogenheit und kreative Ideen, stets mit regionalem Bezug, zubereitet mit Leidenschaft und Ambition. Tipp: Gondel-Dinner auf der Panorama-Terrasse.
Zu keinem Wirtshaus lässt sich gerade so viel erzählen wie über den »Schwarzen Adler« in Jochberg bei Kitzbühel. »Seit 1492« führt man mit dem Aviso, schon länger Gäste zu bewirten, als Amerika entdeckt wurde. Die prächtigen Stuben frischten die neuen Pächter mit Sinn für die Substanz auf. Der spektakuläre »Kaisersaal« wurde anlässlich einer Visite Seiner Majestät errichtet und war 1900 einen Tag in offiziellem Gebrauch. Soweit zur Hardware, die bislang kulinarisch kein adäquates Spiegelbild hatte. Mit der Wintersaison hat sich das gründlich geändert. Wer auf der Homepage zum Team scrollt, mag sich wundern. Da wäre einmal Geschäftsführer Klaus Pinter, zuvor führend bei Commerzbank oder Lloyd Fonds tätig und nun Gründer eines KI-gesteuerten Versandhandels für hochwertiges Fleisch namens »MEZGa«. Hier kommt Hannes Hönegger ins Spiel – als Qualitätsmetzger bekannt, Co-Entwickler der Wiener »Tatarie Marie« und Lieferant zahlreicher Top-Restaurants. Er steuert das Fleischwissen für den Webshop bei und ist zugleich Gastgeber im »Schwarzen Adler«, der auch als eine Art Schauraum für die »MEZGa«-Produkte fungiert. Und damit das tolle Fleisch auch würdig zubereitet auf die Teller kommt, stieß zum bisherigen Küchenchef Mario Naschenweng noch Marco Gatterer dazu, zuvor hochdekorierter Koch des »Berggericht« in Kitzbühel. Das wurde vom Management unter seltsamen Umständen im Juli 2025 über Nacht geschlossen. Gatterer lernte einst bei Größen wie Reitbauer, Sieberer, Nickol und Wallner und hebt hier nun Wirtshausküche auf ein neues Niveau. Handgeschnittenes Beef Tatar wird von Hönegger bei Tisch komponiert, dazu holzofengegrillte Salatherzen und Dottercreme. Und obwohl man sich dezidiert nicht als Fine-Dining-Adresse versteht, kann sich Gatterer Abstecher dorthin nicht verkneifen. Siehe sein neu interpretierter Germknödel: Optisch ident der deftigen Hüttenvariante, kommt ein zarter Germschaum mit Powidl, Zwetschkensorbet und drunter marinierte Entenleber – exzellent. Zartes Jochberger Lamm wird als Dreierlei aufgetragen – marinierte Karree-Spieße, gefüllte Paprika mit Faschiertem und Leber. Besonders beliebt: Gamslasagne – weniger saftig als gewohnt, denn die Teigschnitten kommen kurz auf den Grill, dazu »Tiroler Einbrenn« mit Bergkäse und Pilzallerlei. Die Weinkarte erfüllt die ortsüblichen Ansprüche – von Chateau Lafleur abwärts bis zu sehr freundlich gepreisten Einstiegsweinen finden alle etwas. Die Region Kitzbühel hat eine alte neue Top-Adresse.
Mit Blick auf die Berglandschaft von der Sonnenterrasse aus die Seele baumeln lassen und genießen. Ein Hauch Luxus darf es dabei sein – etwa Beef Tatar mit N25-Kaviar oder Flammkuchen mit Trüffel.
Auf 2350 Metern kehrt man in der Wedelhütte immer wieder gerne ein: Topservice, Spezialitäten von Gulaschsuppe bis Fine Dining am Abend. Am besten auch gleich übernachten und das Frühstück genießen!
Küchenchef Wieser weiß seine Gäste zu begeistern und im besten Sinne kulinarisch »abzuholen«. In der Stube, im Garten – egal wo: Die regionalen Schmankerl sind modern und von Topweinen begleitet.
