Der Name macht dem Lokal schon alle Ehre: Rund ums «Schöngrün» ist es schön und grün. Wir starten mit einem Gruss aus der Küche von Alexis Jauregui. Der Lachs-Happen wird mit Yuzu-Sesam und fein gehackten Kräutern getoppt. Alsbald folgt die Vorspeise: eine Gazpacho aus gelben Tomaten, geräuchertem Labneh und Basilikumsorbet. Perfekt für den Sommermonat Juli. Der Begleiter ist ebenfalls glücklich mit dem French Toast mit Tomaten, Freiburger Mozzarella und Sonnenblumenkernen. Obwohl die Küche unterbesetzt ist – als wir vor Ort sind, werken zwei Köchinnen für die Verköstigung des ganzen Restaurants – bekommen wir einen Zwischengang: eine kühle Gurken-Melonen-Aguachile und sommerliche Peperoni-Gnocchi. Beide Happen sind grandios. Den Vegi-Hauptgang – Falafel aus Schweizer Linsen – findet der Begleiter etwas trocken, aber in Zucchetti-Sauce und Pico de Gallo getunkt trotzdem fein. Der Brioche-Burger ist elegant klein und akkurat angerichtet: Das gezupfte Duroc-Schweinefleisch passt gut zur Brombeer-BBQ-Sauce, Rucola, Pickels und Kabis. Dann ein Prädessert: Jauregui liebt Tee, weshalb sie einen Eistee in ein Dessert verwandelt hat. Das geht so: Pfirsichkompott und -sorbet, «Earl Grey»-Panna cotta, Zitronen-Thymian-Gel und Minzen-Hippen. Kreativ, erfrischend und gut. Beim Dessert verschmelzen zwei Kindheitserinnerungen: im Sommer Kirschen vom Baum pflücken und im Winter zimtigen Milchreis mampfen. Der Reis ist mit Zucker getoppt und geflämmt, die Früchte – halbiert und als Coulis – sind im wahrsten Sinne die Kirschen auf der Torte.