Im Frühling stellte das «Les Trois Rois» den frisch renovierten Kopfbau des Hotels vor. Die Stararchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron betreuten das Projekt persönlich – auch den Umbau des ehemaligen Ballsaals im Hochparterre, in dem sich nun das dritte Restaurant des Hauses befindet, das «Banks». Sein Herzstück bildet eine ovale Bar, über der eine Kunstinstallation von Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger hängt, die aus unzähligen Elementen besteht. Wer alleine an der Bar isst, kann sich durch seine Betrachtung gut einen Abend lang unterhalten. Serviert wird eine zeitgenössische, asiatisch-europäisch-peruanische Fusionküche in Form von Sharing-Plates. Küchenchef Kevin Bornschein arbeitete zuvor im «Matsuhisa» in München, das merkt man den Gerichten an. Es gab es eine Vielzahl an verschiedenen Geschmäckern und Texturen: eine Karotte im Kataifi-Teig mit Tahini, roten Linsen und Gewürzen, ein Ceviche aus Wolfsbarsch erster Güte, dessen Leche de Tigre für unseren Geschmack etwas mehr Pfiff vertragen hätte, was aber von einem gleichzeitig servierten und sehr gut gewürzten Wagyu Tataki ausgeglichen wurde. An der Ausführung und Präsentation der Gerichte gab es nichts auszusetzen, auch der Misolachs war perfekt gegart, genauso wie das Filet vom Grill mit Chimichurri. Ein Gericht, das unbedingt auf der Karte bleiben sollte, war die «Banks Carbonara» – Udon-Nudeln mit Stundenei und Nori, am Tisch angerichtet. Beim Dessert vermochte das feine Matcha-Tiramisu zu überzeugen. Auf der eher hochpreisigen Getränkekarte gibt es viele spannende Weine, einige Sakes und eine gute Auswahl an alkoholfreien Tropfen.