"Barrierefrei" Restaurants in Baden-Württemberg
Hier wird die Kontinuität des Hochgenusses zelebriert: Das Team um Claus-Peter Lumpp bringt seit vielen Jahren moderne französische Hochküche auf den Tisch, die Herz und Seele berührt. Prädikat: geschmackvoll.
Torsten Michel hält das legendäre Gourmetrestaurant weiter auf Erfolgskurs, seine kreative Küche bewegt sich auf internationalem Weltklasseniveau. Das gilt auch für die umfangreiche Weinkarte.
Wer nach klassischem Hochgenuss strebt, ist bei Martin Herrmanns Spitzenküche seit Jahrzehnten an der richtigen Stelle. Die Weinbegleitung von Sommelier Christophe Meyer steht der Küche in nichts nach.
Es ist schon großes Kino, wenn Manuel Ulrich feinste Waren präzise auf die Teller bringt. Plätschert dazu aber eine Rarität wie Romanée-Conti im Offenausschank ins Glas, ist der Blockbuster garantiert.
Auch nach vierzehn Jahren gehen Peter Hagen-Wiest nicht die Ideen aus. Im exklusiven Ambiente des zum Europa-Park gehörenden Gourmetlokals werden beeindruckend präzise, charakterstarke Menüs serviert.
Kunstsinniges Gourmetlokal in bester Bodenseelage. In den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten der eleganten Jugendstilvilla genießt man, perfekt umsorgt, Dirk Hobergs faszinierend präzise Spitzenküche.
Küchenchef Boris Rommel liebt den Kontakt mit Gästen. Ein ums andere Mal erklärt der Mann mit der Mütze seine Kreationen am Tisch. Im feudalen Ambiente öffnet Sommelier Max Johne passende Flaschen.
Mannheims gastronomische Speerspitze liefert unter Federführung von Dominik Paul eine produktzentrierte, innovative Küche voller Finessen, die sich besonders im Sechs-Gänge-Menü »Urban Nature« zeigt.
Die »Speisemeisterei« residiert im westlichen Flügel von Schloss Hohenheim in Stuttgart. Die historische Anlage, umgeben von weitläufigen Gärten, bietet die ideale Kulisse für eine klassische Küche mit weltläufigen, oft asiatischen Akzenten. Das achtgängige Menü (245 Euro inkl. Aperitif, Petits Fours etc.) eröffnet – nach präzise gearbeiteten Kleinigkeiten – mit einer pochierten Irish-Mór-Auster mit Ponzu, Kaviar und Kopfsalat. Die zarte, cremige Auster trifft auf knackigen Salat und saftiges Austernblatt, die Ponzu steuert eine feine Süße bei. Es folgen ein erfrischend säuerlich-grün arrangierter »Matjes« von der Seeforelle sowie eine sagenhaft wolkig-weiche Focaccia mit aufgeschlagener Kräuterbutter. Danach wird es mediterran: Die knusprig gebratene Rotbarbe serviert Stefan Gschwendtner mit einem tiefen Sud voller Krustentier-Noten, frischem Fenchelsalat und einem etwas knapp bemessenen Klecks Romesco. Die Agnolotti von der Kalbshaxe mit Parmesan, Spinat und Haselnüssen hätten in der Füllung etwas süffiger sein dürfen, doch das Wagyu-Roastbeef A5, das darauf folgt, ist ein makelloses Stück Edelrind: außen kross, innen von schmelzender Üppigkeit. Knackige Pfifferlinge und Schnittlauchwürze machen den Gang vollends rund. Das Pre-Dessert ist ein Hausklassiker, den man fast schon als finales Dessert akzeptieren würde: cremiges Erdmandeleis mit Zimt, ein Sahnehäubchen, Kaffeesud und Mandelcrunch ergeben einen „Eiskaffee“ der Extraklasse. Das eigentliche Dessert – eine etwas gewöhnlich wirkende Himbeermousse – fällt dagegen leicht ab, das begleitende Sauerrahmeis überzeugt dafür umso mehr. Ein Menü, für das sich der kurze Abstecher aus dem nahen Stuttgart mehr als lohnt.
