"Barrierefrei" Heurige in Burgenland
Ein bisserl tief stapeln die Schwestern mit ihrer Eigenbeschreibung: »Traditionelle Heurigenkost, verbunden mit unseren regionstypischen Weinen«. Denn mit Ideen und Herzblut wird daraus eine Topadresse. Jüngster Streich ist der Themenheurige »Brot & Sprudel«.
Labern – ein salopper Ausdruck fürs Reden – steht im modernen Heurigenhof der Familie Adrian für Lockerheit mit Leichtigkeit. Bei köstlichem Paprikaschmalz, Labereiplatten und Wein-Flights namens »Kost-Trios« kommt man rasch ins Gespräch. Tipp: chillige Lounge.
Ob im schönen Gastgarten oder in der gemütlichen Stube, hier fühlt man sich sofort wohl. Die Wildspezialitäten sind eine hervorragende Wahl: Salat mit Hirschtafelspitz, Wildsülzchen und Leberkäse überzeugen durch den intensiven Geschmack und höchste Qualität.
Hübscher traditioneller Betrieb mit angebautem Wintergarten über den Rebanlagen am Gaaser Weinberg. Feiner Kümmelbraten und ab 17 Uhr saisonale Gourmandisen zu den stets »groszartigen« Weinen. Auf Anfrage immer gern geöffnet: Raritäten und Großflaschen.
Der Rosé ist ein Markenzeichen der Weinwirtschaft: Ob prickelnd oder still, ist da einerlei. Serviert wird die Spezialität der beiden Winzergenerationen zu saisonal wechselnden Köstlichkeiten wie Römerbrot und Räucherfischterrine. Einfallsreich und geschmackvoll!
Fabian Sloboda hat dem Heurigen Modernität eingehaucht und sowohl Stil als auch Angebot neu interpretiert. Ein Highlight ist das »Kostquartett« mit vier Kostgläsern und passendem Essen. Oder das »Blind Date«: Wein aus schwarzen Gläsern zum gedeckten Verkosten.
Von Oma Gittis Bohnenstrudel über den Blunzenteller und den Heurigen-Wrap (!) bis hin zu Schnecken, Veganem oder gleich dem »Ollahaund Teller«: Die Karte vereint Klassik und Moderne, Rustikales und Elegantes. Alles trägt eine unverwechselbare Handschrift. Chapeau!
Elisabeth und Johannes Rittsteuer haben rund um ihre Bioweine einen mediterran-entspannten Genussort geschaffen. Käse und Oliven sind die Mindestausstattung für Weinbeißer. Etabliert hat sich der Freitag, an dem es immer ofenfrische Buchteln gibt.
Das Südburgenland – und den Csaterberg – erleben, das heißt: Weine vom Opalboden zu genießen, gern ein bisserl mehr zu naschen und den entspannten Charme der Region zu genießen. Die gute Nachricht: Bei Kathrin und »Stuki« ist das nicht nur möglich, sondern Programm.
Klassiker sowie saisonale Gerichte wie Spargel, Martinigansl oder Kirschstrudel genießt man im lauschigen Gastgarten oder auf der Sonnenterrasse. Zahlreiche Weine werden auch glasweise ausgeschenkt. Tipp: Diverse Edelbrände aus der Leithaberger Edelkirsche.
Viel gemütlicher geht es kaum. Das neu eröffnete Rebstöckl sorgt aber auch kulinarisch für Begeisterung. Kreative Aufstriche (Mandel-Lauch oder Kümmelbraten zum Streichen) als Unterlage laden neben den »Schneewittchen-Schnittchen« zum urigen Weingenuss ein.
Der Urbanikeller ist quasi ein modern-uriges Heurigenlokal. Trotz seiner jungen Jahre trägt er Geschichte in sich – die Holzverkleidung im Gastraum stammt aus 50 Jahre alten Fässern. Die Küche überzeugt mit feinen Fleischspezialitäten vom Mangalitza-Schwein.
Eva und Martin Weinek gehen es entspannt an: An den »ausg'steckten« Freitagen tischt man das Naheliegende – Wild und Uhudler vom Kulmer Berg – in bester Qualität auf. Ab und an ergänzt ein Ofenbratl die Lieblinge (das Aufstrichbrot »Halb/Halb«) noch zusätzlich.
Vater und Sohn Stadler sind als Exkicker bekannt im Seewinkel, doch in ihrer »Schank« frönt man hedonistischen Disziplinen. Platz ist auch für Radlergruppen, die Labung fehlt mit Winzerplatte und Co niemals. Animierende Weißweine, hochwertiger Cabernet Franc.
Ein Heuriger der feinen Sorte: Modern und geradlinig eingerichtet, ist die Speisekarte ebenso klar und fokussiert. Gebratene Blunzn und geröstete Leber huldigen den Klassikern, während Ziegenkäseknödel und raffinierte Pasta-Gerichte frischen Pfiff einbringen.
Südburgenländische Buschenschank mit dem gewissen Etwas. Die Speisekarte reicht vom klassischen Kümmelbratenbrot über österreichische Wirtshausküche (eigene Schweinezucht!) bis zu saisonalen Gerichten. Tipp: geräumiger Verkostungsraum und Kellerführungen.
Direkt an der beliebten Route der Radfahrer um den Neusiedler See gelegen, offeriert der Weitzer den ausgehungerten Bikern Nahrhaftes – vom Grammelschmalzbrot über »Spargelgordon» und Pulled Pork bis zu Palatschinken. Dazu gibt es Kreszenzen aus eigenen Gärten.
105 Jahre weht der Buschen nun vor dem Haus. Die jüngste Änderung betraf den Keller, den Lukas Döller von seinem Onkel Heinz übernahm. Der widmet sich ganz dem riesigen Heurigen und dessen saisonalen Schmankerln sowie den ganzjährig gefragten »Döller-Talern«.
Seit letztem Jahr ist der Dorfwirt mit neuem Team am Start. Kalte Heurigenschmankerln treffen auf herzhafte Hausmannskost. Die Weinauswahl ist klein, aber fein. Empfehlung: geselchte Hauswürstel sowie diverse hausgemachte Tagesmehlspeisen aus der Vitrine.
Was nicht selbst gemacht ist, stammt von regionalen Partnern. Doch das meiste entsteht in Eigenregie – von herzhaften Aufstrichen über feine Fleischspezialitäten bis zum Kürbiskernöl. Und natürlich: der hauseigene Wein. Großartig ist der Weinschweinschinken!