Die Unterwirtinnen füllen das Gebäude von 1490 mit so viel Leben, dass es eine wahre Freude ist! Im Restaurant kreiert Christian Ranacher mit Heimatliebe tolle, kreative Gerichte in Slow-Food-Qualität.
Im Bichlhof fühlt man sich als Gast sofort zu Hause. Die Lebensmittel stammen aus der näheren Umgebung und sind genauso bodenständig wie zeitgemäß zubereitet. Tipp: Fondue Chinoise auf Vorbestellung!
Ob man wegen der saisonalen Wirtshausküche oder wegen des Feinschmeckermenüs von Max van Triel hier einkehrt: Garantiert werden beste Zutaten mit geübtem Handwerk zu feinen Gerichten verarbeitet.
Österreich trifft Italien und die Vielfalt begeistert: Steak-Cuts in Topqualität vom Holzkohlegrill, knusprige Pizzen frisch aus dem Ofen. Bis zu den Desserts zieht sich die Qualität linear durch!
Die Familie Mascher führt Hotel und Restaurant mit Herzblut. Hier an der Pustertaler Höhenstraße einkehren und die regionalen Schmankerl als Überraschungsmenü in vier bis sechs Gängen genießen: fabelhafte Idee!
Ob auf der Terrasse oder im stilvollen Lokal – hier trifft regionale Qualität auf kreative Küche. Thomas Grander und sein Team begeistern à la carte, mit Überraschungsmenüs und mit viel Herzlichkeit.
Hier wohnt das gute Leben, das spürt man in dem schönen Hotel der Ebsters sofort. Das Restaurant ist ein Kleinod mit viel Geschichte, ausgesucht regional inspirierten Speisen und toller Weinauswahl.
Wer es sich leisten kann oder das Privileg genießt, hier schon immer zu wohnen, darf sich über die wunderbar ruhige Lage am Hochplateau über Innsbruck freuen. In Lans oder auch im benachbarten Igls fühlt es sich idyllisch ländlich an – und doch sind es nur Minuten hinunter in die Landeshauptstadt. Umgeben von prächtigen Villen, alten Bauernhöfen und satten Wiesen liegt der – seit dem Mittelalter bekannte – »Wilde Mann« als Hort bürgerlicher Tradition. Seit 1985 führt die Familie Schatz das stattliche Haus. Eine Reminiszenz an alte Zeiten ist eine eingemauerte Tafel neben dem Eingang mit Hausgerichten zu Schillingpreisen: »Bauernspeck 28,- S« oder günstiger »Tiroler Gröstl 18,- S«. Heute gibt’s in den wunderschönen Stuben etwa ein köstliches Ganslgröstl zu 27 Euro, zuvor empfiehlt sich etwa das Carpaccio vom Tiroler Hirschrücken auf eingelegtem Rotkraut mit gerösteten Walnüssen. Nicht immer zu haben: Bauernbratl vom Viller Berglamm mit Zwiebeln, Karotten, Bratkartoffeln und Krautsalat. Das Service glänzt mit Schmäh, die Weinkarte mit viel Österreich und allerlei aus dem nahen Italien. Das Zillertaler Bier wird vorbildlich gezapft. Und eine Malakofftorte dieser Machart mit »reichlich« Nussbuttercreme kann man wohl lange anderswo suchen gehen.
Eine Küche im Einklang: fein komponierte Gourmetgänge, die Leichtigkeit und Tiefe verbinden. Authentische alpine Küche mit hohem Anspruch. Genuss, der Körper, Geist und Seele gleichermaßen berührt.
Wild und Merinoschaf zeigen, wie herzhaft Regionalität schmecken kann. Familie Gründler kocht mit Hingabe, Erfahrung und dem Besten aus der Karwendelregion. Ein Stück Tirol zum Verlieben.