Ralph Knebels Menü verspricht ein kulinarisches Erlebnis – beginnend mit Kagoshima-Wagyu mit Kaviar und endend mit Mohnsoufflé mit Cassisfeige. Den passenden Wein empfiehlt Mâitre Sommelier Serge Schwentzel.
Mit dem Neubau ist auch neuer Esprit ins Hause Sackmann eingezogen. Schon lange fand die hochkreative Küche des Vater-Sohn-Duos nicht mehr so sehr ihre Mitte wie in den letzten Jahren. Tolle Weine!
Als im Januar 2020 das Stammhaus der »Traube Tonbach« niederbrannte, drohte ein Stück Schwarzwälder Gastronomiegeschichte in Schutt und Asche zu versinken. Doch der Wiederaufbau gelang in beeindruckender Manier – und markierte den Auftakt eines der eindrucksvollsten Comebacks der deutschen Spitzengastronomie. Ein Beleg dafür ist das »1789«, benannt nach dem Gründungsjahr des Traditionsbetriebs. Küchenchef Florian Stolte, zuvor verantwortlich für die ebenfalls besternte »Köhlerstube«, hat hier seinen Stil konsequent weiterentwickelt. 15 Reisen nach Südostasien prägen seine Handschrift, die klassisch französische Techniken mit thailändischen, japanischen und vietnamesischen Aromen verknüpft. Den Auftakt bildet ein verspieltes Streetfood-Erlebnis mit Fine-Dining-Attitüde: Wer Glück hat, bekommt Sommerrollen, Papayasalat mit Ponzu-Hollandaise und Satay-Spieße direkt am Pass serviert – ein Gruß in der Küche, der sofort Fernweh weckt. Der elegant warme Gastraum daneben überlässt Stoltes Kreationen die große Bühne. Etwa die abgeflämmte Gelbschwanzmakrele mit Imperialkaviar oder die beeindruckende Gänseleber, gleich doppelt interpretiert: scharf angebraten, sodass der Kern herrlich cremig bleibt, mit Trüffeljus glasiert und mit Pfifferlingen, daneben als Eis mit Sellerieragout. Auch beim Dessert bleibt die südostasiatische Linie präsent: Kokosparfait mit Erdbeerpfeffer-Eis und Thai-Basilikum-Gel lassen einen kurzen Moment offen, ob man sich noch im Schwarzwald befindet. Der Service ist herzlich, mit einer Bescheidenheit, die kaum nötig wäre.
Simon Tress ist Vorreiter, was ganzheitliche Arbeit im Einklang mit Natur und Landwirtschaft angeht. Im 1950 beweist er innovativ und sympathisch, dass auch Gourmetmenüs diesem Anspruch genügen können.
Markus Waibel und Dominik Holl kochen eine pointierte Crossover-Küche – mittwochs und donnerstags als kleines, freitags und samstags als großes Menü. Rund ums Jahr gibt es zudem besondere Events.
Für den Genuss von Robert Rädels' explosiver, hochkreativer Saison- beziehungsweise Naturküche braucht es viel Geduld. Gebucht werden kann frühestens ein halbes Jahr im Voraus oder via Warteliste. Viel Glück.
Hans-Harald Reber entlockt regionalen wie mediterranen oder exotischen Produkten aufregende Facetten. Zur raffinierten Landhausküche gesellt sich Fleisch höchster Qualitätsstufe aus dem Reifeschrank.
Sehr gepflegt präsentiert sich das in zweiter Generation geführte Fachwerkhaus mit den blauen Fensterläden. Thomas Wolf kocht hier filigrane Geschmacksbilder, die noch den Geist der Haute Cuisine atmen.
Klein, fein und ganz auf Cédric Schwitzer zugeschnitten. Wer das Gourmeterlebnis noch steigern will, bucht einen Platz am Chef's Table. Ein U-30-Menü für Nachwuchsfeinschmecker gibt's mittwochs und donnerstags.
Mit Gasthaus, Kochkursen, Catering oder Delikatessenhandel hat die Familie Widmann ein Älbler Genussimperium geschaffen. Die kreativ-regionale Gourmetküche setzt dem allem die Krone auf. Der Besuch lohnt.
Tief verankert in der Genussregion Baden und mit der Nähe zu Frankreich ist die Zirbelstube ein Pilgerort für klassische Küche – von Bouillabaisse bis Käseauswahl – und auch das Interieur passt dazu.